Teil 31
Es geht noch tiefer runter, als bisher...kein Geld, kein Job, Kind krank, Kater tot, kaputte Geräte, kein Sex...herrlich ;-)
10.01.1999
Manchmal frage ich mich wirklich, ob es ganz alleine meine Schuld ist, dass ich nicht richtig glücklich sein kann. Ob die Dinge, die um mich passieren, von mir so negativ beeinflusst werden? Das vergangene Jahr endete mit einem ganzen Haufen an Katastrophen. Zumindest in Summe betrachtet. Und schon wieder, meine Füllfeder ist kaputt gegangen, der PC war hin, der Videorecorder auch. J. hat mit mir Schluss gemacht. Die Bank hat die Bankomatkarte eingezogen. Mein letztes Geld, das ich noch hatte, wurde mir gestohlen. Der CD-Player ist auch in Reparatur. Weit und breit kein Job. Herz was willst Du mehr. Weihnachten war recht schön, weil sich S. sehr über seine Geschenke gefreut hat. Silvester verbrachte ich mit M. bei A. Bruder C. und seiner Frau V. Es waren recht lustige Leute dort. Außerdem übernahm ich den Job als DJ. Und das macht mir immer Spaß. Ein Brief von R.S. von der OBK-Clique ist eingetrudelt. F.J. hat angerufen. Kratze mir schon jede kleinste positive Seite aus meinen Kummerfalten. Meine Haut spielt total verrückt. Bin total vertrocknet und es juckt verdammt. Überhaupt im Gesicht. M. hat mir ihre kleine Stereoanlage geliehen. Ohne Musik könnte ich das nicht aushalten. Sie ist mein Zufluchtsort Nummer 1. Obwohl ich nicht vor Allem wegrennen will, doch alles auf einmal, dass haut die stärkste Frau um. Am 25.Dezember 1998 ist Sammy gestorben. Wahrscheinlich hatte er einen Tumor im Kopf. Er fehlt uns schon. Man sagt, man soll aus negativen Geschehnissen lernen. Manchmal frage ich mich wozu so viel auf einmal? Bescheidener zu werden? Meine Ansprüche an das Leben sind eh nicht so hoch. Auf gewisse hat man doch ganz einfach Anspruch. Möchte nichts geschenkt. Wünsche mir zwar auch wieder Liebe zu fühlen, doch bis jetzt, hat es immer nur weh getan. R. spukt noch immer in mir. Seltsam. Kann nach so langer Zeit noch irgendwas da sein? Oder bilde ich mir das ein? Ein Produkt meiner Überlebensstrategie. Damit noch irgendein Glaube da ist. Auch wenn es vielleicht so war, wie ich mir das denke. Aber warum muss ich mich geirrt haben? Naja, vielleicht kriege ich in 100 Jahren darauf eine Antwort. Den ganzen Haufen an Tiefschlägen zu verkraften kostet viel Energie. Vielleicht wartet in der Zukunft etwas auf mich wo ich diese Stärke gebrauchen kann. Für Glück, Erfolg, positive Ergebnisse.
Di.19.01.1999
War gestern wieder bei T.T. die Stiegenhäuser aufwaschen. Ein bisschen Geld für das Notwendigste verdienen. Habe heute in Vorstellungsgespräch im 16. Bezirk gehabt. Versuche so halbwegs meine Tage zu verplanen, um nicht zu viel nachdenken zu müssen. Z.b. über das, was vergangenen Freitag passiert ist. Anscheinend muss man alles einmal kennenlernen, um zu wissen wie das so ist. Mit jemanden Sex zu haben, den man schon jahrelang kennt, und bei dem man an sowas eigentlich nie daran gedacht hat. Bin ich schon so weit, dass ich mir jeden Mann ins Bett bringen muss? Glaube nicht. Meine Triebe sind zu ausgeprägt. Gelegenheit macht Diebe. Irgendwie bin ich aber froh, dass von meiner Seite keine Gefühle im Spiel sind. Das wäre in diesem Fall nicht günstig. Am 15.01. hat R. Geburtstag gehabt. 1 Jahr nichts mehr von ihm gehört. Wirklich Schade. Kann zu diesen Thema sicher nichts neues mehr sagen, was ich eh nicht schon sooft geschrieben habe – Everlasting Love! Abgesehen davon, dass es momentan mit dem Geld etwas knapp ist, fühle ich mich recht wohl. Man wird nach jedem Tiefschlag irgendwie gelassener. Und jetzt ist der Frühling schon näher, als die kalte und sonnenlose Zeit schon dauert.
So.24.01.1999
Es ist kurz vor 2 Uhr. Um 1:30 Uhr vom Krah nach Hause gekommen. J. hat Vormittag angerufen und wir haben ausgemacht uns am Abend zu treffen. Wegen der CD, die ich bei meinem Abgang am Ende des vergangenen Jahres vergessen habe. Um 22 Uhr dort. Eines habe ich festgestellt, es ist mir nicht ganz leicht gefallen. Seltsam so e einen Ex wieder zu sehen. Wir haben uns zwar ganz gut unterhalten, aber zeitweise wollte und konnte ich einfach nichts reden. Überhaupt wenn ich ihn in die Augen gesehen habe. Bei ihm habe ich solche Anzeichen nicht mitgekriegt. Auf der einen Seite, weil ich mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt war, und auf der anderen Seite weil ich mir bei ihm schon vorher schwer getan, bei ihm sowas zu deuten. Ich habe mich ziemlich zurück gehalten, was meine tatsächlichen Gefühle betroffen hat. Es war mir zwar nicht gerade zum Heulen, aber ganz wohl habe ich mich nicht gefühlt. Obwohl ich glaube, dass es ihn ziemlich interessiert hätte, was sich bei mir momentan so mit Männer abspielt. Doch ich habe mich bewusst von diesen Thema ferngehalten. Falls er wirklich noch irgendwie mehr an mir interessiert sein sollte, wird er hoffentlich auch was tun. Und wenn er nicht mehr tut, ist es ganz einfach zu wenig. Werde das jetzt wirklich für die Zukunft einhalten, da nicht zu direkt an die Sache zu gehen. Zumindest was Herzensangelegenheiten betrifft. Die Sex-Geschichte natürlich wird nach wie vor sicherlich ein eigenes Kapitel bleiben. Apropos. Die zwei Typen von Ende Dezember waren auch im Krah. Habe sie absichtlich übersehen. Bin mir ziemlich sicher gewesen, dass sie mich wieder erkannt haben. Und G. (dunkelhaarig) hat mich sowieso im Visier gehabt. Prompt ist er mir dann beim Verlassen vom Krah, nachgelaufen. Hat sich beschwert, dass ich nicht gegrüßt habe. Hat mich eigentlich nicht sehr beeindruckt, und auch nach mehrmaligen Fragen, mit zukommen, wollte ich eigentlich nur mehr nach Hause. Das habe ich auch dann getan. Um 1:11 Uhr im Auto gewesen und um 1:30 Uhr schon Kaffee gekocht. Aus welchen Grund auch immer, es war o.k. für mich. Vielleicht, weil das mit J. mir doch nicht ganz wurscht ist, oder weil mir das momentan mit den Männern usw. nervig ist. Egal. Habe noch nie was bereut, und heute sicherlich auch nicht. Wenn ich es wirklich gewollt hätte, das weiß ich, hätte ich es sicherlich bekommen. Außerdem glaube ich nach wie vor an den Prinz samt dem Schloss. Den Frosch habe ich zu Silvester eh schon von V. bekommen.
Mo.08.03.1999
Wieder einmal im Cafe zum 1.Stock. Memories are coming back. Diesmal soll ich hier P. vom Caritasheim treffen. Schuldet mir Geld vom Samstag. Da waren wir nämlich was trinken im Gold-Fassl im 5. Bezirk. Und dort habe ich alles bezahlt. Mittlerweile habe ich schon einige Dienste hinter mir. Gefällt mir ganz gut. Und seit 01.03.1999 einen Bürojob über Manpower beim Millennium-Tower. Ziemlich viel zu tun und zu lernen. Ist gut so. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich den Job dort behalten werde, denke ich doch bis auf weiteres dort zu bleiben. Es bleibt zwar nicht viel freie Zeit, aber momentan sind eh der Fernseher und der PC kaputt. Zum Musik hören bleibt auf alle Fälle noch Zeit. Muss jetzt endlich aus den roten Zahlen auf der Bank kommen. Und das geht nur mit hackeln. So bleibt wenigstens nicht so viel Zeit zum Denken. Nachdenken über Dinge, die momentan nicht so sind, wie ich mir das vorstelle. Persönlich, kann ich ja auch nicht viel tun, wenn ich meist zu Hause bin. Habe wieder einmal etwa die Möbel im Wohnzimmer umgestellt. Zwecks der Schallplatten und CDs. Außerdem wieder ein Plakat von den OBK-Events gebastelt und gerahmt. Hoffe, dass sich da bald wieder was tut. Bin schon entzugsgeschädigt. M. musste jetzt schon ein paarmal ins AKH. Es gibt da einige Probleme mit der Schwangerschaft. In den Semesterferien war S. krank und jetzt wieder. R. ruft dauernd an. Habe ihn wieder einmal zu Recht gewissen, aber wahrscheinlich nutzt das eh nicht. Jetzt wo ich wieder einen Job habe, hätte ich so viele private Erledigungen. Es ist immer irgendwie verhext, es kommt immer in geballter Form. Sowie die kaputten Geräte. Eigentlich würde ich schon ganz gerne wieder mehr erfreulich Dinge erleben. Es zieht sich alles so. Die Perspektiven sind auf der einen Seite relativ breit gestreut, auf der anderen Seite kommt mir alles so leer vor. Der wirkliche Grund oder Sinn einer Sache fehlt irgendwie.
Mi.31.03.1999
Sitze im Falk. Kurz vor, na ca. 00:00 Uhr wird es sein. War jetzt mit den Mitarbeitern vom Caritasheim im Prater Bowling spielen. Irgendwie eine krampfhafte Sache. Entweder liegt es daran, dass es da so wie fast überall Cliquen gibt, oder es fühlten sich alle irgendwie verpflichtet da zu sein. Komisch. Was solls. S. ist seit vergangenem Samstag im SMZ-Ost. Zuerst sah das Ganze nach einer schlimmen Darminfektion aus. Aber mittlerweile stellte sich eine andere Krankheit heraus. Sie nennt sich Purpura Schönlein-Henoch. Eine Blutgefässerkrankung. Er hat an den Ellenbogen und Beinen rote Flecken. Das krasse daran ist, dass da auch innerlich passieren kann. Aber heute war er eigentlich eh schon ganz gut drauf. Naja, bis zu seinem Geburtstag, wird er wahrscheinlich nicht raus können. Aber momentan brauche ich wieder etwas Zeit zum Sinnieren. Oder sollte ich das lieber bleiben lassen? Es passiert halt einfach so. Genauso die Entscheidung vergangene Woche, wo ich bei Manpower den Job bei Elin abgesagt habe. Genau weiß ich nicht warum, eine Bauchentscheidung. Bin sowieso am überlegen, den ganzen Bürokram hin zuschmeißen und wieder in die Schule zu gehen. Obwohl es nach wie vor mit dem Geld besch… aussieht. Eines bin ich mir ziemlich sicher, am 30.40.1999 nach Salzburg zu fahren. Einmal wegen dem Kurti und auch H. wieder zu sehen. War so lieb, und hat mir schon ein Quartier angeboten. Hoffe, es klappt. Wie könnte es auch in so einer Vollmondnacht anders sein, R. my ELL ist noch immer präsent. Ein bisschen weiter weg, oder auch nicht. Alleine, die Tatsache, jetzt jeden Tag auf der Anfahrt zum Spital bei ihm vorbei zu müssen, reicht schon. Ist das noch normal? Diese Frage, stelle ich mir genauso wenig, wie die nach Sinnhaftigkeit mancher Dinge. Als ich z.B. im Caritasheim wieder Dienst hatte, war ich seltsamerweise etwas enttäuscht, als P. nicht da war. Aber da darf sowieso nichts laufen. Das geht sicher nicht gut, wäre alles viel zu kompliziert. Jetzt war ich etwas leicht verwundert, weil 2 Männer gleichzeitig aufs Klo gegangen sind. Wurscht. Der Grund, warum ich hier sitze, ist eigentlich klar. Aber ich glaube, ich fahre, so wie es momentan ausschaut, alleine nach Hause. Finde ich nicht mehr so lustig, meine Sexlose Phase. Irgendwie fürchte ich schon das nächste Mal. Man (Frau) wird ja sehen. Aber nötig hätte ich es schon.
10.01.1999
Manchmal frage ich mich wirklich, ob es ganz alleine meine Schuld ist, dass ich nicht richtig glücklich sein kann. Ob die Dinge, die um mich passieren, von mir so negativ beeinflusst werden? Das vergangene Jahr endete mit einem ganzen Haufen an Katastrophen. Zumindest in Summe betrachtet. Und schon wieder, meine Füllfeder ist kaputt gegangen, der PC war hin, der Videorecorder auch. J. hat mit mir Schluss gemacht. Die Bank hat die Bankomatkarte eingezogen. Mein letztes Geld, das ich noch hatte, wurde mir gestohlen. Der CD-Player ist auch in Reparatur. Weit und breit kein Job. Herz was willst Du mehr. Weihnachten war recht schön, weil sich S. sehr über seine Geschenke gefreut hat. Silvester verbrachte ich mit M. bei A. Bruder C. und seiner Frau V. Es waren recht lustige Leute dort. Außerdem übernahm ich den Job als DJ. Und das macht mir immer Spaß. Ein Brief von R.S. von der OBK-Clique ist eingetrudelt. F.J. hat angerufen. Kratze mir schon jede kleinste positive Seite aus meinen Kummerfalten. Meine Haut spielt total verrückt. Bin total vertrocknet und es juckt verdammt. Überhaupt im Gesicht. M. hat mir ihre kleine Stereoanlage geliehen. Ohne Musik könnte ich das nicht aushalten. Sie ist mein Zufluchtsort Nummer 1. Obwohl ich nicht vor Allem wegrennen will, doch alles auf einmal, dass haut die stärkste Frau um. Am 25.Dezember 1998 ist Sammy gestorben. Wahrscheinlich hatte er einen Tumor im Kopf. Er fehlt uns schon. Man sagt, man soll aus negativen Geschehnissen lernen. Manchmal frage ich mich wozu so viel auf einmal? Bescheidener zu werden? Meine Ansprüche an das Leben sind eh nicht so hoch. Auf gewisse hat man doch ganz einfach Anspruch. Möchte nichts geschenkt. Wünsche mir zwar auch wieder Liebe zu fühlen, doch bis jetzt, hat es immer nur weh getan. R. spukt noch immer in mir. Seltsam. Kann nach so langer Zeit noch irgendwas da sein? Oder bilde ich mir das ein? Ein Produkt meiner Überlebensstrategie. Damit noch irgendein Glaube da ist. Auch wenn es vielleicht so war, wie ich mir das denke. Aber warum muss ich mich geirrt haben? Naja, vielleicht kriege ich in 100 Jahren darauf eine Antwort. Den ganzen Haufen an Tiefschlägen zu verkraften kostet viel Energie. Vielleicht wartet in der Zukunft etwas auf mich wo ich diese Stärke gebrauchen kann. Für Glück, Erfolg, positive Ergebnisse.
Di.19.01.1999
War gestern wieder bei T.T. die Stiegenhäuser aufwaschen. Ein bisschen Geld für das Notwendigste verdienen. Habe heute in Vorstellungsgespräch im 16. Bezirk gehabt. Versuche so halbwegs meine Tage zu verplanen, um nicht zu viel nachdenken zu müssen. Z.b. über das, was vergangenen Freitag passiert ist. Anscheinend muss man alles einmal kennenlernen, um zu wissen wie das so ist. Mit jemanden Sex zu haben, den man schon jahrelang kennt, und bei dem man an sowas eigentlich nie daran gedacht hat. Bin ich schon so weit, dass ich mir jeden Mann ins Bett bringen muss? Glaube nicht. Meine Triebe sind zu ausgeprägt. Gelegenheit macht Diebe. Irgendwie bin ich aber froh, dass von meiner Seite keine Gefühle im Spiel sind. Das wäre in diesem Fall nicht günstig. Am 15.01. hat R. Geburtstag gehabt. 1 Jahr nichts mehr von ihm gehört. Wirklich Schade. Kann zu diesen Thema sicher nichts neues mehr sagen, was ich eh nicht schon sooft geschrieben habe – Everlasting Love! Abgesehen davon, dass es momentan mit dem Geld etwas knapp ist, fühle ich mich recht wohl. Man wird nach jedem Tiefschlag irgendwie gelassener. Und jetzt ist der Frühling schon näher, als die kalte und sonnenlose Zeit schon dauert.
So.24.01.1999
Es ist kurz vor 2 Uhr. Um 1:30 Uhr vom Krah nach Hause gekommen. J. hat Vormittag angerufen und wir haben ausgemacht uns am Abend zu treffen. Wegen der CD, die ich bei meinem Abgang am Ende des vergangenen Jahres vergessen habe. Um 22 Uhr dort. Eines habe ich festgestellt, es ist mir nicht ganz leicht gefallen. Seltsam so e einen Ex wieder zu sehen. Wir haben uns zwar ganz gut unterhalten, aber zeitweise wollte und konnte ich einfach nichts reden. Überhaupt wenn ich ihn in die Augen gesehen habe. Bei ihm habe ich solche Anzeichen nicht mitgekriegt. Auf der einen Seite, weil ich mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt war, und auf der anderen Seite weil ich mir bei ihm schon vorher schwer getan, bei ihm sowas zu deuten. Ich habe mich ziemlich zurück gehalten, was meine tatsächlichen Gefühle betroffen hat. Es war mir zwar nicht gerade zum Heulen, aber ganz wohl habe ich mich nicht gefühlt. Obwohl ich glaube, dass es ihn ziemlich interessiert hätte, was sich bei mir momentan so mit Männer abspielt. Doch ich habe mich bewusst von diesen Thema ferngehalten. Falls er wirklich noch irgendwie mehr an mir interessiert sein sollte, wird er hoffentlich auch was tun. Und wenn er nicht mehr tut, ist es ganz einfach zu wenig. Werde das jetzt wirklich für die Zukunft einhalten, da nicht zu direkt an die Sache zu gehen. Zumindest was Herzensangelegenheiten betrifft. Die Sex-Geschichte natürlich wird nach wie vor sicherlich ein eigenes Kapitel bleiben. Apropos. Die zwei Typen von Ende Dezember waren auch im Krah. Habe sie absichtlich übersehen. Bin mir ziemlich sicher gewesen, dass sie mich wieder erkannt haben. Und G. (dunkelhaarig) hat mich sowieso im Visier gehabt. Prompt ist er mir dann beim Verlassen vom Krah, nachgelaufen. Hat sich beschwert, dass ich nicht gegrüßt habe. Hat mich eigentlich nicht sehr beeindruckt, und auch nach mehrmaligen Fragen, mit zukommen, wollte ich eigentlich nur mehr nach Hause. Das habe ich auch dann getan. Um 1:11 Uhr im Auto gewesen und um 1:30 Uhr schon Kaffee gekocht. Aus welchen Grund auch immer, es war o.k. für mich. Vielleicht, weil das mit J. mir doch nicht ganz wurscht ist, oder weil mir das momentan mit den Männern usw. nervig ist. Egal. Habe noch nie was bereut, und heute sicherlich auch nicht. Wenn ich es wirklich gewollt hätte, das weiß ich, hätte ich es sicherlich bekommen. Außerdem glaube ich nach wie vor an den Prinz samt dem Schloss. Den Frosch habe ich zu Silvester eh schon von V. bekommen.
Mo.08.03.1999
Wieder einmal im Cafe zum 1.Stock. Memories are coming back. Diesmal soll ich hier P. vom Caritasheim treffen. Schuldet mir Geld vom Samstag. Da waren wir nämlich was trinken im Gold-Fassl im 5. Bezirk. Und dort habe ich alles bezahlt. Mittlerweile habe ich schon einige Dienste hinter mir. Gefällt mir ganz gut. Und seit 01.03.1999 einen Bürojob über Manpower beim Millennium-Tower. Ziemlich viel zu tun und zu lernen. Ist gut so. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich den Job dort behalten werde, denke ich doch bis auf weiteres dort zu bleiben. Es bleibt zwar nicht viel freie Zeit, aber momentan sind eh der Fernseher und der PC kaputt. Zum Musik hören bleibt auf alle Fälle noch Zeit. Muss jetzt endlich aus den roten Zahlen auf der Bank kommen. Und das geht nur mit hackeln. So bleibt wenigstens nicht so viel Zeit zum Denken. Nachdenken über Dinge, die momentan nicht so sind, wie ich mir das vorstelle. Persönlich, kann ich ja auch nicht viel tun, wenn ich meist zu Hause bin. Habe wieder einmal etwa die Möbel im Wohnzimmer umgestellt. Zwecks der Schallplatten und CDs. Außerdem wieder ein Plakat von den OBK-Events gebastelt und gerahmt. Hoffe, dass sich da bald wieder was tut. Bin schon entzugsgeschädigt. M. musste jetzt schon ein paarmal ins AKH. Es gibt da einige Probleme mit der Schwangerschaft. In den Semesterferien war S. krank und jetzt wieder. R. ruft dauernd an. Habe ihn wieder einmal zu Recht gewissen, aber wahrscheinlich nutzt das eh nicht. Jetzt wo ich wieder einen Job habe, hätte ich so viele private Erledigungen. Es ist immer irgendwie verhext, es kommt immer in geballter Form. Sowie die kaputten Geräte. Eigentlich würde ich schon ganz gerne wieder mehr erfreulich Dinge erleben. Es zieht sich alles so. Die Perspektiven sind auf der einen Seite relativ breit gestreut, auf der anderen Seite kommt mir alles so leer vor. Der wirkliche Grund oder Sinn einer Sache fehlt irgendwie.
Mi.31.03.1999
Sitze im Falk. Kurz vor, na ca. 00:00 Uhr wird es sein. War jetzt mit den Mitarbeitern vom Caritasheim im Prater Bowling spielen. Irgendwie eine krampfhafte Sache. Entweder liegt es daran, dass es da so wie fast überall Cliquen gibt, oder es fühlten sich alle irgendwie verpflichtet da zu sein. Komisch. Was solls. S. ist seit vergangenem Samstag im SMZ-Ost. Zuerst sah das Ganze nach einer schlimmen Darminfektion aus. Aber mittlerweile stellte sich eine andere Krankheit heraus. Sie nennt sich Purpura Schönlein-Henoch. Eine Blutgefässerkrankung. Er hat an den Ellenbogen und Beinen rote Flecken. Das krasse daran ist, dass da auch innerlich passieren kann. Aber heute war er eigentlich eh schon ganz gut drauf. Naja, bis zu seinem Geburtstag, wird er wahrscheinlich nicht raus können. Aber momentan brauche ich wieder etwas Zeit zum Sinnieren. Oder sollte ich das lieber bleiben lassen? Es passiert halt einfach so. Genauso die Entscheidung vergangene Woche, wo ich bei Manpower den Job bei Elin abgesagt habe. Genau weiß ich nicht warum, eine Bauchentscheidung. Bin sowieso am überlegen, den ganzen Bürokram hin zuschmeißen und wieder in die Schule zu gehen. Obwohl es nach wie vor mit dem Geld besch… aussieht. Eines bin ich mir ziemlich sicher, am 30.40.1999 nach Salzburg zu fahren. Einmal wegen dem Kurti und auch H. wieder zu sehen. War so lieb, und hat mir schon ein Quartier angeboten. Hoffe, es klappt. Wie könnte es auch in so einer Vollmondnacht anders sein, R. my ELL ist noch immer präsent. Ein bisschen weiter weg, oder auch nicht. Alleine, die Tatsache, jetzt jeden Tag auf der Anfahrt zum Spital bei ihm vorbei zu müssen, reicht schon. Ist das noch normal? Diese Frage, stelle ich mir genauso wenig, wie die nach Sinnhaftigkeit mancher Dinge. Als ich z.B. im Caritasheim wieder Dienst hatte, war ich seltsamerweise etwas enttäuscht, als P. nicht da war. Aber da darf sowieso nichts laufen. Das geht sicher nicht gut, wäre alles viel zu kompliziert. Jetzt war ich etwas leicht verwundert, weil 2 Männer gleichzeitig aufs Klo gegangen sind. Wurscht. Der Grund, warum ich hier sitze, ist eigentlich klar. Aber ich glaube, ich fahre, so wie es momentan ausschaut, alleine nach Hause. Finde ich nicht mehr so lustig, meine Sexlose Phase. Irgendwie fürchte ich schon das nächste Mal. Man (Frau) wird ja sehen. Aber nötig hätte ich es schon.
Bluesanne - 16. Nov, 23:11
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