Teil 33

Beziehungsarbeitsfragen

Mi.07.06.2000
Cafe zum 1.Stock. Komme gerade von Aqua. Werde dort voraussichtlich eine spezielle Ausbildung zur techn. Sekretärin machen. Es haben sich natürlich sehr viele dafür beworben. Daher gibt es auch hier vorher eine gewisse Selektion. Denke mal, dass mein Auftreten ganz gut rübergekommen ist. Obwohl ich in letzter Zeit nicht gerade viel Bestätigung von außen bekommen habe. Sprich, dass mir jemand sagt, wie gut ich da und dort bin. Bin manchmal verdammt gierig auf sowas. P. ist da. Doch er hat selbst so viel um die Ohren, wobei der Part eher bei mir liegt, wie manches läuft. Oder ich eher die Anlehner-Rolle spiele. Sozusagen, die starke Frau hinter dem erfolgreichen Mann. Ist ja auch schon was. Aber wie meist, reicht mir das teilweise nicht ganz. Selbst etwas zu schaffen, ist für mich viel spannender. Macht mich zufrieden. Es ist teilweise schon ein Wechselbad der Gefühle, ein Mensch zu sein, der einerseits verdammt egoistisch ist, und andererseits wahnsinnig gerne für andere was tut. Manchmal ist das nicht ganz leicht zu vereinbaren. Eines ist mir mittlerweile schon klarer geworden, nur mit mehr oder weniger großen Zielen, Wünschen und Herausforderungen, geht es bei mir weiter. Mir selbst fällt es manchmal schwer, diese selbst zu setzen. Der berühmte Arschtritt spielt da schon eine Rolle, soll so sein. Es kommt dann ziemlich bald vor, dass Langeweile aufkommt. Der Reiz ist bald vorbei. Es ist nicht mehr so einfach, wirklich reizvolle Dinge zu finden. Solche wofür es sich echt lohnt, seine volle Power rein zuwerfen. Vielleicht sollte ein neues Ziel, ein Weiterkommen versprechen, wirklich mehr Freunde zu schaffen. Das ist mir nur teilweise, seit meiner Entscheidung vor mittlerweile fast vier Jahren, gelungen. H. gehört sicherlich zu dieser Elite. F.J. auch. Aber sonst; nicht so einfach bei etwas höheren Ansprüchen. M. M. spielt da natürlich auch eine große Rolle. Aber die hat auch eher den bequemeren Weg eingeschlagen – nur nicht zu viel ändern zu wollen. Gibt es eigentlich Menschen, die tatsächlich ihr wahres Ich Eins zu Eins umsetzen? Ist das überhaupt möglich? Sobald, ein weiterer Mensch in unser Leben tritt, wird diese Möglichkeit schon geschmälert. Nicht unbedingt eingeschränkt, aber doch etwas verringert. Ich möchte keine Minute mit P. missen, aber einiges ist etwas – wie soll ich sagen? Es ist in manchen Bereichen nicht so einfach, das momentane Verlangen zu stillen. Spontanität ist zwar gefragt, aber oft nicht mehr machbar. Natürlich aus vielen Gründen. Obwohl ich ja glaube, dass dies bei P. gar nicht so kompliziert wäre. Es ist meist eine Frage, diese Dinge ganz einfach durch zuziehen. Intelligente Menschen lassen sich auch führen, nur mit etwas mehr Einsatz der eigenen Persönlichkeit. Die Begründungen dies oder jenes zu tun, müssen wesentlich überzeugender und vehementer rüberkommen, um etwas erreichen zu können. Manchmal denke ich mir in gewissen Dingen wäre etwas mehr Naivität oder Einfachheit leichter. Situationen die ohne viele Worte etwas leichter wären. Tolle, interessante Gespräche mit prima Lösungen sind wahnsinnig wichtig für mich. Ohne diese könnte ich mir eine Partnerschaft nicht mehr vorstellen. Aber manchmal kommt es mir so vor, es nimmt da irgendwie etwas den gewissen Zauber. Vielleicht auch eine gewisse Romantik. Das jemand zu erklären, ist sehr schwer. Es ist auch die Frage, ob man das überhaupt lernen kann. Oder umgekehrt, kann man das lehren? Noch eher, hinführen. Situationen einfach geschehen lassen. Vielleicht ist es manchmal wirklich gar nicht so wichtig darüber zu reden. Es wird halt nur teilweise etwas frustrierend, wenn gewisse Zeichen nicht erkannt oder angenommen werden. Man erhält dann nicht immer das was man sich momentan wünscht. Von jemand, das zu bekommen wonach man sich jetzt im Augenblick so sehnt, ist wahrscheinlich nicht einforderbar. Diese emotionale Verbundenheit ist wahrscheinlich ein seltenes Aufeinandertreffen. Telepathie, Gedankenübertragung, Seelenverwandtschaft, wie immer man das nennen mag. Zur gleichen Zeit, dieselben Gefühle empfinden. Ineinander fließen. Kann man sowas, mehr als einmal erleben? Ist es dann eigentlich noch o.k., wenn man sich diese Frage stellt? Seltsame Überlegungen, oder ganz normal? Oder wieder einmal unwesentlich.

Obwohl ich glaube, dass kein Gedanke ungedacht bleiben sollte. Jeder spielt eine Rolle.

Ob diese dann mehr oder weniger zielführender sind, ist glaube ich gar nicht so wichtig. Auf Menschen zu zugehen war für mich in den letzten Jahren eigentlich kein Problem mehr für mich. Es ist, glaube ich, die Akzeptanz meiner Person schon etwas schwieriger. Aber ist auch gut so. Offenheit, Ehrlichkeit, zu sich selbst stehen, ist teilweise heutzutage nicht ganz einfach. Es ist zwar Individualität gefragt, aber damit setz sich kaum jemand auseinander. Es ist zu kompliziert. Alles eine Sache der Einstellung zum Leben. Nach dem Motto – „Die Flasche ist halbvoll oder halbleer.“ Schwächen zu Stärken machen. Negatives genauso geschehen lassen. Scheint mir teilweise sogar ertragreicher zu sein. Viele Gespräche zwischen P. und mir gingen darum, welche Komponenten einer Partnerschaft dazu beitragen, das diese funktioniert. Dazu gehört, unter anderem die Bereitschaft daran weiter zu arbeiten, weiter zu gehen. Dinge vom Anderen an zunehmen zu überdenken. Jetzt stelle ich mir ganz einfach die Frage: Wer von uns Beiden hat mehr gemacht? Ob das nun ausschlaggebend ist oder nicht, ich finde diese Frage interessant. Antwort; für mich: Gefühlsmäßig, habe ich mich schon etwas intensiver damit beschäftigt. Denke ganz einfach deshalb, weil ich wesentlicher lernfähiger bin. Nicht labil. Bezweifle nicht, das P. voll und ganz zu sich und seiner Person steht. Doch manchmal nagt an ihm und in ihm mehr der Zweifel, als in mir. Der wahre absolute Glaube zu dem absoluten Glück ist noch nicht ganz herangereift. Ein bewegtes Leben bringt sehr viele Vorteile und Erfahrung mit sich, doch Stabilität und Gewissheit bleibt hier etwas auf der Strecke. Hier ist sicherlich kein Perfektionismus gefragt. Der berühmte Mittelweg. Auf alle Fälle, ein für alle Beteiligten gangbarer Weg. Was mir eigentlich auch noch dazu einfällt, zu Beginn konnte ich mehr Gefühle von P. zum Vorschein bringen, als jetzt. Die Tatsache, ob schon über Alles geredet wurde, kommt da natürlich schon zu tragen. Aber manchmal wünsche ich mir gewisse Dinge, schon öfters zu hören. Nur so. Es tut einfach gut. Meinem Ego. Auf keinen Fall möchte ich Dinge, die nicht ER sind. Das ist ganz bestimmt der falsche Weg. In der Mathematik würde man sagen, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Oder den Größten. Egal. Für Beide o.k.

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