Teil 34
Zwischen unkontrollierter Geilheit und Beziehungsarbeit
Fr.18.08.2000
Heute ging die 4.Woche bei Aqua zu Ende. Im Großen und Ganzen läuft es da ganz gut.
So.20.08.2000
Am Dienstag hatten wir in Englisch die Prüfung. Sehr gut, bestanden. Eigentlich schweifen momentan meine Gedanken dauernd ab, Weil, warum? Einer von den One Night Stands (25.07.1998) hat am Sonntag um 05:30 Uhr in der Früh angerufen. Was er eigentlich wirklich gewollt hat, weiß ich nicht so genau. Reden. Einigen Frust von der Seele laden, oder so was ähnliches. Klang etwas verzweifelt, recht wehmütig, als würden wir damals einige Zeit verbracht haben. Es waren aber höchstens zwölf Stunden. Irgendwie, fühle ich mich durch diesen Anruf schon etwas geschmeichelt, aber auch etwas irritiert. Es stellt sich irgendwie die Frage, was soll das alles? Der ist ja erst 25 Jahre (heute) alt. Weis der eigentlich schon was er will? Hat im Prinzip nichts mit dem Alter zu tun. Bestes Beispiel, ich selbst. Warum mach ich mir in meiner jetzigen Situation überhaupt über all das Gedanken? P. verbringt heute Nacht im Büro. Kurzfristiger Auftrag. Muss morgen fertig sein. Sollte ich vielleicht ganz tief in mir kramen, nach der Ursache. Zuviel Gefühl für gewisse Situationen. Kann ich überhaupt monogam leben? Ist die sogenannte Geilheit in mir, der sprichwörtlich begrabene Hund. Manchmal werde ich wirklich von seltsamen innerlichen Trieben zu Aktionen und Gedanken hingeführt. Manchmal geht das vorbei, aber einige Male dauer es etwas länger, das ganze abzuhaken. So oft ist mir das schon passiert und trotzdem ist es jedes Mal eine kleine Qual. Qual ist vielleicht übertrieben, aber etwas Bauch- und Kopfweh verursacht es schon. Ich weiß in solchen Momenten nicht genau, was ich eigentlich so will. Ziel, in dem Sinne gibt es nicht. Es ist ganz einfach ein von ganz tief drinnen kommender Wunsch, jetzt zu handeln. Egal was. Ob es richtig oder falsch ist, ist momentan völlig zweitrangig. Vernunft fast Null. Habe wirklich meine Emotionen verdammt schwer im Griff. Welcher Art auch immer. Erfahrungsgemäß sind sie immer die richtigen Wegweiser gewesen. Obwohl ich das, was ich bis dato Erreichte, nicht mehr riskieren möchte und schon gar nicht wegschmeißen. Wahrscheinlich bin ich ganz einfach zu neugierig, solche Dinge an mir vorüber gehen zu lassen.
Mi.25.10.2000
Seltsam; von gestern auf heute einen eigenartigen Traum gehabt. Ein Klassentreffen (wie vor 4 Jahren?) R. kam darin vor, aus welchen Gründen auch immer.
Fr.10.11.2000
Ca. 04:45 Uhr oder sowas. Salz & Pfeffer. Lange Woche(n) hinter mir. Zeit wieder einmal etwas darüber nach zudenken. Bisschen was aufzuschreiben. Der Aqua-Kurs war wieder mal in jeder Hinsicht lehrreich. Was die Mädels betrifft, mit ganz wenigen Ausnahmen farblos. Mit M. vor ca. einer halben Stunde nach Hause gebracht, im Falk gewesen. Sie will von mir so viel lernen. Soviel verstehe ich ja selbst kaum. Übe das Leben und so. Frage z.B.: Warum bin ich eigentlich noch nicht zu Hause? Antwort: ? Vielleicht, um das hier zu schreiben? Auszudampfen, wie P. immer sagt. Gut geschätzt, Radio Wien, 5 Uhr. Was brauche ich eine Uhr. Diese Verpflichtungen, gewisse Zeiten einzuhalten, sind für mich nach wie vor etwas schwierig. Werde ich das jemals packen? Vielleicht. Weiß nicht. Gestern war P. die ganze Nacht auf. Werbekampagne für A. geschrieben. Die letzten Monate waren wirklich gespickt mit Ereignissen. A. hat Probleme mit dem „Rauchen“. Macht jetzt eine Therapie. R. telefoniert mit P. darüber sehr viel. S. hatte ein Problem in der Schule. Na und der Kurs war auch nicht so ohne. Immerhin 9 Prüfungen. Viel neues Wissen in meinem Hirn gehortet. Sehr wichtig für mich. Die Mädels, waren wie schon erwähnt eigentlich ziemlich oberflächlich. Umso höher man kommt, desto kleiner wird die Gilde, die einem umgibt. Meist ist das o.k. für mich.
Es ist so mühsam mit nichtdenkenden Menschen zu kommunizieren.
Manchmal habe ich aber dennoch das Gefühl, dass mir auch das einfache Gespräch fehlt.
M.P. ist ja schon nach Hirschstetten
gezogen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie sich dort wirklich wohl fühlt. Ihre Entscheidung – meine persönlichen Gedanken. S. trifft sich hin und wieder mit M. S. spielt jetzt auch in einem Verein Fußball. Finde ich gut. Montag, beginnt das Praktikum bei ATP. Gemischte Gefühle. Mal sehen. Heute verdammt viel über R., M. erzählt. Immerhin jährt sich das Ganze zum 4. Mal! Wie die Zeit rennt. Vielleicht habe ich so eine innerliche Uhr eingebaut, um alle Jahre wieder einmal Resümee zu ziehen. Gehört bei mir wahrscheinlich dazu. Wird schon o.k. sein, wenn es nicht zu viel wird. Schön langsam werde ich die Heimreise antreten. Müdigkeit macht sich breit. Bevor der Berufsverkehr beginnt. Heim zu meinen Mann. Klingt so banal. Ist ganz was spezielles, was Einzigartiges. Groß, stark, sicher, selbstbewusst, intelligent, ruhig, weise, voller Humor. Manchmal klein, schwach, unsicher, unschlüssig, dumm, laut, nicht wissen, traurig. Was Besonderes eben. Mein Mann.
Mo. 27.11.2000
Die o.a. Worte, P. auf ein Blattl Papier geschrieben. Ein neues Logo für mich kreiert:
Erste Skizze des Bluesanne-Logos
einer der ersten Entwürfe, für die grafische Darstellung meiner Perso(e)n lichkeit!
Ziemlich genial, wenn man bedenkt, dass ich für P. die Katze bin. Obwohl ja Bluesanne, geschaffen vom F. aus dem tiefen Burgenland auch nicht schlecht ist. Es ist kurz nach 09:00 Uhr. Die 3. Woche des Praktikums hat begonnen. Ziemlich öde. Kaum etwas zu tun. Aber was noch unerträglicher ist, sind zum Großteil die Leute hier. Na, wie solls wohl in einer ziemlich großen Firma anders sein. Gestern Nachmittag habe ich M.P. auf dem Lande besucht. Nicht viel Neues.
Fr.18.08.2000
Heute ging die 4.Woche bei Aqua zu Ende. Im Großen und Ganzen läuft es da ganz gut.
So.20.08.2000
Am Dienstag hatten wir in Englisch die Prüfung. Sehr gut, bestanden. Eigentlich schweifen momentan meine Gedanken dauernd ab, Weil, warum? Einer von den One Night Stands (25.07.1998) hat am Sonntag um 05:30 Uhr in der Früh angerufen. Was er eigentlich wirklich gewollt hat, weiß ich nicht so genau. Reden. Einigen Frust von der Seele laden, oder so was ähnliches. Klang etwas verzweifelt, recht wehmütig, als würden wir damals einige Zeit verbracht haben. Es waren aber höchstens zwölf Stunden. Irgendwie, fühle ich mich durch diesen Anruf schon etwas geschmeichelt, aber auch etwas irritiert. Es stellt sich irgendwie die Frage, was soll das alles? Der ist ja erst 25 Jahre (heute) alt. Weis der eigentlich schon was er will? Hat im Prinzip nichts mit dem Alter zu tun. Bestes Beispiel, ich selbst. Warum mach ich mir in meiner jetzigen Situation überhaupt über all das Gedanken? P. verbringt heute Nacht im Büro. Kurzfristiger Auftrag. Muss morgen fertig sein. Sollte ich vielleicht ganz tief in mir kramen, nach der Ursache. Zuviel Gefühl für gewisse Situationen. Kann ich überhaupt monogam leben? Ist die sogenannte Geilheit in mir, der sprichwörtlich begrabene Hund. Manchmal werde ich wirklich von seltsamen innerlichen Trieben zu Aktionen und Gedanken hingeführt. Manchmal geht das vorbei, aber einige Male dauer es etwas länger, das ganze abzuhaken. So oft ist mir das schon passiert und trotzdem ist es jedes Mal eine kleine Qual. Qual ist vielleicht übertrieben, aber etwas Bauch- und Kopfweh verursacht es schon. Ich weiß in solchen Momenten nicht genau, was ich eigentlich so will. Ziel, in dem Sinne gibt es nicht. Es ist ganz einfach ein von ganz tief drinnen kommender Wunsch, jetzt zu handeln. Egal was. Ob es richtig oder falsch ist, ist momentan völlig zweitrangig. Vernunft fast Null. Habe wirklich meine Emotionen verdammt schwer im Griff. Welcher Art auch immer. Erfahrungsgemäß sind sie immer die richtigen Wegweiser gewesen. Obwohl ich das, was ich bis dato Erreichte, nicht mehr riskieren möchte und schon gar nicht wegschmeißen. Wahrscheinlich bin ich ganz einfach zu neugierig, solche Dinge an mir vorüber gehen zu lassen.
Mi.25.10.2000
Seltsam; von gestern auf heute einen eigenartigen Traum gehabt. Ein Klassentreffen (wie vor 4 Jahren?) R. kam darin vor, aus welchen Gründen auch immer.
Fr.10.11.2000
Ca. 04:45 Uhr oder sowas. Salz & Pfeffer. Lange Woche(n) hinter mir. Zeit wieder einmal etwas darüber nach zudenken. Bisschen was aufzuschreiben. Der Aqua-Kurs war wieder mal in jeder Hinsicht lehrreich. Was die Mädels betrifft, mit ganz wenigen Ausnahmen farblos. Mit M. vor ca. einer halben Stunde nach Hause gebracht, im Falk gewesen. Sie will von mir so viel lernen. Soviel verstehe ich ja selbst kaum. Übe das Leben und so. Frage z.B.: Warum bin ich eigentlich noch nicht zu Hause? Antwort: ? Vielleicht, um das hier zu schreiben? Auszudampfen, wie P. immer sagt. Gut geschätzt, Radio Wien, 5 Uhr. Was brauche ich eine Uhr. Diese Verpflichtungen, gewisse Zeiten einzuhalten, sind für mich nach wie vor etwas schwierig. Werde ich das jemals packen? Vielleicht. Weiß nicht. Gestern war P. die ganze Nacht auf. Werbekampagne für A. geschrieben. Die letzten Monate waren wirklich gespickt mit Ereignissen. A. hat Probleme mit dem „Rauchen“. Macht jetzt eine Therapie. R. telefoniert mit P. darüber sehr viel. S. hatte ein Problem in der Schule. Na und der Kurs war auch nicht so ohne. Immerhin 9 Prüfungen. Viel neues Wissen in meinem Hirn gehortet. Sehr wichtig für mich. Die Mädels, waren wie schon erwähnt eigentlich ziemlich oberflächlich. Umso höher man kommt, desto kleiner wird die Gilde, die einem umgibt. Meist ist das o.k. für mich.
Es ist so mühsam mit nichtdenkenden Menschen zu kommunizieren.
Manchmal habe ich aber dennoch das Gefühl, dass mir auch das einfache Gespräch fehlt.
M.P. ist ja schon nach Hirschstetten
gezogen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie sich dort wirklich wohl fühlt. Ihre Entscheidung – meine persönlichen Gedanken. S. trifft sich hin und wieder mit M. S. spielt jetzt auch in einem Verein Fußball. Finde ich gut. Montag, beginnt das Praktikum bei ATP. Gemischte Gefühle. Mal sehen. Heute verdammt viel über R., M. erzählt. Immerhin jährt sich das Ganze zum 4. Mal! Wie die Zeit rennt. Vielleicht habe ich so eine innerliche Uhr eingebaut, um alle Jahre wieder einmal Resümee zu ziehen. Gehört bei mir wahrscheinlich dazu. Wird schon o.k. sein, wenn es nicht zu viel wird. Schön langsam werde ich die Heimreise antreten. Müdigkeit macht sich breit. Bevor der Berufsverkehr beginnt. Heim zu meinen Mann. Klingt so banal. Ist ganz was spezielles, was Einzigartiges. Groß, stark, sicher, selbstbewusst, intelligent, ruhig, weise, voller Humor. Manchmal klein, schwach, unsicher, unschlüssig, dumm, laut, nicht wissen, traurig. Was Besonderes eben. Mein Mann.
Mo. 27.11.2000
Die o.a. Worte, P. auf ein Blattl Papier geschrieben. Ein neues Logo für mich kreiert:
Erste Skizze des Bluesanne-Logos
einer der ersten Entwürfe, für die grafische Darstellung meiner Perso(e)n lichkeit!
Ziemlich genial, wenn man bedenkt, dass ich für P. die Katze bin. Obwohl ja Bluesanne, geschaffen vom F. aus dem tiefen Burgenland auch nicht schlecht ist. Es ist kurz nach 09:00 Uhr. Die 3. Woche des Praktikums hat begonnen. Ziemlich öde. Kaum etwas zu tun. Aber was noch unerträglicher ist, sind zum Großteil die Leute hier. Na, wie solls wohl in einer ziemlich großen Firma anders sein. Gestern Nachmittag habe ich M.P. auf dem Lande besucht. Nicht viel Neues.
Bluesanne - 18. Nov, 23:43
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