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    <title>Life is... (multiple choice!)</title>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6031886/">
    <title>Teil 21</title>
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    <description>Do.12.02.1998&lt;br /&gt;
Es ist 1 Uhr. Vollmond. Willy bluest sein Reserviert fia zwa. Habe mir vom letzten Jahr die Fotos angesehen. Besonders, wo R. oder ich drauf sind. Die Bilder vermitteln mir immer das jeweilige Gefühl, dass ich damals empfunden habe. Oder was damals so geredet und was wir gemacht haben. Ich schreibe in meinen Briefen immer davon, jeden Tag, so zu leben, als wäre es mein Letzter. Mache ich das wirklich? Eigentlich habe ich keine Kraft mehr dazu oder ich weiß nicht mehr woher ich sie hernehmen soll. Wahrscheinlich gehört diese absolute Tiefphase dazu. Um dann, wenn es endlich weiter geht, alles besser und intensiver zu genießen. Eines habe ich nicht verloren. Den Glauben an die wahre Liebe. Mich liebt zwar niemand, aber ich liebe R. Wohin mich diese tiefste und innerste Überzeugung noch hinführt weiß ich nicht. Vielleicht in den Wahnsinn. Aber etwas ab normal komme ich mir sowieso schon länger vor. Aber die wenigen Überzeugungen die ich noch habe, die lasse ich mir nicht mehr und von niemand wegnehmen. Ob es gut ist? Egal! Ich glaube dran. Einmal kommt die Antwort  die Lösung  das Ziel  das Resultat. Letztes Wochenende war ich nach Langem wieder einmal  mit M. weg. Zuerst im Krah. Da gab´s Blues. Sie hat es nicht lange ausgehalten  also Tenne dann Four Roses. Fazit. Recht lustig. Um 04:30 Uhr zu Hause. Am Samstag, war ich dann sehr schlecht drauf. Falco ist gestorben  41 Jahre. Und meine mühsamst eingespeicherte Plattensammlung war plötzlich im PC nicht mehr abzurufen. Jetzt ist Gott sei Dank wieder alles da. Vollmond. R., bist du wach? An was denkst du? Was beschäftigt dich? Machst du dir überhaupt Gedanken? Du hast ja immer gesagt, man soll das Denken, denen mit größeren Köpfen überlassen. Aber ich glaube, du denkst noch viel mehr nach als ich. Warum schreibe ich als würde ich mit R. reden? Weil ich mir das so wünsche, und weil ich weiß, dass mir das gut tut. Reden. Was ist egal. Es hört wer zu. Es versteht mich jemand. Es setzt sich damit jemand ernsthaft auseinander. Ich glaube, dass ist das, was es ausmacht. Was mir die Überzeugung zu der Liebe gibt. Und die absolute verdammte Ehrlichkeit und Wahrheit. Sie tut weh. Aber ich brauch das. &lt;br /&gt;
So.15.02.1998&lt;br /&gt;
Vergangene Woche hatte ich am Donnerstag mein absolutes tiefstes Downunder. Habe soviel geweint. Dazwischen war zwar eine Faschingsfeier mit dem Motto Spaceparty, aber jetzt ist wieder der Zeitpunkt, wo es wieder runter geht. Runter die tiefen schwarzen zerfressenen Löcher meiner Seele. Irgendwie habe ich das Gefühl, das momentan alles egal ist. Ich lebe so auf einer Wurschtigkeitswelle. Auch Aktionen die mich von dieser Phase eigentlich wegbringen sollten, helfen nicht. Es läuft sozusagen alles an mir vorbei. Gestern waren M. +M. da. S. hat endlich die Haare geschnitten bekommen. M. hat S. fünf Nintendo Spiele abgekauft. Nachmittag war ich kurz bei M., meine Sachen (Kleidung) holen, und die vergangene Nacht zu bequatschen. M. +M. sind um ca. 23 Uhr gegangen. Habe dann 13 Bewerbungsschreiben an die diversen Schallplattenfirmen getippt. Samstagmittag meldet sich kurz F.J. vom Zentralfriedhof und berichtet vom Begräbnis vom Falco. Morgen darf ich das vierte Mal zur Führerscheinprüfung. Welches Gefühl ich habe, kann ich nicht so genau sagen. Gelernt habe ich in letzter Zeit, glaube ich genug. S. (vom Seminar) hat heute Vormittag zum 2.mal angerufen. Sie arbeitet in der Wechselstube am Stephansplatz. Wenn nicht viel los ist, meldet sie sich, und wir plaudern etwas. M. würde ihr Auto um ÖS 40.000,-- verkaufen. Das wäre ja nicht so schlecht. Aber monetär schaut´s nicht sehr rosig aus. Im Prinzip wär´s mir wuarscht, aber bei dem Minus auf der Bank, wird es immer schwieriger, Geld zu bekommen. Ein zusätzliches Einkommen wäre nicht schlecht. Oder endlich ein ordentlicher Job, damit ich wieder was Sinnvolles tun kann. Mein Tagesablauf verlagert sich meist in die Nacht. Wenn ich dann schlafen gehe, fällt es mir schwer. Kreisende Gedanken  in meinem Schädel. Natürlich auch die an R. Ich wage es ja gar nicht mehr, an ihn zu denken. Er ist immer wieder mein Zentrum der Gedankengänge. Wahrscheinlich, weil es ganz einfach, einer der wenigen positiven Gedanken sind. Ist das alles schon krankhaft? Manchmal zweifele ich an mir schon sehr. Den Vorsatz, ganz einfach alles so zu tun, wie es Spaß macht, fällt mir schwer. Ich versuche es. Aber irgendwas fehlt zum Schluss immer. Es ist nichts falsch, was ich mache, es tut mir auch nicht leid, aber im Nachhinein betrachtet, ist alles so sinnlos. Manchmal denke ich mir, es ist so, weil ich von nirgends ein Echo bekomme. Keine Bestätigung. Warum brauche ich das eigentlich? Weiß doch selbst, ob es für mich gut ist oder nicht. Trotzdem. Es ist eine Art von Einsamkeit. Eine Kälte. Auch wenn es dieser Tage schon bis zu zwanzig Grad hatte. Eines macht mich auch manchmal recht unsicher. Meine Lust nach Sex. Wie kann man (Frau) nur so geil sein? Wahrscheinlich ist es immer die Ungewissheit, wann es wieder so weit ist. Vielleicht ist das überhaupt die Ursache Nummer 1 meiner gesamten Probleme. Keine konkreten Ziele vor Augen. Auch wenn sie offensichtlich da sind, bedeuten diese nicht das, was mir fehlt. Was fehlt mir überhaupt? Die Schulter zum Anlehnen, die tief in irgendeinen Herz eines Menschen steckt. Die Wärme und Geborgenheit, die ich in meinem Leben nur ganz kurz verspüren konnte. Bei R. Vor einem Jahr, als ich das alles noch hatte und fühlte, konnte ich es gar nicht fassen um es richtig zu genießen. Aber heute weiß ich, wie gut es mir getan hat. Heute wo ich es nicht mehr habe. Nur die angenehme Erinnerung an die wunderbaren Stunden sind noch in mir drin. Diese einzig, wahren, ehrlichen und absolut lebensbejahenden Gefühle, die mir soviel Kraft gegeben haben. Heute weiß ich nicht mehr, wie viel Reserve ich noch habe.  &lt;br /&gt;
Mo.16.02.1998&lt;br /&gt;
Dieser Tag, geht als ganz dickes Plus in meinem Leben ein. Weil, warum? Endlich eine Stufe raus aus dem Sumpf. H. hat einen ganz lieben selbstgebastelten Valentinsgruß mit aufmunternden Worten geschickt. Habe zwar den Brief zwar schon zu Hause gelesen, trotzdem habe ich ihn zur Prüfung mit genommen. 5 Minuten vor den Eintritt beim Prüfer, habe ich ihn nochmal genau gelesen. Sozusagen als Doping. Es hat geholfen. Bestätigung meiner kreisenden Gedanken: Brauche nicht viel, um wieder auf meine wackeligen Beine zu kommen. Winzig kleine positive Feelings, und schon kann ich wieder kleine Sandhügel versetzen. Abgesehen davon, dass mich H. in diesen Brief, als stark bezeichnet, hatte ich das Gefühl, dass es auch ihn gut geht. Auch das baut mich auf. Ich kann es nicht leicht verkraften, wenn es jemand schlecht geht, den ich kenne. Somit war das Ganze ein absolutes Erlebnis. Am Abend habe ich mit R. ziemlich lange telefoniert. Seine Odyssee zum Führerschein ist leider noch nicht zu Ende. Wenn man über diese Geschichte einen Film drehen würde ich glaube, das würde niemand glauben. Werde ganz fest an ihn denken, damit er es dann auch bald schafft. Für ihn ist es besonders wichtig zu bestehen, weil er es für seine Arbeit braucht. Noch ein großes Plus, er hat eine Stichsäge. Jetzt kann ich endlich meine Bretter für die Regale zuschneiden. Super. M. verkauft ihr Auto. Wahrscheinlich werde ich mir das nehmen. O.k., jetzt am Teppich bleiben. Nur nicht wieder zu viel vornehmen. Sonst, so schnell kann ich gar nicht schauen, überrollt mich wieder die Minusphase. Schön langsam, einen Fuß vor den anderen. Für Wechselschritte bin ich eh zu bodschad. Zumindest ist jetzt einmal ein Brocken von meinem Pinkerl weggefallen, und der Karren ist leichter. &lt;br /&gt;
Die.17.02.1998&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, was los ist mit mir. Gestern war ich so halbwegs positiv eingestellt. Und heute fühle ich mich schon wieder soweiß nicht wieorientierungslos, mutlos, ohne Power. Warum? Ist es das Wetter? Weil heute nur Luft im Postkastl war? Weil das Motorradfahren heute so heavy wegen des Sturms war? Keine Ahnung. Mir ist kalt. Das einzige was mir positive Gefühle vermittelt, ist die Musik. Leere. Im Kopf, in meinem Körper. Der heutige Termin beim AMS wurde auf Mai verschoben. Hoffe, aber bis dahin schon zu jobben. Auch wenn mir das Aufstehen in der Früh, nach wie vor, Mühe bereitet. Brauche ewig lange zum frühstücken und überhaupt, ich bewege mich irgendwie in Zeitlupe. Obwohl ich das Gefühl habe, alles renn an mir vorbei. Wohin ist mein Bewusstsein verschwunden? Das vorausdenkende überlegte Handeln? Ich weiß doch ganz genau, wenn ich nichts mache, kommt und passiert nichts von selbst. Kann doch nicht ewig darauf warten, ob was und mit mir was passiert. Obwohl ich das weiß, tue ich nichts. Oder gehört das Nachdenken darüber auch dazu? Um Alles zu kapieren. Manche Leute wünschen sich Zeit für sich selbst. Ich habe davon viel zu viel. Bin auch überzeugt, dass das so nicht ewig weiger gehen kann. Was ist dann mit mir, wenn wirklich was Schreckliches passiert? Oder reicht das schon, was bisher geschehen ist? Ich habe doch eigentlich immer meine ganze Kraft und Energie in die Dinge gesteckt, die ich erreichen wollte. Es scheint so, als gibt es momentan nicht wirklich das, was ich will. Oder sehe ich es nicht? Weiß ich eigentlich gar nicht, was es überhaupt ist?&lt;br /&gt;
So.22.02.1998&lt;br /&gt;
Gestern war ich wieder mal in der City. Verkleidet als Steinzeitfrau. G. u. A. haben mich mit dem Auto reingebracht. Vorher waren wir mit M. und ihren A. beim Pfarrfasching. War ziemlich fad. Darum der Aufbruch. Wie der Zufall so will, habe ich M. den Wissenschaftler getroffen. Gestresst und von Liebeskummer geplagt war er diesmal. Die Unterhaltung war wie auch bei die letzten beiden Mal sehr interessant und witzig. Habe diesen Abend eigentlich geplant gehabt, um ganz einfach wieder was zu erleben. Mit diesen fixen Hintergedanken habe ich anscheinend M. um den Finger gewickelt. Ich hoffe, der macht draus jetzt nicht ein riesen Problem. Glaube so stark kann gar kein Mann sein, ihn nicht zu ein paar zärtlichen Stunden zu verführen. Für mich war es aber irgendwie nur ein Mittel zum Zweck. Was solls. Ich muss mir hin und wieder was Gutes tun. Am Freitag, ist wieder ein ganz lieber Brief von H. gekommen. Na, ich hoffe doch bald meinen fahrbaren Untersatz steuern zu dürfen, um dann noch ein bisschen mobiler zu sein. T.T. habe ich natürlich eine Geburtskarte geschickt. Reaktion  0. Sellerie. Bei Oma war ich auch diese Woche. Eine Stichsäge für meine Regale ausborgen. An einem Abend, war ich bei M. tapezieren. Ging ganz gut. Heute habe ich mir um 13 Uhr wieder mal den Willy gegeben. Super. Wann gibt es wieder ein Event? Wird sicher wieder ganz toll. &lt;br /&gt;
Sa. 28.02.1998&lt;br /&gt;
22 Uhr. Sitze herum. Ziehe mir eine CD nach der anderen rein und habe absolut zu nichts Lust. Zu tun gibt es auch nichts. Die Wohnung habe ich schon Nachmittag geputzt. Ich denke noch immer viel zu oft an R. Täglich. Mehrmals. Es ist auf der einen Seite angenehm an die schönen Stunden, die wir gemeinsam verbracht haben, zu denken. Doch auch auf der anderen Seite, habe ich das Gefühl, den Verlust noch immer nicht ganz verkraftet zu haben. Irgendwie kann ich das Ganze noch immer nicht akzeptieren. Warum? Keine logische Erklärung vorhanden. Diese Woche war ich bei 2 Beratungsstellen. So wie es momentan ausschaut, hilft das auch nicht viel. Mir fehlt ganz einfach die Power. Versuche zwar immer irgendwas zu tun. Aber so richtig ausfüllend und befriedigend ist es nicht für mich. Es ist für mich nach wie vor absolut unverständlich, warum überhaupt niemand mehr anruft. M. hat momentan auch wieder maskulinen Anhang. Sie kommen jetzt manchmal auf einen Kaffee. Aber so richtig reden geht da irgendwie auch nicht. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, es interessiert sie eh nicht so recht. Dieses habe ich überhaupt bei den Meisten. Es ist eigenartig. Bilde ich mir das nur ein? Wenn ich von meinen Sorgen, manchmal auch Positiven, Alltagsgeschichten erzähle, ist es als ob ich es nur mehr tue, um das Sprechen nicht ganz zu verlernen. Es ist nicht einmal so wie früher, manchmal die Erleichterung da, alles los geworden zu sein. Es ist wuarscht. Ich will überhaupt nichts mehr erzählen. Sogar der Mann bei dem Institut für Erziehungshilfe, hat mir irgendwie das eigenartige Gefühl vermittelt, dass ich nicht ganz dicht bin. Oder bilde ich mir das auch wieder nur ein? Egal. Muss wahrscheinlich ganz alleine aus dem Schlamassel rauskommen. Mir kommt es manchmal vor, als würde ich immer knapp an der Grenze zum Absturz oder Ertrinken sein. Mit einem Fuß schon im Abgrund. Oder ein Tropfen Wasser und aus is.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6030838/">
    <title>Teil 20</title>
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    <description>&lt;i&gt;Erste Erkenntnisse?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fr.23.01.1998&lt;br /&gt;
1 Monat, nachdem ich aus Innsbruck abgereist bin. Seitdem spielt die Pauli-CD zum x-ten Mal im Player. Einfach gute Musik. Musik ist momentan eigentlich das Einzige woraus ich mir gute Feelings holen kann. Erschreckend ist auch die Tatsache, dass absolut niemand anruft. Bin gespannt, ob morgen Vormittag S. (Bewerbungsbüro) sich meldet. Sie war am Montag, nach dem Seminar bis 23 Uhr bei mir. Hatten eine recht lustige Unterhaltung. Vergangene Woche kam wieder mal Post vom F. Es hat sich herausgestellt, dass ein von ihm geschicktes Packerl vom 15.12.1997, wieder ohne mein Wissen, an ihn retourniert wurde. Habe mich natürlich bei der Post beschwert. Zwei Vorstellungsgespräche hatte ich auch diese Woche. Führerscheinprüfung am Montag wieder (3.Mal) nicht. S. hatte diese Woche auch noch einige Nachprüfungen. Ging ganz gut. Manchmal frage ich schon, was die Zukunft so bringt? Habe zwar keine Angst, aber würde mir doch manchmal positivere Dinge erfüllen. Diese Woche, an einem Abend, hatte ich wieder dieses Heiße Gefühl an R. Nicht sexuell. Nein, wollte und wünschte mir nur innigst seine Nähe. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass, das keine Liebe ist. Obwohl ich bei H., glaube ich sowas Ähnliches verspürt habe. Bei R. sitzt es ganz tief und fest in mir drin.&lt;br /&gt;
Do.29.01.1998&lt;br /&gt;
Heute ist das neue Jahr bald ein Monat alt, und es hat sich irgendwie überhaupt nichts geändert. Anrufe gibt es eigentlich nur für S. Für mich ruft eigentlich nur der F. an, und das auch nur seitdem ich wieder Post abgeschickt habe. Was ist nur los mit den paar Leuten, die ich kenne? Liegt es an mir? Ich glaube eigentlich nicht. Meistens melde ich mich bei den Leuten. Oder kommt mir das alles nur so lange vor, weil ich zu viel zu Hause bin, und zu viel darüber nachdenke? Mir macht fast nichts mehr so richtig Spaß. Alles läuft an mir vorüber. Manchmal versuche ich mich durch irgendwelche Beschäftigungen da rauszureißen. Vergangenes Wochenende habe ich z.B. vier A3 Bilder mit Feder gemalt. Diese Zeichnungen bestehen nur aus Kreisen. Stundenlang habe ich daran gewerkt. Heute habe ich mir dafür Bilderrahmen besorgt. Jetzt hängen die vier Meisterwerke im Vorzimmer. Montag, war ich am Finanzamt wegen der Zinsbeihilfe. Dienstag habe ich das Seminar geschwänzt. Hatte absolut keine Power. Am Wochenende war ich mit S. in der Alcazar-Bar, im Big Apple und nachher in der Agentur. War recht lustig. Aber so richtig Spaß hat es nicht gemacht. Beim Institut für Erziehungshilfe war ich auch diese Woche. Irgendwie habe wieder festgestellt, dass alles, dass Meiste, in meinem Leben nicht ganz so läuft, wie ich mir das wünsche. Weiß ich eigentlich so genau was ich will? Außer good feelings, was immer das auch sein mag. Auf alle Fälle werde ich dort noch öfters hingehen. Fürs Erste, konnte ich nur einen Bruchteil von dem erzählen, was mich so beschäftigt. Manchmal kommt es mir vor, umso öfter ich über das Selbe rede, desto weniger ergibt alles einen Sinn. Alles wie die tausenden (?) Kreise auf meinen Bildern. Oder wie der Kurti singt, A Schritt vire, zwa Schritt zruck. Wo ich auch immer lande, bei meiner gedanklichen Reise, ist R. Ich krieg ihn nicht raus aus meinem Schädel, vor allem nicht aus meinem Herz. Frage mich gar nicht mehr, wann das vorbei ist, sondern eher, gibt es wieder einen Anfang? Das ist mein allergrößter Wunsch. Obwohl wir eigentlich immer Alles fast zerredet und besprochen haben, sind da noch immer gewisse Dinge, die unbeantwortet sind. Warum wir eigentlich nicht mehr zusammen sind, dafür gibt es eigentlich keinen konkreten Grund. Für mich ist zumindest nicht wirklich was da. Seine einzige Begründung, lautet immer nur, dass er mich nicht liebt. Und das glaube ich bis dato nicht. Ändert zwar daran absolut nichts, aber vielleicht den einzigen Funken der mir Hoffnung gibt. Ist vielleicht auch der wenigen Gründe, warum ich nicht längst den Hut auf alles geschmießen habe. Eine Art Überlebenshilfe. Wenn ich meine Überlegung bedenke, die ich vor ca. zwei Monaten festgestellt habe, ist das wahrscheinlich ganz verständlich. Damals habe ich festgestellt, dass mich in meinem ganzen Leben nie ein Mensch, so richtig geliebt hat. Das ist erschreckend. Wenn das wirklich wahr ist, fragt man sich natürlich  warum? Was läuft falsch? Bei allem Verständnis für gewisse Situationen und Lebenslagen diverser Menschen in meiner Umgebung, welche Bedeutung haben diese für mich? Umgekehrt, was und wer bin ich für sie? Ich weiß, man muss für sich selbst eine Bedeutung haben, aber das reicht doch nicht. Wenn ich da z.B. an meine Familie denke. Verstehe ich das ganz einfach nicht. Habe z.B. meinem Vater eine Geburtstagskarte geschickt  Reaktion 0! Ich glaube, werde mir darüber bald keine Gedanken mehr machen, es ist irgendwie sinnlos. Die Adresse vom O., dürfte auch nicht ganz o.k. sein, weil heute ist der Brief zum zweiten Mal mit dem Vermerk Unbekannt zurückgekommen. Heute habe ich die Fotos von Innsbruck bekommen. H. hat auch schon seit Silvester nichts von sich hören lasse. Beim Anschauen der Bilder, denke ich gerne an die paar schönen Tage, aber sonst ist es nicht so schlimm, wie ich dachte. In diesen Fall, frage ich mich auch wieder, wie sieht oder wie hat er mich damals betrachtet? Außer als recht angenehmen Besuch. &lt;br /&gt;
Mi.11.02.1998&lt;br /&gt;
Geht es mir heute besser, als vor einem Jahr? Ich weiß es nicht. R. war zwar noch da, aber bei meinen jetzigen Problemen könnte er mir auch nicht helfen. Der einzige Unterschied wäre der, dass dann wenigstens ein einziger Mensch da wäre, der mich wirklich versteht. Zumindest das Gefühl einer Schulter (im Herz) zum Anlehnen wäre da. Es gibt derzeit niemand, der das vermittelt. M. versteht es nur von der zukünftigen verantwortungsvollen Mutterseite. Der Mann vom Erziehungsinstitut vermittelt auch nicht gerade das, was ich mir erwarte. Und sonst rede ich mit niemand darüber. Zum ersten gibt es niemand mehr, und zum zweiten, habe ich es satt, andauernd den Anderen etwas vor zu jammern. Kann es nicht beeinflussen. Ich fühle mich so. Ich will weg. Irgendwohin. Ich will nicht davon laufen. Ich weiß nur, dass es mir hilft. Etwas Anderes zu tun, hat mir immer geholfen. S. gehört zu mir. Ich weiß nicht, ob ich es ihn so schwer mache, oder ob es umgekehrt ist. Rücksicht nehmen, auf was? Ich soll an mich denken. Wie soll ich das machen, wenn ich vor meinen eigenen Gedanken Angst habe. Angst habe sie überhaupt zu Ende zu denken. Hat man solche Gedanken immer, wenn man Angst hat? Etwas irgendwie machtlos gegenüber zu stehen? Ich mag keine Macht. Ich mag nur Klarheit. Offenheit. Ehrlichkeit. Ich gebe H. z.B. per Briefen immer die tollsten Ratschläge zur Bewältigung seiner Probleme. Auch sonst bekommen alle immer Trost &amp; Rat. Nur ich finde für mich keine zufriedenstellende Antwort. Was ich will, weiß ich. Ich weiß auch, dass ich nicht alles, und nicht gleich haben kann. Und trotzdem komme ich nicht weiter. Es dreht sich alles irgendwie im Kreis. So wie auf den Bildern. Warum fühle ich mich so kraftlos? Weil ich alleine bin? Weil ich zu viel überlege? Wahrscheinlich, weil ich keine Tankstelle habe. Hole mir immer nur winzige Mengen an Treibstoff, an irgendwelchen selbsttherapierenden Tätigkeiten. Fühle mich dauernd müde. Irgendwie drifte ich so dahin. Kann ich nicht einmal wirklich so halbwegs zufrieden sein? Es ist eigentlich immer nur eine Kleinigkeit, die mich stark macht, um andere Dinge besser und leichter zu bewältigen. Doch diese minimalen Dinge sind nicht da. Muss sie immer selbst schaffen. Einen guten Kaffee trinken, Musik genießen, ruhig schlafen, .lächeln.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-06T23:51:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6030749/">
    <title>Intensivstation / (Not) the final curtain?</title>
    <link>http://bluesanne.twoday.net/stories/6030749/</link>
    <description>Es war nicht das erste Mal, dass ich zu einem Menschen, der mir sehr nahe steht, auf der Intensivstation besuchte. 1991 war mein Bruder, nach einem schweren Motorradunfall, in ein künstliches Koma versetzt worden. Ich war damals, jeden Tag auf der Station.  Er hat die schwere Zeit überstanden und ist heute wieder völlig gesund. Damals wie heute stellte sich mir nie die Frage, ob ich da hingehe oder  nicht. Ich habe keine Angst vor dem Tot, und allem was damit zusammenhängt. Mein Freund war am Sonntag nach akuten und anhaltenden Schmerzen von Niederösterreich nach Wien gebracht. Nach einer rasanten Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn sofort Not operiert. Er hatte einen Magendurchbruch. Er wurde in den künstlichen Tiefschlaf versetzt. Gestern als ich ihn mit meinem Süßen besucht habe, schlief er noch. Doch wir sind absolut davon überzeugt, dass er es schafft. Wir hatten während des Aufenthaltes bei ihm, das Gefühl, dass er wusste, dass wir bei ihm sind. Er ist im Leben immer schon ein starker Mann gewesen, er wird es auch diesmal sein. Abgesehen davon, akzeptieren wir kein Gehen! Er ist erst lächerliche 52 Jahre alt, auch wenn er mehr als so manch anderer Mensch auf dieser Welt erlebt und gelebt hat. Jetzt wo er sein Leben entspannt und sorgenfrei genießt, wird er einen Bühnenabgang, ganz tief in sich,  auch nicht wollen. Er wird auch nicht wollen, dass wir heulend vor dem Bett stehen. Das haben wir auch nicht getan. Sicherlich waren starke Emotionen da, aber total positiv. Posimistisch! Wir haben ihn etliche Gründe genannt, warum er so bald wie möglich zurück kommen muss. Der Arzt war äußerst nett und auch positiv eingestellt. Auch wenn es äußerst schlimm um ihn stand. Eines wird sein, der Weg wird ein langer und langsamer sein. Doch besser so, als gar keiner. Die ToDo-Liste für unseren lieben Freund, haben wir ans Ende seines Bettes gelegt. Wenn er aufwacht, wird er dann seine Verbindlichkeiten einlösen. Und wir freuen uns darauf. Wir haben Dich ganz lieb, und denken an Dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;i&gt;Der Vorhang ist noch lange nicht gefallen!&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Gedankensplitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T21:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6029353/">
    <title>Teil 19</title>
    <link>http://bluesanne.twoday.net/stories/6029353/</link>
    <description>&lt;i&gt;(W)Irrwege des Herzens&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02.01.1998 (01:30Uhr)&lt;br /&gt;
Das Heurige Jahr hat bereits mehr als 24 Stunden am Buckel. Der Jahreswechsel ging völlig anders vonstatten als ich eigentlich dachte. H. hat sich nicht gemeldet und ich habe auch des Öfteren versuch ihn zu erreichen. S. ist schon am 30.12. Nachmittag zu Oma gefahren und hat bis 01.01.1998 um 16 Uhr auch die Zeit dort verbracht. Am 30.12. habe ich eigentlich nur Wäsche gewaschen und Wohnung geputzt. Irgendwie habe ich gehofft, dass H. anruft. Blödsinn. Fängt das ganz Herz &amp; Schmerz Dilemma wieder von vorne an? Nein, das brauche ich wirklich nicht. Außerdem, glaube ich tief im Innersten ist sowieso nur ein Platz für Einen  R. Vielleicht kommen wir in einem anderen Leben irgendwie zusammen. Doch für momentan habe ich das mal innerlich mit mir so gedealt, dass eben zwei zum gemeinsam gehen gehören. Darum werde ich sicherlich in Zukunft in diese Richtung nicht bewusst arbeiten um das Ganze noch zu ändern. Der Silvester hat mir wieder mal gezeigt, dass es viel einfacher funktioniert planlos und ohne große Erwartungen etwas zu tun. Um 20:30 Uhr bin ich ins Krah gegangen. Habe mir Eiernockerl und ein Budweiser einverleibt. Am Tisch schräg gegenüber saßen vier Jungs. Wobei der eine davon mit mir Kontakt aufgenommen hat. O., 26 Jahre aus München. Jahreswechsel in Wien. Auf der Suche nach dem Wiener Schmäh. Er ist ganz einfach hingerissen vom Dialekt und den Leuten. Dürfte aber durch den hohen Alkoholgenuss  den er schon intus hat, etwas verstärkt worden sein. Erinnert mich irgendwie an meinen Aufenthalt in Innsbruck. Auf alle Fälle, verbringe ich den Jahreswechsel dann mit O., B. und T. in der First Floor Bar. Versnobt, Publikum zum Einschlafen. Versuche etwas Stimmung zu machen. Bestelle mir einen Tequila Sunrise. Das war dann auch schon das letzte alkoholische Getränk für diese Nacht. Wollte die Jungs zu einer Privatparty zu mir einladen. Es wird jedoch dann eine ziemlich zärtliche Zweipersonengesellschaft mit O. Hatte ihn einmal kurz gefragt, ob er gerne Briefe schreibt. Dachte mir eigentlich, dass ich von ihm eine Adresse bekomme. So um 5 Uhr bin ich in den absoluten Tiefschlaf verfallen, weil, warum? Merkte absolut nicht, dass er weg gegangen ist und hat mir seine Anschrift hinterlassen. Habe schon einen Brief verfasst. H. hat eine Nachricht mit Neujahrswünschen auf dem AB hinterlassen. Klingt ziemlich freundschaftlich und neutral. Mit der Ankündigung von postalischen und Dank für meinen netten Brief, schaut es so aus, als dürfte der Aufenthalt meiner Person in Innsbruck bei ihm nicht so einen Herz-Abdruck hinterlasse haben. Man (Frau) warte mal zukünftige Kontakte ab. Aber eine Antwort möchte ich schon. Und wenn es nur mit meiner Nikotinsucht zu tun hat, ist es schon o.k. Heute (1.1.1997) war M. + Kids bei mir. Fabrizierten in der Küchen einen Thunfischauflauf. Konnte aber bei den Kindern keine Begeisterung hervorrufen. Wir haben dann bei einem Cappuccino beschlossen, am Samstag meine Küche zu renovieren. Hat sie dringend nötig. Gründlichst putzen und ausmisten. Bisschen ausmalen und so. Therapie für uns und die Wohnung. Eine gewisse Revitalisierung intern und extern. Zur Vorwarnung zukünftiger Herzensangelegenheiten  mach was Neues, Anderes, Konträres. Sogenannte Beschäftigungstherapie. Gibt ja noch einen ganzen Haufen zu erledigen. Führerschein, Job, moneymäßig usw. Step by step. Und natürlich S. schulische und diverse Probleme zu verbessern. Etwas besser in den Griff kriegen, das Ganze. Auch wenn meine Seele mehr zu sagen hat, muss ich bisserl mehr auf dem Teppich bleiben. &lt;br /&gt;
Sa.17.01.1998&lt;br /&gt;
Fast 17 Uhr. Draußen ist es natürlich schon wieder dunkel. Eigentlich ist es in den letzten Wochen eigentlich egal, welche Tageszeit gerade ist, keine Spur von Sonne. Wie schaut´s bei mir aus? Nicht ganz so düster. Aber irgendwie geht nicht viel weiter. Gestern hatte ich nach langen wieder eine Motorradfahrstunde. War ziemlich nervös. Im Gegensatz zur PKW-Fahrstunde. Ging besser. Donnerstag habe ich my big Love in der Firma angerufen. Nettes Gespräch . Natürlich noch immer mit dem Herzklopfen und Kribbeln im Bauch; wird das einmal vorbei sein? Wünsche es mir eigentlich nicht. Es ist ein total gutes Gefühl, für einen anderen Menschen so zu empfinden. Habe in letzter Zeit relativ viele Bewerbungsschreiben abgeschickt. Die Resonanz ist ganz gut. Was mich in letzter Zeit, wieder einmal beschäftigt, ist eigentlich das Übliche. Kommunikation. Anrufe und Briefe, sehr spärlich. Sogar F., der mich im letzten vergangenen halben Jahr, regelrecht bombardiert hat, lässt von sich nichts hören. Der deutsche Boy dürfte mir eine falsche Adresse untergejubelt haben, weil mein abgeschickter Brief, kam wieder retour. H. wird von meinen beiden letzten Briefen leicht flach liegen-vor lauter shocking. Vergangenes Wochenende traf ich nach langen, wieder mal H. Freitag, plaudern und auf ein paar Getränke im Trendhotel beim DZ. War eigentlich recht unterhaltsam, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich merkte, dass er mehr will. Das wäre ja im Grunde genommen für mich nicht das größte Problem gewesen. Es ist mehr, wie er mit meiner offenen, ehrlichen Art umgeht. Das mit M. war angeblich ein Vorwand, an mich ran zukommen. So oder so, eine miese Art. Samstag, waren wir dann mit einigen Leuten aus dem Bier+Bier Billard spielen. Kam mir aber nach kürzester Zeit recht deplatziert vor. Woran es ganz genau gelegen hat, weiß ich nicht genau. Die eingeschworene Clique, ich neu? Egal, keine guten Feelings. H. ist außerdem immer fordernder geworden. Soll mehr lachen usw.Als ich dann gehen wollte, war er sauer. Ungut. Ich lasse mich nicht lenken. Auch wenn mich das wieder einen Bekannten gekostet hat, das ist es mir, besser gesagt, das bin ich mir schuldig und oder Wert. Werde sicher bei gewissen Dingen, die für mich gute Freunde ausmachen, keine großen Abstriche machen. Erwarte mir, das Wichtigste, Ehrlichkeit. Das wurde in diesem Fall, ziemlich missbraucht. Von Lügen habe ich genug. Und ich lebe ein ziemlich  nein ich denke  ein sehr ehrliches Leben. Und das möchte ich auch nicht ändern. Der gerade Weg ist für mich am Wichtigsten. Es wird einem nicht leicht gemacht, aber gekämpft, habe ich ja bisher schon immer. Herausforderung macht stark und animiert zum weiterleben. Bin auch gespannt, ob eine Reaktion von meinem Vater kommt. Glaube, schon mindestens 2 Jahre nicht direkt Kontakt gehabt zu haben Warum? I don´t know. Auch der kärgliche Rest der Familie hält nicht sehr viel von Kommunikation. Eigentlich bin immer ich diejenige, die den ersten Schritt macht. Es ist immer wieder erstaunlich wie fremd einem langjährig bekannte Leute eigentlich sind (oder werden?) Auf der anderen Seite ein Mensch, mit dem man nur ein kurzes Stück im Leben gemeinsam gegangen ist. Und dieser ist jener, wo ich ganz genau weiß und vor allem fühle, der Mittelpunkt in meinem Dasein zu sein. Es ist kein unerfüllter Traum. Es ist die Gewissheit, einen Menschen zu kennen, der absolut, für mich da ist. Auch wenn er physisch nicht da ist. Vielleicht gibt es mal ein kitschiges Happy End. I wüs garned wissen! Ich weiß, dass es R. gibt. Er für sich. Er für mich. Ich für ihn. Ich für mich.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
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    <title>Teil 18</title>
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    <description>&lt;i&gt;Eine (weitere) glühende Romanze!?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Di. 09.12.1997, 02:30 Uhr&lt;br /&gt;
Bin soeben von einem Besuch von H. nach Hause gekommen. Das Taxi hat genau soviel gekostet, wie von R. in Stadlau. Wundere mich immer wieder über die Tarife. Wuarscht. Wichtig war die Plauderei mit meiner ältesten Freundin. Ergebnis  im Grunde genommen keines. Weil, warum? Meine Gefühle kann mir sowieso niemand nehmen. Es tut einfach nur gut mit verschieden Leuten über ein Thema zu reden Gedankenaustausch. Das ist was ich ganz einfach immer wieder brauche. Abwechslung. Anderes Umfeld. Andere Leute. Gespräche. Obwohl, ein Gespräch mit R. kann mit hunderten anderen nicht aufgewogen werden. Dieses, ein solches Kleinod in meinem bescheidenen Dasein, hat vor ca. 24 Stunden geendet. Bin Mo. 08.12.1997 um 20 Uhr zu ihm gefahren. Wollte wissen, ob es möglich ist, dass er sich in die H. verliebt hat. Und auch, ob es richtig ist, dass er mich nicht liebt und auch nie geliebt und auch nie geliebt hat. Beides hat er verneint. Wollte es deswegen wissen, weil er sehr oft in meiner Gegenwart sehr abwesend und in Gedanken versunken da sitzt. Und weil er mich schon öfters noch ihr gefragt hatte. Er hat etwas, dass ihn beschäftigt, etwas was er selbst erst verarbeiten möchte, und ich bei Zeiten (Wann? -&#61664; überhaupt jemals) erfahren werde. Konnte genauso wenig für mich eine befriedigende Antwort auf andere Fragen bekommen. Wie z.B., was ich eigentlich für eine Rolle in seinem Leben spiele. Wie wichtig das eigentlich ist, ist die Frage. Sollte mich mit der Tatsache zufrieden geben, dass er mehr oder weniger immer für mich da ist. In jeder Hinsicht. Er weiß auch nicht, Zitat R.: Wann er sein unbewusst  bewusst absichtlich Verhalten (Schutzschild) mir gegenüber ablegen wird. Ich glaube, dass er ganz einfach das absolute Vertrauen zu einem Menschen verloren hat. Das er an das nicht mehr glaubt. Enttäuscht. Verletzt. Nicht aufgearbeitete Wunden in seinem Herzen. Die Tipps für mich, zur Bewältigung meiner derzeitigen Troubles von ihm sind auf jeden Fall ein großer Antrieb. Beruflich, Ärger mit S. und der Situation als Alleinerzieherin. Möchte eigentlich von der leidvollen Herzens- und Liebesangelegenheit von meiner Seite absolut nichts mehr reden. Mit niemand und schon gar nicht mit ihm. Es ist momentan sowieso so, wie es ist, o.k. Kann mich nicht andauernd in was verrennen, was wie ein riesiges Labyrinth, tausend Wege hat, und dauernd  gegen eine Mauer rennen. Habe sowieso schon eine angeknackste Seele. Gewisse Dinge brauchen eben einige Zeit, um zu verheilen. Auch wenn dann hin und wieder Wundschmerzen auftreten. Es gibt noch andere Prioritäten, die für ein glückliches Leben wichtig sind. Auch wenn Gefühle für mich das allerwichtigste überhaupt sind. Negative und Positive. Wobei man eigentlich aus den negativen immer mehr lernt oder herausholt. Weil sie ganz einfach einschneidender das Fortbewegen auf dieser Welt bestimmen. Sie zeigen einem in gewissen Situationen wo es lang geht. Momentan fällt mir wieder ein Satz von R. ein. Einer der mühsamen Erklärungen warum wir nicht zusammenbleiben. Habe ihn nicht mit meiner Liebe angesteckt? Was hat das zu bedeuten? Gestern hat er wieder gesagt, dass er sich, wenn er sich verliebt ist anders verhält. Was kann ein Mensch noch mehr geben, wie er, als das was ich von ihm erhalte (blödes Wort!). Vielleicht ist es irgendwie umgekehrt, er kann soviel Liebe wie ich ihm schenke und geben will, nicht aufnehmen. Aus welchen Grund auch immer. Zitat R: Zuviel Vanilleeis! Irgendwie nicht mehr fähig, das ganze zu erwidern. Egal. Wie gesagt, ich habe nicht mehr vor, über das alles noch irgendein Gespräch zu führen. Derzeit sinnlos und relativ unwesentlich für meine intensive und absolute Freundschaft zu ihm. Und das ist mir eigentlich wahnsinnig wichtig. Habe bis jetzt auch immer das geschafft und erreicht, was ich mir gewünscht habe. Wird auch jetzt so sein. Auf der einen Seite, weiß ich wie ehrlich und aufrichtig R. mir gegenüber ist, doch im Gegensatz dazu sind meine tiefsten innersten Gefühle, die mir ganz einfach sagen, dass es viel mehr als nur Freundschaft ist. Seiner Meinung nach habe ich mich halt getäuscht. Schwachsinn. Er kann sich ja genauso getäuscht haben. Wuarscht. Der Kurti beendet soeben seinen Besuch im Espresso Rosi, und ich beende meine Lebensweisheiten und versuche ein paar Stunden zu schlafen. Eines Tages geht der berühmte Knopf auf oder das Licht geht an oder der große Aha-Effekt tritt ein, und jede gestellte Frage, hat und bekommt die passende Antwort.&lt;br /&gt;
18.12.1997&lt;br /&gt;
Innsbruck. Konditorei Katzung. Warte auf H. Hat einige Dinge zu erledigen. Bisschen gestresst der Junge momentan. Umzug. Besuch. Noch dazu ein Mädel. Gestern um 18:45 Uhr in Innsbruck gelandet. H. holt mich mit dem Lastler ab. Fahren in die alte Wohnung. Heute werden wir die Kisten mit seinem Krimskrams vollstopfen. Gestern Abend waren wir bei Papa Joe Essen. Lustiges, ausgefallenes Lokal. Riesenkartoffel gegessen. Besser gesagt, gelutscht. Heute noch ein wenig Probleme mit meinen neuen Zähnen. Etwas gewöhnungsbedürftig die edlen und teuren Stücke. Jetzt workt der Junge wild in seinen Reich herum und räumt alles schön in die Kartons. Heute hat er italienisch gekocht. Gut, gut. Habe jetzt ein paar Gläschen Rotwein intus inklusive zwei Metaxa bei G. der Fotografin. Von da, sind wir vor kurzen gekommen. Eine ehemalige Arbeitsstätte von H. Haben dort Defuserfolie geholt. Die verwendet er für seine Fenster als Vorhänge. Ich glaube ein kleines Schwippserl habe ich jetzt schon. Schlimm. Was geht mir durch den Kopf? Außer der Kurti, der im Hintergrund jodelt. Warum sind gewisse maskuline Körper so verführerisch? Einfach zum Vernaschen. Sofort, gleich, jetzt. Forget it. Reis di zsam. Wia da Willy so schön sagt. Aus es reicht. In der Konditorei habe ich unzählige Ansichtskarten mit Glückwünschen versehen, geschrieben. Eine natürlich an meinen Herzschmerz. Eine ganz ausgefallene Karte in Form einer femininen Hin..- Heck  Ansicht mit Klettermontur ohne Kleidung und mit Tiroler Filzhut. Übrigends H. konnte es auch nicht lassen, beim Palmers die Poster zu erwerben. Vorne, Hintern. Nun ja, meiner chronischen Infektionskrankheit habe ich relativ neutrale Dinge gepatzt, weil, warum? Torte  bodschad  das ist meine persönliche Note. &lt;br /&gt;
Mo.22.12.1997&lt;br /&gt;
10:15 Uhr, H. ist in der Garsoniere sauber machen und ausmalen. So wie es aussieht fahre ich heute wieder ostwärts. Die knappe Woche hier in Innsbruck war auf einen Nenner gebracht glühend. Was die Altstadtbeleuchtung jetzt kurz vor Weihnachten betrifft. Die unzähligen Häferl an Glühwein. Und die heißen Aktionen was die Befriedigung anderer Sinne betrifft. Einmal Kino. Einmal ein Ausflug auf den Berg Isel zur Sprungschanze. Ein Ausflug nach Wattens in die Erlebniswelt von der Firma Swarovsky. War teilweise recht beeindruckend. Eine Jause in Hall bei einer Konditorei. Altstadt  Glühwein  Kiachl mit Sauerkraut oder Preiselbeeren. Witzige und rech anregende Gespräche mit einem wirklich reizenden Gastgeber. Dieser jener aber (leider) etwas schüchtern ist. Irgendwie süß in seinem Alter (31 Jahre). Gewisse Dinge machen ihn recht verlegen und unsicher. Aber mit einer gewissen Raffinesse und weiblichen Charme kann auch das überwunden werden. Ohne ihn überrumpeln zu wollen. Aber das zu bekommen, was ich so wahnsinnig gerne habe. Physische und psychische Vereinigung. Eine Koalition von Zärtlichkeit, Wohlbehagen, Vertrautheit, ganz einfach positive Gefühle erlangen. Das neue Heim von H. ist beeindruckend. Eine Wohnung mit 4 Zimmern, ein riesen Bad mit einer Zweipersonenbadewanne, Duschkabine, Doppelwaschbecken. Balkon. Große Küche. Diese Räumlichkeiten wird H. vermieten. Sein Wohnbereich ist derzeit noch eine Baustelle. Aber einiges ist schon ab zusehen. Z.b. das Wohnzimmer mit einem Kachelofen. Ich denke, dass die Gesamtfläche der Wohnräume ca. 200 m² beträgt. Toll. O.k. Der Umzug war am Samstag. Ungefähr vier LKW-Ladungen voll. Mit einigen Kollegen von H. ganz gut gelaufen. Nachmittag gab es Lasagne die A., eine Freundin von H. gekocht hat. Als alle gegangen sind, waren wir beide ziemlich geschlaucht. Ein wirklich entspannendes Vollbad in der Eckbadewanne war genau das Richtige. Waren dann im Kino. James Bond Film angesehen. Typischer 007 Ablauf. Zeitweise fast eingeschlafen. Gleich nach dem Kino ins Bett gefallen. Sonntag, ausgiebigst gefrühstückt. Nachher in Wattens und Hall. Wiegesagt wieder glühen in der Altstadt. Dieses heiße Wintergetränk regt einige Sinne besonders an. Ich denke, dass es nicht nur mir so gegangen ist. Weil H. hat einige Hemmungen etwas abgelegt. Auf alle Fälle kann ich mich, was die Potenz betrifft nicht beklagen. Es geht eigentlich weniger um Sex, als um gewisse Streicheleinheiten und eine Spannung und Anspannung. Eine Art Spielchen das erst den gewissen Reiz an der Sache ausmacht. Der Touch des Glühens und Anheizens von Sinnen und das wecken von Reizen und Gefühlen. Jede Phase der Situation genießen und auskosten. Naschen und vernaschen. Sich fallen lassen und das Gehirn ausschalten. Den Körper intensivst zu spüren. Neues entdecken. Spannung und Entspannung. Jetzt wo ich das alles so detailliert aufschreibe, denke ich mir, was ist das eigentlich? Leidenschaft, Egoismus, Geilheit, Liebe, Verliebtheit??  ausgehungert. Es ist soweit. Sitze im Zug Josef Mohr nach Wien. Der Abschied war nicht leicht. Ich weiß nicht, wie es H. geht. Wenn ich mich wo und bei wem wohl fühle, klammere ich sofort und das Loslassen fällt sehr schwer. Kann halt nicht aus meiner Haut raus. Brauche gute Feelings und Vibrations. Das habe ich in den letzen 5 Tagen gespürt. Der heutige Nachmittag war ganz nach meinem Geschmack. Rasante aber souveräne Autofahrt nach Schwaz. Aurachersee tief im Nebel verborgen. Ein paar Patzer Schnee hie und da. Die Strecke kurvenreich und bergig. Und wildromantisch düster. Absolut gute Musik aus der Pioneer-Anlage des roten Nissan Cherry. Sonst stille zärtliche Ruhe. Unsere Hände berühren und streicheln einander sanft. Irgendwie schüchtern und zurückhaltend wie bei jungverliebten Teenagern. Seltsam. Aber total romantisch bis kitschig. Mich würde schon glühend interessieren, was in ihm vorgeht. In einem gemütlichen Stüberl kaufen wir 2 gleiche Ansichtskarten. Er schreibt mir eine. Geheim. Wirft sie unterwegs in ein Postkastl, das gleich ausgeleert wird. Meine habe ich vorhin hier im Zug geschrieben. Bin schon neugierig was er so geschrieben hat. Der für sein Alter relativ schüchterne und gehemmte Tiroler. Irgendwie reizvoll. Auf der anderen Seite kann er einem (in dem Fall mich) ganz schön lenken und in den Griff kriegen. Z.b. das Rauchen wurde Zeitweise sehr dezimiert. Bewusst, unbewusst? I don´t know. Is wuascht. War manchmal einfacher, als ich dachte. Habe 2 CDs geschenkt bekommen. Ganz tolle Gitarrenmusik Paul F. Cowlan. Werde in Wien etwas Nettes und das vom Herzen kommt überlegen, bezüglich Weihnachtsgeschenk. Obwohl ich eigentlich weiß, dass mich meine Gefühle nicht täuschen, sollte ich das Ganze wieder etwas rationaler betrachten. Aber dort wo die Liebe?! Hinfällt gibt es keinen Platz für solche Überlegungen. Doch etwas lockerer sollte ich das Ganze schon sehen, sonst schlittere ich wieder in die Tiefen des Liebeskummers. Das wäre nicht so gut. Muss schön langsam an meine finanzielle Lage denken. Hauptsächlich wegen S. Außerdem muss ich endlich mein rosa Papierl schaffen.&lt;br /&gt;
Do.25.12.1997&lt;br /&gt;
19:15 Uhr. S. ist bei Oma. Kurti groovt sich in der leicht desolaten Anlage weg. Gestern, am Heiligen Abend kleine Bescherung für S. gemacht. Ab 19:30 Uhr bei M. Haben beschlossen, los zu ziehen. Um 22 Uhr in die City abgerauscht. Station Nummer Eins, Krah. Treffe dort P. aus Kärnten, Zigarre, Zauberlehrling. Anschließend landen wir im Kaktus. Tolle Stimmung dort. Um 01:30 Uhr kann ich nicht mehr stehen, außerdem hat M. maskulinen Anhang gefunden. Fahre mit Nachtbus nach Hause. R. steht vor der Tür. Ignoriert. Auf meinem AB spricht R. zu mir:Wünsche auch fröhliche Weihnachten und so! Weil mir halt gerade so ist, rufe ich ihn gleich an. War schon in der Heia. Reaktion dezimiert aber sehr freundlich. Am Dienstag, Mittwoch ca. 1 Uhr ruft H. an. Berichtet von seinen Aktionen und das er schon etwas Ordnung in sein Übersiedlungschaos gebracht hat. Die Karte ist auch schon eingelangt. Weiß nicht, ober auch ein gewisses Feeling bei mir fühlt? Bin gespannt, ob eine Reaktion auf meinen Geständnisbrief kommt. Muss das abchecken. Vorerst, will ich aber noch sehen, wie das ist, wenn ich wieder in R. Nähe bin. Glaube das wird Einiges in mir klären. Oder? I shall see!&lt;br /&gt;
So.28.12.1997&lt;br /&gt;
20 Uhr, Kerzen, gedämpftes Licht. Sanfte Musik vom Pauli. Memories from Innsbruck. Gestern war ich von 20:00  00:00 Uhr bei R. Er bekommt von mir den zweiten Vornamen Gähn. War wieder mal die letzten Tage unterwegs. Am 24.12. sogar nur ein paar Häuser weiter in der City. Wir haben uns über alles Mögliche unterhalten. Ihn beschäftigt momentan auch eine Herzensangelegenheit. Irgendwie klingt bei ihm durch, dass er irgendwie nicht mehr in der Lage ist, an sowas zu glauben. Die Kälte und Ungewissheit ihn bremsen, die volle Power, die man(Frau) meistens in so einer Situation eingesetzt wird. Kann es sein, dass es bei mir nicht anders war? Auf alle Fälle, hat er eine riesen Freude über die H.D.-CD. Fragt mehrmals, warum ich das tue. Meiner Meinung ist diese Frage überflüssig. Wie er so von seiner neuen Herzdame erzählt, meint er, ob ich eigentlich der richtige Ansprechpartner bin. Habe damit eigentlich kein Problem. Es ist so, wie es unter Freunden sein soll. Außerdem kann ich durch solche Dinge vielleicht immer mehr begreifen, was zwischen uns, einmal war, oder vielleicht noch ist. Ich glaube, ganz tief in uns drin ist was, was uns irrsinnig fest verbindet. Derzeit wäre es aber sicher sinnlos daran herum zuarbeiten oder das Ganze noch mehr zu zerreden. Drum gibt es an diesem Abend eigentlich über das, kein Gesprächsthema. Ich glaube, das hätte diesen Abend nicht so erleichtert und unbeschwert für mich und ich denke auch für ihn gemacht. Mitternacht. Rausschmieß  offiziell. Für mich mit ganz wenig Wehmut und Enttäuschung akzeptiert. Im Großen und Ganzen haben wir die paar Stunden gezeigt, dass es sicherlich noch einige Zeit dauern wird, bis sich alles irgendwie abklärt. Vielleicht geht es bei uns Zwei gar nicht anders, als so verworren und verschwommen. Natürlich hat es für meine neue Herzensangelegenheit nicht unbedingt was Neues gebracht. Weil, warum? Brauche ein Konter auf meine Briefe. Am 27.12., habe ich H. eine zweite Musikkassette produziert. 50 % Kurti 50 % Hardrock. Ein kleines Brieferl dazu und mit winzigen Herzerl in verbaler Form. Nur nicht zu viel. Ich glaube, das wollen die Männer nicht, wenn man sie überrollt. Denke, dass er Anfang nächster Woche alles erhält. Jetzt ist es kurz vor 21 Uhr, sanfte Strings von Ratzenbeck Peter umhüllen mein zerrissenes Herz. Doch irgendwie tut es gut so da zu sitzen alleine mit sich selbst auseinandersetzend. So wie der weise Spruch: Jeder ist sich selbst der Nächste. Eines wäre wunderschön, wenn H. zu Silvester kommen würde, und wir wieder ein paar sanfte Stunden miteinander verbringen könnten. R. muss über Jahreswechsel nach Annaberg hackeln. Außerdem glaube ich nicht, dass er mit mir diese Nacht verbracht hätte. Momentan habe ich konkret nichts geplant. H. hat vorgeschlagen, etwas gemeinsam zu unternehmen. Weiß nicht so recht. Ich denke, werde kann spontan, was unternehmen. S. ist voraussichtlich bei Oma knallen.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
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    <title>Kommen um zu Bleiben...</title>
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    <description>Seit gestern weiß ich, dass ein naher Freund, einer meiner 5 Freunde, auf der Intensivstation liegt. Er ist erst 52 Jahre alt. Er hat nach vielen Tiefschlägen in seinem Leben, in den letzten Jahren endlich wieder Gefallen und Freude am Leben bekommen. Und jetzt, das! Einerseits ein Schock, andererseits irgendwie absehbar. Jedoch eine massive Belastung für alle Beteiligten. Das Bangen in den kommenden Tagen, Wochen...wird das Schlimmste sein. Wir sind alle bei Dir, mein lieber Freund - sei stark!</description>
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    <dc:subject>Gedankensplitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
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    <title>Teil 17</title>
    <link>http://bluesanne.twoday.net/stories/6025797/</link>
    <description>Mi.03.12.1997&lt;br /&gt;
Ca. 02:40 Uhr oder so. Liege schon wieder mal eine Stunde absolut wach im Bett. Radio läuft. Frage mich schön langsam, woher diese Schlafstörungen kommen. Ist es schon das Alter?; wo man angeblich weniger Schlaf braucht. Sind es die Dinge, die andauernd in meinem Kopf herumgeistern. Die kleinen und großen Sorgen und Problemgespenster, die in meinem Kopf für Verwirrung sorgen. Gestern hatte ich wieder einmal ein langes Telefongespräch mit meinem Allerliebsten. Es ist jedesmal das Selbe. Jammer und heule ihn von meinem Liebeskummer vor. Er hört sich das jedesmal an. Bewundernswert. Eigentlich sollte er den Trost &amp; Rat Preis in Platin bekommen. Es ist irgendwie seltsam. Allen Leuten, die ich sonst kenne, erteile ich immer T&amp;R-Spenden. Nur bei R. verfalle ich immer in eine hoffnungslose sentimentale und etwas extreme negative Phase. Warum? Diese Frage gilt es eigentlich gar nicht wirklich zu beantworten, sondern eigentlich das Ganze einfach zu ändern. Ihn ganz einfach und simpel etwas neutraler zu betrachten. Nicht als übermächtige unerreichte Liebe. Als non plus Ultra für mein Leben. Soll man so eine Person geistig und im Herzen degradieren? Ist das nicht unfair? Versuchen die negativen (Gitarren)Saiten in den Vordergrund zu stellen? Als Schutzschild sozusagen für meine intensiven unwiderruflichen Gefühle ihn gegenüber. Sozusagen eine kontrollierte Sucht schaffen. Wie er sagt, Gefühle unter Kontrolle zu haben. Einsperren und vielleicht wieder einmal für wen Anderen frei lassen. Gefühle unter Kontrolle. Klingt grausam. Positive Feelings hinter Gitter. Aber eigentlich übermittle ich immer Negative. Also ist es doch eine Möglichkeit. Das hat man davon, wenn man so viele Gehirnzellen in Betrieb setzt. Wird schon alles dazu gehören, um die ungelöste Frage nach dem Sinn zu ergründen. Das Telefonat hat aber im Nachhinein betrachtet, wahnsinnig gut getan. Bin gespannt, ob der vereinbarte Treff am Freitag klappt. Wollen uns Blutrausch  OBK  Krimi im Kino anschauen. Heute hat H. angerufen, und nach der Lage gefragt. Bezüglich Anreise nach Innsbruck. Er ist momentan voll im Umbruch und Übersiedeln. Der Generalumzug soll in der Zeit vollzogen werden, wenn ich komme. Nundenn. Pack mas H. F. ruft nach wie vor täglich an. Donnerstag wird er dann wird er dann bei mir eintrudeln. Zwecks gemeinsamen Besuch des Cocker Pepi in der Stadthalle. Heute, hoffe ich, dass endlich mein Zahnarzttermin klappt. Das heißt, in paar Stunden relativ munter zu sein, und nicht wieder zu verschlafen, wie vergangene Woche. Werde doch versuchen noch etwas meine Augen schließen und etwas zu schlafen. Gehirn aus. Wo ist der Schalter? &lt;br /&gt;
Sa. 06.12.1997&lt;br /&gt;
23 Uhr Habe heute was Seltsames erfahren. Kann es möglich sein, dass R. in eine Freundin von mir verliebt ist? Kann das einer der Gründe sein, dass wir uns getrennt haben? Glaube nicht, dass er mich belügt. Habe mich doch schon etwas gewundert, dass er mich schon paarmal nach H. gefragt hat. So wie heute. Kann es sein, dass meine maßlose Liebe blind gemacht hat? Oder sind das wieder nur böse Vermutungen. Wenn es so ist, dass er sich in H. verliebt hat, kann ich eigentlich nichts dagegen tun. Will es aber genau wissen. Ich glaube, dann kann ich meine freundschaftliche Basis zu R. endgültig erlangen. Ich weiß zwar nicht wie weh es tut, wenn ich die Wahrheit darüber erfahre, aber ich brauche Klarheit. Alles andere kommt für mich eigentlich nur sehr schwer in Frage. Wie schon so oft festgestellt, auf jede sinnlose Aktion gibt es irgendwann eine sinnvolle Erklärung. Weiß noch genau, wie ich mich am Oldieabend (03.05.1997) gefühlt habe. Besoffen, zerfressen von Kummer und negativen vibrations. M. hat mir heute gesagt, was H. gesagt hat und warum sie ziemlich bald gegangen ist. Es war voll o.k. was sie getan hat. Seltsam ist eigentlich nur, dass ich sie seitdem nicht mehr gesehen habe. Es ist aber auch seltsam, dass ich seit 12. Oktober wieder relativ regelmäßig Kontakt mit R. habe. Sollte ich mir darüber wieder unnötig den Kopf zerbrechen? Nachdem ich wieder einmal das Gefühl nicht los werde, das R. mich doch irgendwie für irgendwas (ge)braucht. Am Freitag, nachdem F. angereist ist, ruft R. um 15 Uhr an. Machen uns wie vereinbart, Treffpunkt für Kinobesuch aus. 18:15 Uhr Kagran. Schauen uns im ältesten Kino von Wien (Erika, 7., Kaiserstrasse) Blutrausch mit OBK an. War ganz witzig. Hat direkt ein schauspielerisches Talent der W. Um 21 Uhr ist der Film aus. R. schlägt noch einen Bierbesuch im Krah vor. Nach drei Bier machen wir dort einen Abgang. Um 23:30 Uhr in Kagran entschließe ich mich wieder einmal mit ihm nach Hause zu fahren. Habe das eigentlich nicht geplant gehabt, aber war ganz gut drauf (keine sentimentale Sehnsuchtsstimmung). Verhalte mich bei ihm recht anständig und mache keine Annäherungsversuche. Trinke ein Gläschen von dem Whisky, den ich ihm im Sommer geschenkt habe. Hat gewisse Auswirkungen. Positive. Bin gut gelaunt. Frage R., warum man (Frau) sich zum schlafen gehen immer ausziehen muss. Mühsam und etwas wackelig entblättere ich mich. Das hat bei R. irgendwie wieder mal gewisse Gefühle ausgelöst. Wenn ich mich so recht entsinne, hat er mich zum Sex animiert. Mit dem Satz, das ich jetzt dann wieder z Monate daran zu kiefeln hätte. Bekomme jetzt bald meine Zähne. Ist also kein Problem. Über die Bettszenerie brauche ich nicht viel zu sagen. So wie immer. Fantastic. Am Sa.06.12.1997 um ca. 09:00 Uhr mit großen Frühstück verwöhnt worden. Nach dem Frühstück hatte ich eigentlich vor, relativ bald zu gehen. Es (im wahrsten Sinne des Wortes) kann was dazwischen. Habe eigentlich wieder nicht in irgendeiner Weise anzudeuten versucht, dass ich mich irgendwie körperlich nähern will. Aber plötzlich (so war es) schnappt er mich. Mit den Worten, das es unfair ist, dass ich ihn so geil mache, beginnt ein weiterer Akt im Bereich sexueller Wollust. Ohne irgendeinen Gedanken an Bedeutung dieser Aktion genieße ich es in jeder Hinsicht voll. R. ist meiner Meinung nach, anschließend recht ruhig und nachdenklich. Mit einem nicht definierbaren (verträumt?) Blick auf sein neues Bild, versuche ich aus seiner sinnierenden Stimmung wach zu rütteln. Die Frage nach H, war vorher. Wir bereden noch unsere Termine der kommenden Tage. Kommt mir auch irgendwie seltsam (blödes Wort) vor. Sagt er es, um mich darauf hin zuweisen, dass er dann in dieser Zeit nicht für mich zur Verfügung steht oder ganz einfach nur so? Ist es eigentlich noch irgendeinen Gedanken Wert sowas zu überlegen? Kommt die Antwort nicht sowieso eines Tages? Trotzdem ist alles so eigenartig. Ich versuche mich von ihm irgendwie physisch und seelisch zu lösen, und er sendet gewisse konträre Signale aus. Wenn ich nicht so absolut von meinen tiefsten Feelings überzeugt wäre, müsste ich mir nicht noch länger über seine Handlungen und Worte Gedanken machen. Drum muss ich das mit H. abklären. Auf eine direkte und saubere Art. Das Weggehen von R. um ca. 14 Uhr war eigentlich unbeschwert. Irgendwie mit einem Gefühlt der Sicherheit. Die Sicherheit, dass ich irgendwas habe, was er braucht. Heute habe ich festgestellt, dass es für mich eigentlich klar ist, dass ich den Rest meines Lebens (noch mindestens 50 Jahre) Kontakt mit ihm haben werde. Als gegenseitiger Trost und Rat  Spender? Als Sexpartner? Oder sonst was? Jetzt ist es bereits fast 1 Uhr. Beende die laut R. unnötigen Gedanken und schmeiß mich in mein großes Bett. S., D. und M. sitzen noch immer vor dem PC. Hoffe die gehen bald schlafen. Ich für meinen Teil, habe genug. Mit einem glücklichen Gedanken an meine Liebe und einen französischen Ye´taime schließe ich das heutige Kapitel auf der unendlichen Reise auf der Suche nach einen gewissen Sinn des Lebens.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6024094/">
    <title>Teil 16</title>
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    <description>So.16.11.1997&lt;br /&gt;
Düster. Draußen, wenn ich bei uns aus dem Fenster blicke. Regen, stark bewölkt. Düster auch in meinem Schädel. Zwei lange Nächte, kaum geschlafen. Etwas Kopfweh. Sentimentale Love-Songs im CD-Player (glaub der geht schön langsam ein). R. hat S. abgeholt. Sitze bei kleiner Beleuchtung in meinem Wohnzimmer büffle für die morgige Führerscheinprüfung. Muss was tun, um meine Stimmung zu verbessern. Think positiv! Kopf hoch, Bauch rein, Brust raus. Lass Sonne in dein Herzen oder sowas Ähnliches. Freitag, ca. dreiviertel Zehn am Abend, sitze beim PC, meine Plattensammlungverwaltung bearbeitet. Telefon; R; mein R. Überrascht, erfreut reagiere ich auf diesen Anruf. Vorerst lässt er einen ganzen Schwall an Beschwerden auf mich los. Warum ich mich nicht rühre. So wie sich das bei guten Freunden gehört. Und warum er immer anrufen muss. Verblüfft versuche ich eine plausible Erklärung zu finden. Beginnend bei Selbstschutz mir gegenüber, Stress, wegen seiner Reaktionen usw. Haber das starke Gefühl, er braucht mich irgendwie. Das was ich in der letzten Zeit mühsamst versucht habe ab zubauen, die Sehnsucht, das Verlangen, die Abhängigkeit von ihm, verschwindet innerhalb kürzester Zeit. Die absolute infektiöse chronische romanöse Stimmung tritt akut wieder in meinem Herzen auf. Dieses unwiderstehliche Gefühl  ihn bei mir ganz nah zu haben. Fahre natürlich des Nächtens rüber. Es ist so ein absolut wohltuendes Gefühl in seiner Nähe zu sein. Is wuascht, was wir tun. Reden, Fernsehen (an diesem Abend: Lukas Resetarits), sitzen und Musik genießen. Er hat schon drei lange schlaflose Nächte hinter sich  Vollmond. Er will von mir hören, was er für mich bedeutet. Da, dass wahnsinnig schwer ist, in Worte zu fassen, erkläre ich es mathematisch. Besitze 90 % von dem, was ich brauche um glücklich zu sein. Er ist aber 100 % von dem, was ich mir wünsche. Somit fehlen eigentlich theoretisch rein rechnerisch 10 % zu meinem absoluten Glück. Ich weiß nicht, ob er es verstanden hat. Vielleicht verstehe ich selbst nicht ganz. Ist wahrscheinlich die innere Mauer, die in mir aufgebaut habe, um in meinem Liebeskummer nicht zu ersaufen. Trotzdem; sagt mir ganz tief (wer weiß wo?) in mir drin etwas, dass wir zusammen gehören. Wahrscheinlich hat er zu seiner innerlich aufgebauten Mauer noch einen Stacheldraht Drumherum. Als Schutz vor zu tiefen Gefühlen oder sowas. Weiß nicht. Weiß er selbst wahrscheinlich nicht. Egal. Es ist gut so, wie es jetzt ist. Er hat auf alle Fälle, keine Abwehrmaßnahmen gegen meine Zärtlichkeitsanfälle getroffen. Ich kann nicht anders, wenn er in meiner Nähe ist. Anlehnen, kuscheln, halten, berühren, streicheln, küssen, es ist unwiderstehlich in seiner Nähe. Und ich glaube, es geht ihn auch ganz gut dabei. Kann mir nicht vorstellen, dass er das nicht braucht. Mit ihm Sex zu haben, ist ganz einfach was Besonderes. Ich liebe seinen Körper. Es ist schön manche Stellen, die besonders reizempfindlich sind, zu kennen. Ich liebe seinen Geruch, ich liebe wie er schmeckt. Um das ganze auf einen Punkt zu bringen, es kriegen alle meine (6) Sinne alles was sie so brauchen. Jeder wird zufrieden gestellt. Samstag, 15.11.1997 (1 Jahr danach), Kaffee, gute Musik. Gute Feelings, gute Worte. Und sein Gitarrenspiel. Was will ich noch mehr?&lt;br /&gt;
Dienstag, 25.11.1997&lt;br /&gt;
18:30 Uhr Herzzerreißende Musik im Player. Finsternis. Wenn man zum Fenster hinaus blickt, denkt man ein großes schwarzes Loch starrt einen an. Düster auch wieder in mir drin. Ursachen. Derlei mehrere, wenn ich es genau betrachte. Ausschlaggebend war sicherlich der Streit mit S. Gewisse Verhaltensweisen sind eindeutig seinem Vater zu zuschreiben. Wieder ein Jahrestag. Diesmal ein negativer. Die Schläge von diesen jenen Vater meines Sohnes. Hatte aber an diesem Abend jedoch im Gegensatz zu heute offene Arme und Ohren. Trost, Geborgenheit, Zärtlichkeit  alles was man in so einer Situation braucht. Heute kann ich meinen Kummer oder Frust nur dem Papier anvertrauen. Der Musik zum Weinen hingeben. Tränen fließen lassen, ohne einen, der sie abwischt und dann küsst und an sich drückt. Drängt sich wieder einmal die unsinnige und immer wiederkehrende Bumerangfrage auf: Warum? R. Ich brauche dich so. Die Sehnsucht nach deiner Nähe ist ungebändigt in mir wie ein gesperrtes Raubtier im Zoo. Sei zufrieden mit dem was du hast. Blöder Spruch. Eines kann das Andere nicht ersetzen. Die Freiheit um alles tun zu können, was man will, ersetzt nicht die Einsamkeit in meinem Herz. Das ist höchstens eine schwache Ersatzdroge. Ein Placebo zum Vorspielen einer Heilung der Seelenschmerzen. Auch drei Nächte mit OBK und Band könne das alles nicht heilen. Höchstens lindern, wie eine Schmerztablette. Und das auch nur eine gewisse Zeitspanne. Der Schmerz bricht wieder aus. Wie schon sooft notier, hoffnungslos romanös und chronisch infiziert. Ein Virus der ganz tief in mir drin immer drauf wartet, um mich zu verletzen. Mich zu quälen. Winzige Kleinigkeiten würden ihn, den hartnäckigen Bazillus schon bekämpfen. Ein paar Worte, ein Blick eine Berührung von meiner unerwiderten (?) Liebe. Das Eigenartige dabei ist, wenn ich jetzt z.B. den Mut hätte, ihn anzurufen, es würde noch schlimmer werden. Warum? Weiß es nicht. Weil wieder nicht alle meine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Die letzten drei Nächte waren wieder ein Megaereignis auf dem Gebiet Live-Event. Sa, Vindobona 20  23:30 Uhr. Wieder einige bekannte Gesichter getroffen. An diesem Abend mit den Öffis heimwärts gefahren. M. schläft bei S. Seit Donnerstag haben wir über 30 neue Fernsehprogramme (Kabel-TV) Manchmal gibt es da auch wieder was Sehenswertes für mich. Samstag, Vindobona. Treffe F.J. Das Konzert ist wieder fabolous. Ein paar alte Mitglieder der Chefpartie gastieren auch auf der Bühne. Edi J.  Schlagzeug, Willy B.  Gitarre, Karl Key  - Tischgitarre, Josef Havlicek (Gitarre). Nach dem Konzert, gibt es gegenüber im Shelter noch eine Party. W. und. G.B. legen Platten auf. Gute Musik. Willy DeVille, Rolling Stones usw. Es wird viel getanzt und natürlich gesoffen. Habe mich mit einigen der Musiker unterhalten. Um 3 Uhr habe ich dann aber eigentlich genug. Fahre mit F.J. mit dem Taxi nach Hause. Er übernachtet bei mir. Montag, Vindobona 20  23:05. Wieder ganz vorne. Viele bisweilen bekannte Gesichter getroffen. S., M., F., T., H. Nach dem musikalischen Hochgenuss, gibt es wieder ein Apres im Vindobona. T. aus Reutte kennengelernt. Gut unterhalten. Auch nette Gespräche mit G.B. geführt. Ich denke, es war so 3 oder 4 Uhr Aufbruch. F.J. geht noch ins Shelter. T. und ich wandern zum Schwedenplatz. Auf dem Weg dorthin, sehen wir noch S, R. u. W. bei der Prindl frühstücken. Auch ein Überstar muss mal was Essen. Nachtbus ist keiner mehr gefahren. Somit haben T. (der zweite Tiroler den ich nun kenne) und ich auf die erste U-Bahn gewartet. Über Kabarett, Filme und Musik unterhalten. Um ca. 6 Uhr zu Hause. F.J. ist dann um ca. 9 Uhr aufgekreuzt. Nachmittag ist er um ca. 17 Uhr in die Heimat abgefahren. Der Streit m. S. war vorher. Er wollte absolut nicht einkaufen. Habe dann M. geschickt. Jetzt ist es bereits 21:30 Uhr und ich werde ein bisschen Hausfrau spielen und bügeln. Ein bisschen wohler fühle ich mich nach der Schreiberei schon. Aber in den Armen, den Kopf an die Schulter oder auf die Brust gelegt und festgehalten von R. wäre besser. Genug, bevor meine Tränen das ganze Geschreibe zerfließt. Produziere mir jetzt mal einen Kaffee. Morgen muss ich eh´ schon um 8 Uhr weg.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6022393/">
    <title>Teil 15</title>
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    <description>Do.16.10.1997&lt;br /&gt;
335 Tage! Ist es her, dass ich mich total verliebt habe. Absolut. Ich bin´s noch immer. Noch immer in denselben, meinen R. Unvorstellbar. Wenn man bedenkt, was dazwischen schon geschehen ist. Eine Kneippkur im wahrsten Sinne des Wortes. Einige neue Freunde sind da. Schön. Einige neue sexuelle Erfahrungen erlebt. Auch gut, Aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass R. der einzig Wahre für mich ist. Warum? Erklärung in Worten unmöglich. Mein Herz spricht. Am Sonntag ruft er mich um ca. 21 Uhr an. Klingt irrsinnig high. Wir schäkern wie früher herum. Kommen irgendwie auf das Thema Bett. Plötzlich ist er ziemlich direkt und fragt mit seiner typisch romanösen Art an, ob ich jetzt sofort und auf der Stelle Zeit hätte. Sage sofort zu. So schnell ich kann (Taxi) bin ich bei ihm. Das Gefühl ihm wieder so nah zu sein, ist eigenartig. Es ist verwirrend. Ich fühle aber ganz stark, dass er es braucht. Nach Erklärungen warum und wieso gerade jetzt, frage ich nicht in diesen Momenten. Es ist unbeschreiblich angenehm und irgendwie eine Art Heimkehr. Auf der anderen Seite bin ich leicht verunsichert. Aber nicht sehr lange. Weil, warum? Er überfährt mich mit seinem unwiderstehlichen Charme. Fühle mich aber nicht überrumpelt, weil ich es selbst wahnsinnig genieße. Ob, das Ganze jetzt ein Schritt vor oder zwei Schritte zurück waren, steht in den Sternen (oder im Vollmond, den haben wir heute). Auch nach dem gestrigen Gespräch (Essen beim Hillinger) ist nichts ausgeschlossen und nichts klar. Nur eines von meiner Seite. R.I.L.D. Verhaltensmaßregeln in so einer Situation auf zustellen wären sinnlos. Gefühlsmäßig so wie ich denke und handle ist auch nicht so leicht. Da müsste ich sofort in Trübsinn untergehen. Weil ich ihn nicht zwingen kann, sich für mich entscheiden. O.k.! Bevor mein Gehirn zerplatzt bei so vielen unbeantworteten Fragen und der Blues in meiner Seele einkehrt, lege ich mich lieber in mein neues Bett und schlafe eine Runde. Morgen Vormittag habe ich die vorletzte Theoriestunde in der Fahrschule. Gute Nach, R.I.L.D.&lt;br /&gt;
Fr.24.10.1997&lt;br /&gt;
Draußen ist es schon saukalt. Das Fortgehen macht immer weniger Spaß. Man hockt lieber in der warmen Stube und hört guten Blues. So wie jetzt. John Lee Hooker (from Amerika von meinem R.) driftet dahin. Dieses Wochenende verbringt er in Kärnten. Irgendwie geschäftlich. Gestern habe ich ihn in der Firma angerufen. Wegen dem OBK-Video für S. Schularbeit. Leider haben wir keine Möglichkeit gefunden, uns irgendwie zu treffen. Ganz romanös hat er gesagt:Tut leid! Süß! Dienstag und Mittwochabend war wieder ganz super. Fast sieben Stunden Therapie. Gibt wieder Power. Am Mittwoch, 22.10.1997 habe ich vor dem Konzert das erste Mal Käsespätzle verköstigt. Waren hervorragend. Habe auch folgendes nieder geschrieben. Orpheum, knapp vor 18 Uhr. Rechts neben mir proben die Burschen bereits fleißig. Wie sa si so gheat für Profis. Heute Vormittag hat R. (the only one) angerufen. Wegen dem Brief. Hat sich irgendwie nicht ausgekannt. Außerdem war er irgendwie stressig. Logo, als Chef de creative. Sonst hat er nicht viel zu sagen. Außer das er am Wochenende nach Kärnten fährt. Vergangenes Wochenende hat er seine J. sehen wollen. Frage kurz an, wann wir uns (ganz unverbindlich) wieder sehen. Er sagt, wenn er wieder im Lande ist. Was auch immer das zu bedeuten hat. Achja, über das Gestrige (Di.) sprachen wir auch. Ein Kollege hat ihn erzählt wie es war. Er hat heute Seminar. Dauert bis Abend. Außerdem klingt er sehr geschlaucht. Irgendwie glaube ich noch immer, dass er mehr von mir will, als er zugibt. Ist nur ein wenig zu feig, es zu zugeben. Wer weis? Er muss es wissen. Für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil, weiß nach wie vor, ihn zu lieben. Kein bisschen weniger, als zu Beginn. Wird sich auch nicht ändern. Witzig, schreibe seit fas einem Jahr immer das Selbe bezüglich R. Überlege mir derzeit schon irgendwie, ihn vor gewisse Tatsachen zu stellen. Bezüglichwas eigentlich? Eine Freundschaft mit ihm ist vielleicht wichtiger und besser als Alles andere. Vielleicht denke ich schon wieder zu viel. Andererseits sind das meine Gefühle, die er da irgendwie in seiner Hand hat. Das Wichtigste ist aber zurzeit, dass ich mich ganz gut fühle, und recht zufrieden mit meiner jetzigen Situation lebe. Kann eigentlich (fast) alles tun, worauf ich Lust habe. Fast heißt, nicht alle OBK-Events besuchen. Nicht alles ändern (Wohnung) was ich mir so vorstelle. Dauernd Sex zu haben. Frage mich manchmal schon, woher diese Geilheit kommt. Ob das eine Art Alibihandlung für abgängige Kuscheleinheiten eines liebenden Menschen sind? Solchen Sex, wie ich mit R. habe, kann sowieso nichts ersetzen. Man (Frau) soll ja auf diesem Gebiet keinen Vergleich ziehen, aber man hat halt so seine feelings. Wie diese Worte auch aus solchen entstanden sind: Obwohl Du mir unzählige schlaflose Nächte bereitet und obwohl ich 1000%ig davon überzeugt (gefühlsmäßig) bin, dass wir zwei zsamm gehörn, und Du des aber von ana ganz anderen Seitn net so siehst, bin i unhamlich glücklich di zu kennen. Auf guat Deutsch, I.L.D, und es is schee das Di gibt.</description>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6020578/">
    <title>Teil 14</title>
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    <description>Sa.12.07.1997&lt;br /&gt;
16:30 Uhr, Bahnhof Oberwart. Zug nach Wr.Neustadt. Super 24 Stunden im Burgenland verbracht. Konnte im Zug  nicht mehr weiter schreiben. War zu wackelig. Bin am Fr.11.07.1997 direkt von der Firma zum Südbahnhof gefahren. Der Zug fährt um 13:55 Uhr. Muss in Wr. Neustadt umsteigen. Dieser fährt direkt nach Oberwart. Lerne F.J. kennen. Dürfte so um die 50 sein. Auf alle Fälle ist er ein riesen Kurti Fan. Wir teilen uns das Taxi nach Buchschachen. Beim Trulitschwirt habe ich ein Zimmer bestellt. Als ich ankam, hat der Wirt, Hr. R., sofort gesagt: Sie sind die Frau K. aus Wien. Nicht lange, dann war ich die S. und Hr.R, der F. Baujahr 61, auch ein Liebhaber der guten Musik. Geht natürlich auch zum OBK-Konzert. F. organisiert einen Chauffeur in die Luftgruabn wo das Open Air stattfindet. Wir haben im Auto eine riesen Gaudi. Beim Konzert trennen sich unsere Wege. F. beim Bierbrunnen, ich vorne erste Reihe. Es regnet wieder einmal. Is wurscht. Bin ausgerüstet. Stiefel, Lederhose, Regenjacke. Diesmal spielt eine Vorgruppe aus Oberwart. Auch nicht schlecht. Das Konzert wieder, wie immer, super. W. legt wieder all seine Energie in alle Lieder. Es ist diesmal nicht so lang, wie sonst. Nach dem Konzert treffe ich noch F.J. Er fährt mit den Musikern nach Wien. Durch Zufall stehe ich bei der Garderobe der Musiker. E. sagt Baba. W. lässt sich mit 2 Mädels fotografieren. Wie er weg geht, sieht er mich an und sagt:Servus. Na leiwand. Dann musste ich noch eine Mitfahrgelegenheit abchecken. F. ist irgendwo abgesoffen. 2 Mädels von der Bar machen das für mich. Super. Falle halbtot ins Bett. Am nächsten Tag wache ich gut erholt auf, dusche, packe und gehe in die Gaststube. Will Guten Morgen sagen, aber ein Blick auf die Uhr hält mich zurück. Es ist bereits 14:30 Uhr. Frühstück gibt es trotzdem. F. organisiert mir einen Fahrer zum Bahnhof. Adressen und Telefonnummern ausgetauscht. F.J. hat auch heute schon einmal angerufen und sich nach mir erkundigt. Very nice. Werde ihn anrufen. Um 19 Uhr bin ich in Wien Südbahnhof. 20 Uhr zu Hause. Aber nicht lange. Um ca. 23 Uhr fahre ich wieder mal ins Krah. M., der Mönch quatscht mich an. Bärtiger, langhaariger Brillenträger. Beim ersten Ansehen, dachte ich mir schon, kein Interesse. Wir latschen mit seinem Fahrrad in ein Lokal auf der Taborstrasse namens Brick. Bis zur Sperrstunde. Als wir rauskommen, ist es schon hell. Latschen zu ihm in die Wohnung. OBK-Platten, Janis Joplin gehört. In der Früh frühstücken wir beim Szauter. Um 12 Uhr bin auf dem nach Hause Weg. Um 13 Uhr OBK im Radio. Kurz geschlafen. Um ca. 17 Uhr ruft M. an. Ich gehe rüber quatschen. Si hat sich wieder mal von R. getrennt. Sellerie. Um ca. 20 Uhr gehe ich nach Hause. Computerisiere wieder herum. Mache ein Plakat über die Kombo. Am Bahnhof habe ich mir schon die Fahrzeiten für die Züge am Freitag nach Innsbruck geholt. Zu und Eintrittskarte am Dienstag, 15.07.1997 besorgt. Treffe mich mit M. im Krah. Da ist diesmal Karaoke  Singen. Will ich mit machen. Kurti gibt es keinen. Nachher waren wir dann noch in der Tenne. Recht lustig. Um ca. 2 Uhr waren wir zu Hause. H. ruft einmal an, leider auch der Mönch. Mag ihn nicht. Erinnert mich viel zu viel an R. Pfui. Von S. sind inzwischen wieder 2 Karten gekommen. Jedesmal eine Liste Bestellungen, was ich ihm schicken soll. Vor allem Naschereien. Mache ich auch Donnerstag. Einen Karton voll  ab nach Salzburg. &lt;br /&gt;
Freitag, 18.07.1997 freigenommen. In der Firma herrscht zwar Chaos, aber is eh wurscht. Um 09:30 Uhr geht mein Zug nach Innsbruck. Frühstücke ausgiebig im Speisewagen und genieße die mehr als fünfstündige Fahrt nach Tirol. Übrigends das erste Mal. Um ca. 15:35 Uhr angekommen. Fahre mit dem Öffi-Bus Linie K zum Gasthof Bierwirt. Habe gleich eine Fahrscheinkontrolle. Der Gasthof ist vorzüglich. Fernseher mit über 20 Sendern. Telefon Bad Ko. Ideal. Nach kurzer Erfrischung und Umkleidung mache ich mich auf den Weg zum Bierstindl. Dort findet im Garten wieder mal ein Megaereignis statt. Vor dem Konzert esse ich bei einem Würstelstand noch eine Eitrige. Ab 18 Uhr stehe ich vor den Zäunen des Gartens. Unterhalte mich mit den Bodyguards. Die Kombo probt schon fleißig. Drei Mädels, die ich vom Schwechater Konzert kenne, dürfen schon vorher rein. Stehen auf der Gästeliste. Bin dann wieder ganz Vorne. Verspeise eine Semmel Schweinsbraten und Pfefferoni. Ein großes Bier fürs Konzert besorge ich auch noch. Es regnet wieder mal. Egal. Gut gerüstet. Die drei Mädels reden sehr viel über W. und den Leuten von der Band. Auch über F.J. haben sie gesprochen. Frage die Eine noch den Telefonnummern. Diesmal spielen sie wieder mal vorzüglich. W. singt und spielt sich wieder die Seele aus dem Leib. Gspenster auch, Wahnsinn  Blues pur! Zum Gänsehaut kriegen. Nach dem Konzert kaufe ich mir ein Plakat und zwei Bücher von OBK. Fahre mit dem Taxi  zum Bierwirt. Der Taxler stammt aus Favoriten! Steil! Schlafe im Hotel wieder super ein. Das Frühstück genieße ich wieder mindestens eine Stunde. Es gibt mehr zu Essen, als man sich denken und schaffen kann. Mittags fahre ich in die City. Jausne beim Katzung. Fotos gemacht. Karte an S. geschickt. Nach kurzer Siesta im Gasthof, fahre ich wieder in die Altstadt. Auf der Suche nach einem Lokal, lande ich im 11er Haus. Esse eine riesige Portion Rindsuppe. Kleines Bier dazu. Achja, Vormittag war ich auch shoppen. S. Einiges gekauft. Ich habe mir eine Levis zugelegt. Es ist nicht leicht in Innsbruck, ein Lokal mit Action zu finden. Eine der wenigen Lokalitäten ist das Prometheus. Kaffee und Disco. Klein, eng, aber recht lustig. Die Tiroler sind nicht sehr kontaktfreudig. H. war Gott sei Dank eine Ausnahme. 3o Jahre, fest gebaut, kurze blonde Haare. Bis jetzt auf der Suche nach den richtigen Job, schon viel herumgekommen. Ist sehr gesprächig. Gehen dann ins Filou-Klubkaffee mit Klingel und Türsteher. Das Interieur erinnert mich an alte Filme, wie Casablanca. Teppiche, Palmen, Sitzecken mit Poster, Ventilatororen an den Decken. Gemütlich. Die Stimmung ist gut. Um ca. 3 Uhr fahren wir mit dem Auto auf einen Berg bei Innsbruck. Super Aussicht, aber saukalt und.Regen. H. fährt mich zum Bierwirt. Schlafe gut. Frühstücke wieder, wie ein König, besser gesagt wie eine Königin. Um 11 Uhr gehe ich meine Rechnung an der Rezeption begleichen und fahre mit dem Bus K zum Bahnhof. Habe reichlich Zeit. Kaffee und Golatsche gekauft. Schaue mich noch um, ob ich den Favoritner Taxler irgendwo entdecke. Rufe M. an. Frage, ob sie mich abholen könnte. Leider nein. Sie muss wieder mal was erzählen. Um 13:30 fährt der EC aus Basel, heimwärts. Da sitze ich jetzt. Höre super Musik vom Walkman. Mittlerweile bin ich schon in Oberösterreich. Zeitweise lässt sich die Sonne (sie gibt es noch) sehen. Habe mich in Innsbruck nach den Fahrzeiten am Freitag nach Finkenstein erkundigt. Wird diesmal nicht sicher sein, dass ich fahre. S. kommt am Donnerstag. W. hat übrigends noch immer ein Loch im Schuh. Heute wäre in Imst eine Lesung von ihm gewesen. Hätte ich zeitmäßig nicht gepackt. Leider. Ich glaube ich brauche einen flexibleren Job. Nicht nur um W. zu besuchen, auch sonst. Jetzt fährt der Zug gerade in Linz ein. Höre schon die dritte Kassette. Denke noch immer so oft an R. Verdränge die Gedanken aber immer, sonst dreh ich sicher durch. So muss ich halt weiter mit dem Gefühl leben, meine größte Chance auf ein glückliches Leben (Beziehungsgsmäßig) vertan, verpasst zu haben, was auch immer. Kann dem eh´ nicht nachlaufen. Wenn der Alltag wieder einkehrt (versuche es so gut wie möglich) zu vermeiden) wird es ganz schlimm und verfalle wieder in tiefsten Liebeskummer. Hoffe nur, dass R. mir wenigstens als Freund geblieben ist. &lt;br /&gt;
Do.07.08.1997&lt;br /&gt;
Schon wieder einige Zeit und einiges geschehen seit meiner letzten Eintragung. Man möchte sagen, weltbewegendes. Zumindest für mich. So soll es halt sein. Bis am So.20.07.1997 um 18:30 Uhr. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, R. liegt seit einer Woche im Spital. Und ist todkrank. Wahnsinn! Zu dem später. Vorher hatte ich noch ein super Wochenende in Kärnten. Am Mi.23.07.1997 hole ich meine Eintrittskarte vom Ronacher ab. Gehe anschließend ins Krah. Esse ein Gröstl und trinke ein Bier. Am Do.24.07.1997 kommt S. um 12:25 Uhr am Westbahnhof von seinem Aufenthalt in Salzburg retour. Ich freue mich wahnsinnig. Obwohl, ich etwas Bedenken habe, ob S. am Freitag mit mir nach Kärnten fährt. Nachmittag ist natürlich M. bei S. Er ist nicht besonders begeister gleich wieder weg zufahren, aber es geht. M. übernachtet bei uns. Die Zwei sind glaube ich bis 2 Uhr früh auf. Telefoniere kurz mit F.J. Treffpunkt ausgemacht. Um 1 Uhr ! ruft F. an. Voller Begeisterung erzählt er mir, wie er sich über den Brief gefreut hat. Nach ein paar Stunden Schlaf bin ich wieder auf einem Bahnhof und fahre gen Süden nach Finkenstein. S. ist ganz gut drauf. Um ca. 14:45 Uhr kommen wir an. Nach kurzer Suche haben wir auch schon ein schönes Zimmer in einem Gasthof; ca. 10 min. vom Bahnhof entfernt; gefunden. S. macht es sich vor dem TV-Kistl gemütlich. Nachdem ich bei der Haltestelle Finkenstein vergeblich auf F.J. warte, versuche ich etwas Essbares für S. auf zu treiben. Das war gut so, weil warum? Finde das erste Schild, das zur Burgarena führt. Nachdem ich den Imbiss S. (eingeschlafen), bringe mache ich mich auf dem Weg war steil, lang, es war heiß, überall stand Schweiß (besonders in meinen Boots). Aber es hat sich gelohnt. W. nicht der Arena. Laut Wetterbericht zu unsicher, daher im Zelt. Beim Eingang treffe ich dann F.J. Wie sich herausstellt, hätten wir uns am Faaker Bahnhof treffen sollen. Was solls. Das Konzert beginnt pünktlich um 20 Uhr mit : I was gnua. Es folgen vier Stunden Blues, Rock, Show vom Feinsten. Stehe natürlich wieder an der Front, obwohl Sitzplätze vorgesehen sind. W. hat bereits in beiden Schuhen jeweils ein Loch im Schuh. Nach dem Megaereignis spricht mich ein Mädel aus dem Waldviertel an. Sie meint, ob ich nicht nähere Kontakte zur Band habe. F.J. organisiert einen kurzen Fototermin mit ihr und OBK. Nachher speisen wir gemeinsam mit den sogenannten VIPS auf der Burgruine im Stüberl. Ich lasse mir köstliche Eierschwammerl gut schmecken. Es ist irrsinnig gemütliche und gute Stimmung. W. sinniert (wie üblich) vor sich hin und trällert ein paar Lieder. Das Mädchen (ich glaube D.) bringt F.J. und mich in den Gasthof. F.J. macht es sich auf dem Sofa bequem. Nach dem Frühstück fahren wir ziemlich bald heimwärts Der Schaffner im Zug, war auch beim Konzert. Zwischen Villach und Salzburg ist der Zug so überfüllt, dass ich lange Zeit keinen Sitzplatz habe.</description>
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    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
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    <title>Teil 13</title>
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    <description>&lt;i&gt;Die Tort(o)ur beginnt ~ Walfahrt zum Ostbahnkurti!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mo.16.06.1997&lt;br /&gt;
10:30 Uhr Vormittag. Bin zu Hause. Habe mir freigenommen. Die Heizungsablesung ist auch schon da gewesen. Heuer ist es wieder weniger. War um ca. 01:30 Uhr zu Hause. Habe ein Taxi genommen. Bin so egoistisch gewesen und habe R. noch angerufen. Nach ca. achtmal läuten hat er abgehoben. Und mit mir geredet. Er konnte dabei sogar humorvoll reagieren. Ich frage mich im Nachhinein wieder mal, warum tut er das. Ich sollte nicht schon wieder fragen, sondern einfach froh darüber sein. Er sagt wieder mal, dass ich schwer in Ordnung bin. Will ihn erklären, dass es mir lieber ist, öfters Kontakt zu haben, weil mir das meiner Meinung mehr helfen. Kann. Er meint halt, Abstand ist besser.  Ich will es nicht glauben. Will es testen. Er sagt auch wieder, dass er es nicht wert ist, mir das alles an zutun. Wenn er alles was er gesagt und getan hat, ehrlich war, und das glaube ich, ist er es tausendmal wert. Diese Woche hat er besonders viel Stress in der Firma. Trotzdem hat er gesagt, dass er anruft. Ich will aber nicht, dass er sich schuldig fühlt. Und auch nicht irgendwas aus Mitleid zu mir tut. Das Zweite (Mitleid) habe ich ihm auch gesagt. Außerdem sagte er noch, dass es heute saublöd war, weil jedes Mal, wenn ich angerufen habe, jemand bei ihm war. Er entschuldigt sich bei mir, obwohl ich so lästig bin. Ich hoffe, er hat kein schlechtes Gewissen. Übrigends die Tinte verblasst nicht, ich habe nur eine rosa Patrone rein gegeben. Habe S. einen Zettel geschrieben, dass er nach der letzten Stunde nach Hause gehen kann. Vielleicht gehen wir dann endlich wegen dem Computer schauen. Habe übrigends R. die Spiele für die Sony Play Station durchgesagt. Habe R. auch gefragt, wie er das bei seiner Trennung gemacht hat. Er wollte es für sich ausmachen und alleine fertig werden. Sein war an seiner Seite und hat vieles mit ihm unternommen. Zur Ablenkung zum Vergessen. Wenn ich so überlege, habe ich dafür eigentlich niemand. Reden kann man sowieso mit niemand darüber. Weil ich es alleine akzeptieren muss. Woher bekomme ich soviel Energie, um das aus zuhalten? Ich glaube, eigentlich nur von der Zeit die vorbeigehen wird. Und irgendwie auch von R., weil warum, er ist ein wahrer Freund. Er hat auch wieder gesagt, dass ich nicht irgendwelche Fehler bei mir suchen soll. Soll mir sagen, dass alles richtig, war, dann geht es leichter. Ganz einfach zu dem stehen, was man tut und getan hat. &lt;br /&gt;
Mo. 16.06.1997, 23:30 Uhr. War Nachmittag mit S. beim Köck einen Computer bestellen. Er fährt dann nach Hause.  Gehe noch zum Turbo-Schuh, zum Schlingermarkt, C&amp; A, McDonalds. Habe schon den ganzen Nachmittag mit Tusche herum gemalt. Am Abend versuche ich den OBK mit Bleistift zu zeichnen. Es gelingt mir so gut, dass ich total stolz auf mich bin und mich wahnsinnig darüber freue. Der Ehrgeiz packt mich und ich zeichne S. von einem Foto ab. Es gelingt genauso gut. Freue mich. Rufe R. an, um ihn zu fragen, ob er diese Woche Zeit hat, mit uns zum Köck zu fahren den Computer ab zu holen. Er hat leider keine Zeit. M. hat Mittwoch Zeit. Vielleicht frage ich morgen die Frau K. R. hat heute Nacht gesagt, dass er anruft. Bis jetzt kein läuten. Wahrscheinlich ist er voll im Stress. Oder er mach das wieder um mich vor ihn zu bewahren. Abstand. Mann kann eh´ nichts mehr ändern. Aber ganz will ich ihn nicht verlieren. Weil warum, er ist ganz was Wertvolles.&lt;br /&gt;
Mo.23.06.1997, fast 2 Uhr. Im Cd-Player liegt Kurti. Wer sonst. Bin vor ca. 45 Minuten nach Hause gekommen. Donauinselfest. OBK  live 2 Stunden. Live auf der Radio Wien Bühne. Ich bin ganz vorne gestanden. Echt Spitze. Könnte ich mir jeden Tag geben. Wahnsinn. Muss schauen, dass ich bei jedem Konzert an der Front stehe. Seit Di.17.06.1997 haben wir einen Computer. Deshalb habe ich seit Tagen nichts mehr hier eingetragen. Frau und Hr. K. haben das Kastl mit mir vom Köck abgeholt. Am Mi.18.06.1997 war M. + R. bei uns. R. hat den Computer kurz überprüft. Am Do.19.6.1997 war ich wieder im Fitnessstudio. Ich glaube, ich kann bei manchen Geräten schon das Gewicht erhöhen. Am Abend habe ich R. kurz eine Nachricht am Band hinterlassen. Toi, Toi, Toi für die Firmeneröffnung gewünscht. Er ruft mich dann an. Zwecks Treffen legt er sich absolut nicht fest. Nicht einmal, dass er anruft. Vielleicht Sonntag, sagt er. Am Fr.20.06.1997 war ich leicht übermüdet von den letzten Computerverseuchten Nächten. Lege mich ein bisschen nieder. Am Abend fahre ich auf die Donauinsel. Schaue mir Chris Rea an. Fahre dann ins Relax. Kurz mit S. geredet, wegen meines letzten Absturzes. Am Sa.21.06.1997 kurz in Floridsdorf und Kagran. S. fährt mit Freunden auf die Donauinsel. Verbringe wieder bis in die Morgenstunden vor dem Computer. Mache ganz tolle Plattencover für die Singles. Ein Logo für OBK habe ich auch gemacht. Heute, So.22.06.1997, besser gesagt gestern, habe ich bis Nachmittag geschlafen. Um ca. 18:30 Uhr fahre ich auf die Donauinsel. Kaufe mir ein Kebab und ein großes Bier. Ich schaffe es wiegesagt, bis ganz nach vorn. Fernsehen ist auch da. Gebe ein kurzes Interview. Besser gesagt, singe den 57er Chevy. Das Konzert war echt super, aber zu kurz. Nachher kommt wieder jemand mit Mikrofon und fragt mich, wie mir der Kurti gefallen hat. Na spitzenmäßig, was sonst. R. sehe ich leider nicht. Aber bei den vielen Menschen. Eigentlich ist es ganz gut, dass ich jetzt soviel tue. Weil, warum? Ich merke, sobald ich nur so da sitze, wie jetzt, wieder zum Denken anfange. Mein Herz schmerzt noch immer, bei dem Gedanken, dass R. nicht mehr mit mir zusammen ist. Ich liebe ihn über alles. Was solls. Schön langsam gehe ich jetzt ins Bett und träume von meinem Schatz. Ich hoffe, er denkt auch ein wenig an mich. Achja, ein Kurti-T-Shirt habe ich mir auch gekauft. Mia is wuascht, steht drauf. Nun gut. &lt;br /&gt;
So. 29.06.1997&lt;br /&gt;
Habe die ganze Woche abends vor dem Computer verbracht. Plattencovers gestaltet Videokassetten beschriftet. Ein super Poster von Kurti gemacht. Habe es schon auf gehängt. Sonst war nichts Besonderes los. Die Wäsche, die S. mitnimmt, habe ich auch beschriftet. Obwohl ich dauernd was mache, muss ich oft an R. denken. Er fehlt mir. Bin gespannt, ob er jemals wieder anruft. In den nächsten Wochen bin ich alleine. Wie ich mich kenne, werde ich es nicht aushalten und selbst anrufen. Ob es gut ist oder nicht, weis ich nicht. Ich weis nur, dass ich ihn wahnsinnig liebe. M. war am Mittwoch da. Bisschen geplaudert. &lt;br /&gt;
Do.03.07.1997&lt;br /&gt;
Montag, war es soweit. S. fährt ab. Treffpunkt 08:45 Uhr Westbahnhof obere Halle. Hunderte Kinder waren da. Aber wir haben dann doch die richtige Gruppe gefunden. Um 9:00 Uhr musste S. schon einsteigen. Es war urschwül, und die 28 Minuten bis zur Abfahrt wurden zur Ewigkeit. Zu guter letzt habe ich S. gar nicht mehr gesehen, weil die Sonne so geblendet hat. Vor der Abfahrt habe ich S. noch ein Taschenbuch gekauft. Habe auch gleich das Asterix auf wienerisch erstanden. Das hat der Kurti übersetzt. In der U-Bahn habe angefangen, es zu lesen. Habe mich zerwutzelt vor lachen. War gut zur Erheiterung. Weil warum, als der Zug los fuhr, war mir doch recht mulmig zumute. Montag und Dienstag habe ich abends nur computerisiert. Für S. habe ich das Austria-Emblem gebastelt und einen Brief geschrieben. &lt;br /&gt;
So.05.07.1997&lt;br /&gt;
Sitze im Schabanack. War grad bei T.T. im Garten. M+M, P. und Frau und P. waren auch da. Mittwoch habe ich mich mit H. im DZ getroffen. Viel gequatscht. Er will unbedingt wissen wo M. wohnt. Zuerst waren wir in der Sektbar. Nachher im Bier+Bier. Die Leute dort sind OBK Fans. M. habe ich auch getroffen. Sie hat sich Karten für das Jazzfest in der Stadthalle besorgt. Nach dem DZ waren H. und ich beim Würstelstand. Um ca. 00:00 Uhr war ich zu Hause. Donnerstagabend wieder vor dem Computer verbracht. Vorher habe ich noch im DZ Karten für die Stadthalle besorgt. Werde mit M. hingehen. Freitagnachmittag habe ich mir die Karte fürs OBK-Konzert geholt. Im Ronacher. Kurze Zeit habe ich wieder vor dem Computer verbracht. M. angerufen und Treffpunkt für Montag ausgemacht. Abends bin ich wieder mal (mit roten Haaren) losgezogen.  Meinen Liebeskummer bekämpfen. R. ich liebe dich. Zuerst (wie immer) im Krah, dann im Relax. Am nach Hause weg hat mich dieser Sternzeichenbesessene Fußballer mit Schatzikomplex angequatscht. Samstag, war es wieder soweit. Brauerei Schwechat 20 Uhr  Kurti-Konzert. Ganz Vorne. Echt Wahnsinn. Fast 4 Stunden total gutes Gefühl. W. hat ein Loch in seinem Stoffschuh gehabt. Mit R. führte ich kurz ein Gespräch. Leider konnte ich nicht heraus finden, wo die Partie hingeht. Schade. War in einem Kaffee, Toast und Kaffee. Dann bin ich in der Etrichgasse gewandert. Um 01:50 Uhr ist er gekommen. Um ca. 03:15 Uhr war ich zu Hause. Bis heute um 13:15 Uhr geschlafen. T. ruft an. Hingefahren. Jetzt sitze ich da, nach einem ausgiebigen Blunzengröstl. Überlege, ob ich am Freitag ins Burgenland fahren soll. Sicher fahre ich. Konzert auf Burg Buchschachen. Im tiefsten Burgenland. Weiß noch nicht wie ich hinkomme. Werde das schon checken. Es ist wirklich seltsam, so alleine zu sein. Es hat viele Vorteile. Es tut aber auch zeitweise sehr weh. Überhaupt wenn man grad seine große Liebe (ist es!) verloren hat. Lass mich nicht ganz hängen R. Du bist doch mein Freund. S. hat schon eine Karte geschrieben. Es geht ihm gut. Regen hat er und wandern geht er. Werde ihn jetzt dann wieder einen Brief schreiben. Eine Woche ist schnell vergangen. Die nächsten werden genauso rennen. Jetzt ist es genau ein Monat her, dass ich R. gesehen habe. Umso länger es her ist, desto mehr merke ich, was ich verloren habe. Schlimm. Es war so ideal. Das Reden, Verstehen, aufeinander eingehen, das Vertrauliche und das Intime in jeder Hinsicht. Sellerie. Vielleicht treffen wir uns wieder, und es beginnt was Neues.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-30T22:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6018074/">
    <title>Teil 12</title>
    <link>http://bluesanne.twoday.net/stories/6018074/</link>
    <description>Fr.13.06.1997&lt;br /&gt;
Eigentlich ist schon Samstag (00:20 Uhr). Mein Gefühlszustand ist derzeit eine Melange aus Zorn, Trauer, Enttäuschung, Sehnsucht. Weil, warum? Bis jetzt habe ich von R. nicht mehr gehört, geschweige denn gesehen. Ich glaube, dass was er in den letzten Monaten krampfhaft versucht hat zu erklären, heißt im Endeffekt nur das Eine  Schluss Aus Ende. Weis nicht wie lange ich brauche, bis ich es kapiert habe. Kurti singt gerade  I wüs garned wissen. Wahrscheinlich ist das die Antwort. Heute habe ich nichts Besonderes gemacht. Hackeln. Einkaufen. Video angesehen. CD gehört. Und innerlich gewartet, gehofft, gewollt, gewünscht, dass R. sich meldet. Mir kommt es wie eine Ewigkeit vor, seit Di.03.05.1997. Letztes Zusammensein beim OBK-Konzert. Orpheum 20  23 Uhr. Drei Stunden Freude, Spaß. Heute habe ich mir meinen Po im Spiegel angesehen. Fürchterlich. Hoffentlich wird er durchs sporteln ein bisschen schöner. R. hat vorige Woche, wie er das zweitemal von der Firma angerufen hat, gesagt, er stört mich eh jetzt nicht mehr. Jetzt oder für immer? Aus? Zu viele Fragen. Manchmal glaube ich, mein ganzes Leben ist ein riesiges Fragezeichen. Ob das so gut ist? Schon wieder. Aber bis jetzt habe ich auf die meisten Fragen wenig Antworten bekommen. Eines weis ich ganz sicher. I.L.D.R.!&lt;br /&gt;
So.15.06.1997&lt;br /&gt;
22:30 Uhr. Ich sitze im Falk. Das Wochenende war gefühlsmäßig ein Graus. Warten. Warten. Auf was?. Liebe S. kapier doch endlich, er will nicht soviel wie Du. Am Samstag habe ich um 11:30 Uhr nach ausgiebigen Schlaf und Frühstück R. angerufen. Eigentlich wollte ich nur wegen der Fotos von Paris fragen. Oder insgeheim eigentlich wahrscheinlich mehr. Auf alle Fälle lief das Band. Sagte nur kurz, dass er mich anrufen soll, wenn er Zeit hat. Bis heute Nachmittag um 16 Uhr habe ich eigentlich nur gewartet. Wahnsinn. Warum mache ich sowas an einem sonnigen Wochenende? Warum unternehme ich nicht was mit S. oder Freunden? Ich bin romanös infiziert. Muss irgendwie los kommen und damit Schluss machen. Auf irgendetwas zu hoffen oder zu glauben, dass nicht da ist. Irgendwie. Hunderttausend Dinge zu tun. Schlafen. Trainieren gehen, Schwimmen gehen. Wohnung renovieren. Unter Leute gehen. Versuche ich eh´ andauernd. So schnell die Liebe gekommen ist, so schnell geht sie nicht vorbei. Eigentlich will ich gar nicht, dass sie vorbei geht. Aber die Sucht nach R. muss sich in Grenzen  halten. Sonst gehe ich daran noch zu Grunde. Gestern Abend habe ich Malbilder, die schon ewig herum liegen, hervor gekramt und angefangen sie aus zu malen. Das Dritte habe ich schon angefangen. Schauen echt gut aus. Vielleicht hänge ich sie irgendwo auf. Muss mir aber noch überlegen, wie das Ganze nicht ausbleicht. Vielleicht kann mir R. einen Tipp geben. Nachmittag habe ich die Telefonseelsorge angerufen. Ein bisschen hat es momentan gut getan. Vorher habe ich versucht vernünftig mit R. zu reden. Aber es war jemand bei ihm. Abends geht er mit T. und G. essen. Er meldet sich. Er war sehr ausweichend. Wahrscheinlich ist ihm nicht ganz wohl dabei ein Gespräch über etwas zu führen, wo er selbst nicht so genau darüber Bescheid weiß. Irgendwie ahnte ich schon, dass er sich sehr spät melden würde. Mir war´s um 22 Uhr zu blöd, und rief ihn an. P., G., T. sind bei ihm. Er kann nicht reden. Er ruft später an. Passt mir nicht. Ich gehe jetzt ins Falk. Soll anschließend anrufen. Ich sage, ich bleibe bis 2 Uhr. Das mache ich auch. Morgen muss ich eh´ nicht so zeitig raus. Zwischen 9  11 Uhr kommt die Heizungsablesung. S. ist jetzt wieder mit D. zusammen. Das ist gut so. Er braucht auch seine Freunde. Ich habe eigentlich fast keine. R. wäre einer. Oder ist einer, wenn ich es jetzt nicht verspiele mit meinem blöden Liebeskummer. Das nervt sicher. Oder er fühlt sich schuldig. Tut gewisse Dinge aus Mitleid. Das will ich nicht. Ich will, dass er ganz einfach nur akzeptiert, dass es Tatsache ist, dass ich ihn liebe. So wie ich jetzt akzeptieren muss, dass er mich wahrscheinlich nicht in so hohen Dosen braucht, wie ich ihn. Das man telefoniert und sich trifft ohne jedes Verlangen nach mehr. Mir fällt es schwer. Aber ich muss es schaffen. Sonst mache ich noch irgendeinen Blödsinn. Oder das Leben rennt wieder an mir vorbei. Wie in all den letzten Jahren. Sollte mich öfters kritisch im Spiegel betrachten. Glaube der Kummer steht mir schon ins Gesicht geschrieben. Auf alle Fälle bekomme ich dann (beim Stress) immer viele Wimmerl im Gesicht, und zwar keine kleine. Sollte mich eigentlich ganz streng fragen, was mir wirklich gut tut. Einiges habe ich schon angefangen. Das Training im Fitnessclub. Bin wahrscheinlich halt immer nur halb bei der Sache. Werde mich jetzt dann wirklich in der Fahrschule anmelden. Das ist auch etwas was ich unbedingt tun möchte. Motorrad fahren. S. darf schon hinten mitfahren. R. hat auch ein Motorrad. Werde dann am Beginn mit ihm herum düsen. Weiß zwar noch nicht ganz, wie ich das finanzieren soll, aber was soll´s. Irgendwie glaube ich, dass mich dass dann irgendwie unabhängiger macht. Freier. Manchmal fühle ich mich beim Radfahren schon so. Wie auf einem Pferd, in der Freiheit. Sperr ich mich eigentlich selbst ein? Indem ich Dinge haben möchte und erwarte, die eigentlich nur rein in meiner Phantasie bestehen. Es tut halt so verdammt weh, wenn man etwas hergibt (Besitz?) was man sich so sehnlichst immer gewünscht hat. Etwas das man unheimlich liebt. Wahrscheinlich ist S. in den letzten Monaten genauso gegangen. Hat seine Familie zerbrechen sehen. Seine Geborgenheit seine Sicherheit. Menschen die ganz alle für ihn da waren. Ja und jetzt hat er die Kraft gehabt und hat das alles gepackt. Glaube ich halt, bis jetzt. In der Schule hat er ordentlich an gegast. Das war sein Ziel. Was wird das Meine? Ein Leben ohne Abhängigkeit. Muss schwer erlernt werden, habe ich festgestellt. Ist anscheinend nicht so einfach, wie man sich oder viele Leute sich das vorstellen. Das Thema R. und Beziehung (Liebe) muss irgendwie eine andere Priorität in meinem Leben finden. Eines habe ich schon festgestellt, wenn ich zu Hause war, in letzter Zeit, und ich nichts zu tun hatte, viel mir jedes Mal die Decke auf den Kopf. Also muss ich raus. Was tun. Eine Art Trauer ablegen, sagen es war wunderschön, war alles o.k. so. Aber Fortsetzung gibt es keine. Aus welchen Grund auch immer. Vielleicht gibt es einmal eine Antwort oder auch nicht. Wie viele Fragen bekommt man eigentlich in seinem Leben wirklich beantwortet? Zufriedenstellend, so das man es akzeptieren kann. Wahrscheinlich die Wenigsten. Überhaupt die, über den Sinn gewisser Dinge. Mein größtes Problem habe ich auch damit, ob ich wirklich genug Selbstvertrauen für alles habe. Was mein Aussehen und Verhalten betrifft, glaube ich nicht immer. Es kommt wahnsinnig von meiner gefühlsmäßigen Stimmung ab. Wenn ich gewusst habe, dass jemand mich mag oder braucht, ging es mir besser. Wenn das Gefühl nicht mehr da war, ging und geht es mir schlecht. Das ist Abhängigkeit von etwas, dass man nicht erzwingen kann. Sollte das eigentlich aus den Erfahrungen der letzten Ehejahre selbst am besten wissen. Warum mache ich jetzt schon wieder den Selben Blödsinn? Weil meine Gefühle so stark sind, dass der Verstand aussetzt. Verstand und Gefühle, kriegt man das auf eine Reihe? Irgendwie trennen, sezieren? Oder einfach akzeptieren, hin nehmen. Habe die letzen Jahre wahrscheinlich viel zu viel für Andere getan. Habe immer irgendwie auf mich vergessen. Geglaubt, wenn ich für Andere was tu, geht´s mir gut. So wollte ich immer irgendwie Schulden begleichen, die ich gar nicht gemacht habe. Eigentlich masochistisch veranlagt, möchte man meinen. Wieder eine Frage die auftaucht. Warum tu ich mir das an? Antwort? Weiß nicht? Mir ist kalt. Hier zieht es. Bin satt. Habe gut gespeist. Gebackene Melanzanie mit viel Salat. Überlege gerade, wie spät es sein könnte und ob ich wirklich bis 2 Uhr da bleiben soll. Sidney Youngblood singt im Hintergrund: Sit and wait. So ist es. Warum besteht mein Leben eigentlich Großteils aus Warten? Oder nachrennen? Einem Kind versucht man schon mühsam bei zubringen, dass es nicht alles im Leben haben kann. Und ich als erwachsene Frau kapier das nicht. Oder will ich es nicht sehen? Mach die Augen auf. Wach auf aus deinen Träumen. Fall nicht in ein tiefes Loch, wo du nicht mehr rauskommst. Die Patrone in der Füllfeder ist aus. Da sieht man, was ich in letzter Zeit geschrieben habe. Wenn ich schon mit niemand darüber reden kann. Antworten auf meine Tausend Fragen muss ich mir sowieso alle selbst geben. Falls es welche gibt. Nächstes Wochenende bin ich auf alle Fälle auf der Donauinsel. 14. Donauinselfest. Am Freitag, ist der Kurti dort. Am Dienstag war seine dritte Matinee im Fernsehen. Der Videorecorder hat nicht funktioniert. Wollte dann manuell aufnehmen. Habe falsches Programm gewählt. Jetzt fehlt der Anfang. Habe mich fürchterlich geärgert. Im Dezember ist wahrscheinlich wieder eine im Funkhaus. Möchte dann endlich live dabei sein. Bis jetzt ist es mir nicht gelungen, Karten dafür zu bekommen. Und am 1.Juni, war ich noch in Paris. Sellerie. Was lernt man daraus? Man kann nicht alles auf einmal haben. Krampfhaft ein Glück festhalten zu wollen ist nicht gut. Für niemand. Es tut mir weh. Beiden Seiten. Apropos Seiten. Das Buch ist gleich aus. Mein Neues habe ich zu Hause. Was wäre jetzt das Richtige? Bis 2 Uhr hier zu hocken, oder nach Hause zu fahren? R. hat mir eigentlich schon heute allzu deutlich klar gemacht, dass er heute nicht darüber reden will. Nun was soll´s Kommen wird er eh´ nicht. Weil er keine Antworten auf meine Fragen hat. Entweder kommen sie von alleine oder gar nicht. Warten möchte ich auf jeden Fall, auf Garnichts mehr. Höchstens auf die Bim. Da dürfte die letzte bereits gefahren sein. Es ist bereits 1 Uhr. Habe bezahlt (ATS 170,--) Kaffee bestell. Mein neues Leben sollte schon längst begonnen haben. Weg mit der Trauer, dem Trübsal blasen. Jeder Tag ist wertvoll. Es könnte der Letzte sein. Habe ich schon irgendwann aufgeschrieben. Sollte das konsequenter durchziehen. Nix halt´ Di auf (OBK) Auf alle Fälle muss ich meine Energie fürs Leben wo anders suchen, als bei R. Wahrscheinlich muss sie von mir selbst kommen. Eine Art, Stehaufmännchen oder sowas. Eigenartiger Weise wünsche ich mehr, dass er was mir will (egal was) als umgekehrt. Muss nicht die Liebe sein. Kann ich eh´ nicht erzwingen. Kaffee getrunken. Zweiten Spritzer nicht. Es reicht. Bevor ich hier ein schlafe vor Erschöpfung und herum philosophieren. 1 Uhr.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-29T22:01:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6014246/">
    <title>Teil 11</title>
    <link>http://bluesanne.twoday.net/stories/6014246/</link>
    <description>Mo.09.06.1997&lt;br /&gt;
Die blöde Kuh in der Firma hat schon wieder was zu Nörgeln gehabt. Beschwert sich bei Fr. G., dass mein Radio zu laut spielt. Ich bin ziemlich sauer. Bald darf man in der Bude nichts mehr tun. Egal. H. kommt auf Besuch. Die K. führen mich in die GFS. Fahre mit dem Rad ins Fitnessstudio. Trainiere ca. eine Stunde und gehe dann noch ins Solarium. Es beruhigt mich ein wenig. Vormittag habe ich kurz mit S. telefoniert. Treffen uns heute leider nicht. Fühle mich so leer. Ist es jetzt ganz zu Ende mit R.? Oder hat er keine Zeit? Wartet er auf meinen Anruf? Denkt er an mich? Wenn ja, was und wie? Ich will mit ihm zusammen sein. Glücklich sein. Warum kann das nicht in Erfüllung gehen? In der Früh habe ich die zweite Radio-Wien CD bestellt. Jetzt, nachdem es schon eine Woche her ist, dass ich von Paris zurück bin, kommt es mir wie ein Traum vor. Als ob alles sozusagen, eine Abschiedsgeschenksreise war. Gewollt oder ungewollt. Egal. Ich weiß auch nicht. R. sagt immer, ich soll nicht immer soviel grübeln. Was soll ich dagegen tun? Es geht halt nicht aus meinen Schädel. Besser gesagt, aus meinem Herzen. Ich will ja gar nicht, dass mich der Liebeskummer auffrisst. Versuche eh´ soviel wie möglich, um mich abzulenken. Alleine der Gedanke, dass ich seit Freitag nichts mehr von ihm gehört habe, macht mich ganz narrisch. R.I.L.D.&lt;br /&gt;
Di.10.06.1997&lt;br /&gt;
Super Sommerwetter. Den Tag in der Firma vergeudet. Wie man´s nimmt. Habe Fr.K. in der Malzabteilung besucht. Nach der Firma bin ich sofort ins GFS-Bad gegangen. Besser gesagt, geradelt. Von 17:30-18:45 Uhr war ich dort. Kaufe mir Kaffee und einen Apfelstrudel. Am Abend bügle ich und räume das alte Gewand aus dem Kasten. Jetzt ist es schon 22:15 Uhr und S. macht noch immer was für Mathe. Hoffe, er ist bald fertig. Um 23 Uhr kommt der Kurti im Fernsehen. Was R. jetzt wohl macht? Denke noch immer soviel an ihn. Schaue ihn mindestens dreimal am Tag per Foto in die Augen. Habe um 21 Uhr kurz M. angerufen. Sie wollte wissen, wie es in Paris war. Schön war´s. Frage mich wirklich, ob das die letzte Reise mit ihm war? Hoffe nicht.&lt;br /&gt;
Mi.11.06.1997&lt;br /&gt;
Bin nach der Firma wieder ins GFS-Bad geradelt. Kaffee getrunken, geschwommen, Kurti gehört. Um ca. 19 Uhr nach Hause gefahren. In der Firma hat T. angerufen. Hat mir erzählt, dass eine ihrer Katzen eine Fehlgeburt hatte. Die Schmutzwäsche dreht derzeit ein paar Runden in der Waschmaschine. Jerry Lee Lewis bluest aus der Anlage: Help me make it through the night  Gö du bleibst heut´ Nacht bei mir!? Diese Frage habe ich auch jeden Abend, wenn ich vor mich hin sinniere. An R. denke, ihn fühlen möchte. Aber leider ist er nicht so verliebt, wie ich. Oder?&lt;br /&gt;
Do.12.06.1997&lt;br /&gt;
Heute war ich wieder im Fitnessstudio. Mein Puls ging ca. auf 140. Habe ganz schön geschwitzt. Aber es ist zum Aushalten. Sollte mich vielleicht noch mehr anstrengen. Oder die Gewichte erhöhen. Auf alle Fälle macht es Spaß. S. hat heute einen Ausflug gemacht. Im Mitteilungsheft hat er Pistental geschrieben. Aber ich glaube, es ist das Piestingtal. In der Firma haben wir den PC das erste Mal eingeschaltet. P. hat im Zeichenprogramm ein lustiges Bild gemalt. H.H. hat es dann bunt ausgedruckt. S. werkt noch immer an Mathe herum (22:15Uhr). Morgen ist der letzte Prüfungstermin. In 2 Wochen ist Schulschluss. Ab 30.Juni ist dann S. auf Erholung. Bin gespannt, wie es mir dann ganz alleine geht. Obwohl er mir derzeit jeden Tag so einen Saustall hinterlässt. Täglich das Selbe. Habe heute natürlich wieder x-mal an R. gedacht. Er fehlt mir so. Warum, kann das mit uns nicht was werden? Bei unserem nächtlichen Gespräch am 25.5.1997, hat er gesagt, ich soll ihn Zeit geben. Für was? Ich weiß nicht. Weiß auch nicht, ob ich das nächste Mal (?) überhaupt über meine Gefühle reden soll. Auf alle Fälle möchte ich so bald wie möglich, möglichst lange in seiner Nähe sein. Es ist, wie schon mehrmals beschrieben, wie eine Sucht. Soll ich eine Entziehungskur machen oder soll ich mich reinfallen lassen?</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-27T21:51:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6012434/">
    <title>Teil 10</title>
    <link>http://bluesanne.twoday.net/stories/6012434/</link>
    <description>&lt;i&gt;Paris ist eine Reise wert!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sa.24.05.1997&lt;br /&gt;
Am Freitag ist der Arbeitstag sehr schnell vorbei gewesen. War einiges zu tun. Drucker spinnt wieder mal. Um 13:30 Uhr treffe ich mich mit S. in Floridsdorf. Fahren ins Raiumundtheater. Vorher haben wir noch Zeit ins Kaffehaus zu gehen. Die Vorstellung dauert bis 17 Uhr. Ein Mix aus verschiedenen Musicals zu Einem zusammen gestellt. In der Pause können wir vor dem Theater auf Bänken in der Sonne sitzen. Herrlich. M. kommt zu S. bis 20:30 Uhr. Um 22:30 Uhr fahre ich in die City. Das übliche Krah Krah und Relax. Im Relax hat B. (der Mann von der Bar) Dienst. Wir unterhalten uns ganz gut. Was leiwand ist, er hält mir die Besoffenen lästigen Männer vom Leib. Der Chef ist auch da. Der hat immer die beste Musik in der Anlage. Gute Stimmung. Warum ist R. nicht da? Wir könnten so eine Gaude haben. Um 6 Uhr bin ich zu Hause. Mache ein ausgiebiges Frühstück und lege mich dann bis Mittag nieder, bis S. von der Schule kommt. Nachmittag rufe ich kurz R. an, und frage ihn ob er mit uns in den Donaupark fährt. Er war schon mit J. da. Jetzt wäscht er seine Wäsche. Fleißig. Morgen werden wir uns sehen. Bin schon wieder ganz kribbelig.&lt;br /&gt;
Mo.26.05.1997&lt;br /&gt;
14:30 Uhr, Firma, Hubert jodelt sich im Radio weg. Ja, gestern hat er das auch bei R. live getan. Er hat sich die Live  CD gekauft. Echt super. Es war ein warmer, gemütlicher Nachmittag, ab 15:30 Uhr, Kaffee, Kuchen, Balkon gesessen. In der Au spazieren. Gitarre hat er auch wieder gespielt, mit seinen neuen Saiten. Klingt toll. Sein Gitarrenspiel ist für mich sowieso mehr als nur ein Hörgenuss. In mir regen sich dann alle möglichen angenehmen wohltuenden Gefühle, die es so schön machen, verliebt zu sein. Dies wurde einmal zu einem ausgiebigen Gespräch bis 00:30 Uhr. R. versucht mir zum x-ten-mal zu erklären wie er glaubt zu mir zu stehen. Jetzt hat er mir zum zweiten Mal von der schönsten Frau von Stadlau erzählt. Und das dies auch ein unerreichbarer Traum  Wunsch ist. So wie er für mich. Warum? Ich glaube es nicht. Er will auf Distanz (was immer er damit auch genau meint?) gehen. Ich soll ihm Zeit geben, einiges zu verarbeiten. Als ich ihn mehr anfasse, fragt er mich, ob er für mich ein Lustobjekt ist. Es ist alles so verworren. In Paris meint er, wird es sich nicht vermeiden lassen, meint er dass wir intim miteinander werden. Klingt irgendwie komisch. So als fühle er sich dazu verpflichtet. Irgendwas Gröberes geht in ihm vor. Jetzt heißt´s wieder einmal geduldig sein. Ich sage ihm auch, dass ich mir wünsche, dass er mich nicht gleich verstößt, wenn ich ihn zu nahe komme. Das erinnert mich an das erste Wochenende, wo er gesagt hat, dass ich ihn ganz deppert mache. Habe ihn gefragt, was das bedeutet. Das er schon so lange niemand so nahe an sich kommen hat lassen. Geistig und körperlich. Das ist es eben, wo ich glaube, dass er mich doch viel mehr mag, als er sich eingesteht. Er will auch Spaß mit mir, aber als Freund. Und nachher geht jeder nach Hause. Ich glaube, ich habe einige Dinge zu selbstverständlich gesehen. Mir fallen die Augen zu, ich bin so müde, ich glaube, ich gehe jetzt Heim. War ziemlich erschöpft und grantig. S. hat im Wohnzimmer und in seinem Zimmer den ur Saustall hinterlassen. Ich flippe aus. Wollte eigentlich ins Studio trainieren gehen. R. ruft ca. 22:00 Uhr an. Erzählt mir noch genaueres über den Ablauf der Parisreise. Heute, Di. 27.05.1997, ist das Kapitalsparbuch von S. abgelaufen. Erledige alles auf der Bank. Geld für Paris gewechselt. In der ist einiges los. Wir sind zu viert. Macht überhaupt nichts Vergeht die Zeit schneller. S. (Mausi) ruft mich an. Machen uns Telefonate für kommende Woche aus. Herr K. fährt mich bis zur Dopschstrasse. Er erzählt mir von seiner Parisreise. Gehe noch einkaufen. Zum Arzt den Krankenschein gebracht. Bei der Kinderärztin wegen S. Urlaub. Zu Hause, habe ich endlich die Paradeiser, die ich von Herrn T. bekommen habe, eingesetzt. Außerdem Wäsche gewaschen, Wohnung etwas zusammen geräumt. Den Koffer habe ich auch schon hergerichtet und einiges reingelegt. Auf der einen Seite freu ich mich auf die Reise. Auf der anderen Seite, weiß ich nicht was mich bezüglich R. Verhalten erwartet. Man wird ja sehen. Muss mich etwas entkrampfen. Hör mir gerade die neue Kurti-CD an. Damit am Dienstag einiges mit gesungen werden kann. O.k. gebe mich jetzt den Hörgenuss hin und dann meinen Träumen. R.I.L.D.&lt;br /&gt;
Fr.30.05.1997, in der Früh. Ich weiß nicht wie spät es ist. Aber die Sonne strahlt schon links beim Hotelfenster vorbei. Ich liege im Bett in der Rue St.Ferdinand in Paris. Gestern um 9:00 Uhr ist R. zu uns gekommen; wir haben etwas getratscht. Um 10:00 Uhr mit seinem Bus losgefahren. Er führt mich zu R. R. hat auch schon alles gepackt. Um 11:30 Uhr holen uns M. und S. ab. Wir stopfen unsere Koffer ins Auto und düsen los. Um 12:00 Uhr waren wir am Flughafen. Irgendwo dort gehen wir was trinken. S. und M. sind recht unterhaltsam. M. Lachen ist sehr ansteckend. Wie ein Kichern eines Teenagers. Um 13:50 Uhr fliegen wir mit AUA westwärts. Ich darf endlich beim Fenster sitzen. Und es ist endlich hell draußen. Super, alles sieht ganz toll aus, die Landschaft, Wolken. Zu Essen gibt es kaltes Rindfleisch. Um ca. 16:00 Uhr landen wir in Paris. Wir nehmen ein Taxi zum Hotel. Die S. sind im 2.Stock auf Zimmer 201 und R. und ich auf 301, genau über ihnen. Das Zimmer ist klein aber fein. Nachdem wir im Zimmer unser Gepäck abgeladen haben, gemma´s an. Wir gehen zum Arc de Triomphe. Der ist nicht weit von unserem Hotel entfernt. Zweimal um die Ecke. Da kann man raufgehen, bevor man Eintritt bezahlt hat; leider zweimal, R. zahlt für mich und ich kaufe auch noch eine Karte. Von da oben hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und den chaotischen Verkehr. Wir steigen die über zweihundert Stufen wendeltreppenmäßig hinab. Und setzen uns auf der Champs-Elysees in ein Lokal auf ein Getränk. Man sitzt dort der Straßenseite zugewandt und beobachtet das bunte Treiben. Es ist herrlich. Die Sonne scheint. Die Stimmung ist gut. Nach der Besichtigung der Touristen fahren wir mit der M2 (Metro) zum Sacre-Coeur. Dort oben hat man auch einen riesigen Ausblick auf Paris. In der Kirche ist es dunkel nur die bunten Fenster an den Seiten werden von der Sonne durchflutet. Die Kuppel ist irrsinnig hoch. R. schätzt sie auf 40 m (in Seillängen gemessen). Dann waren wir auf der Suche nach einem passablen Restaurant. Es wird ein riesiger Gastgarten (schaut aus, wie im Schweizerhaus). Das ist sehr gut und teuer. Irgendwo gehen wir noch was trinken und fahren mit der Metro retour. Wir kratzen unser Kleingeld für den Ticketautomaten zusammen. Eine Fahrt kostet pro Person 8 Fr. In einem pickfeinen Lokal gehen wir noch auf eine Espresso. Teuer und überhebliches Personal.&lt;br /&gt;
Mo.02.06.1997&lt;br /&gt;
Ce la vie. Paris vorbei. Schade, es war herrlich vier Tage Sonnenschein. Alles haben wir gesehen, was sich Touristen so ansehen in Paris. Am Freitag, war R. schon am Morgen ganz lieb. Er umarmt mich, küsst mich und wünscht mir einen schönen guten Morgen. Bei einer Metrostation sagt er Schätzchen zu mir. Bei einem Fetzengeschäft namens Jennyfer kaufe ich mir einen Rock und eine Bluse. Mittags machen wir eine Pause im Hotel. R. schläft mit mir. Ich bin total fertig. Ich glaube, jetzt bin ich endlich einmal gekommen. Nachmittag und abends sind wir dann wieder viel unterwegs. Weiß eigentlich gar nicht mehr ganz genau was wir an welchen Tag gesehen und gemacht haben. Es war schön, hat riesen Spaß gemacht. Das Wetter war echt sommerlich. Ich habe immer nur einen kurzen Rock und eine kurzärmelige Bluse angehabt. R. hat seine Sportschuhe an. Duften dann leicht im Hotelzimmer. Ist aber halb so schlimm. Meine Schuhe stehen auch immer beim offenen Fenster. An einem Abend (nach Spaziergang an der Seine) war ich leider wieder irgendwie depressiv. Außerdem habe ich mich ein bisschen von den Dreien etwas gerollt gefühlt. Blöd. Auf alle Fälle, hatten R. und ich wieder eine Diskussion im Hotelzimmer. Er war ziemlich sauer. Wollte Frieden schließen. Klappte nicht ganz. Habe ihn zwar gestreichelt und gevögelt, aber ich glaube, dass war für ihn auch nicht das Wahre. Sonntag, ging´s dann heimwärts. Wir haben uns ganz gut unterhalten. M. führt mich zu R. Trinke Kaffee bei ihm. Hören uns noch den Rest von der OBK-Matinee im Radio an. Um 15 Uhr fahre ich nach Hause. Habe R. noch gesagt, dass es Spaß macht mit ihm zu reisen. Zu Hause, räume ich auf, mache die Schmutzwäsche. S. ist bei der Oma (R.) Er kommt um 18 Uhr. Heute um 21 Uhr ruft R. von der Firma an. Freue mich riesig. Jetzt höre ich mir die Neueste vom Kurti an, damit ich morgen beim Konzert mitsingen kann. O.k., hau mich in die Falle. R.I.L.D. P.S: Vielleicht schreibe ich noch an den nächsten Tagen einige Eindrücke von Paris auf. &lt;br /&gt;
Mi.04.06.1997&lt;br /&gt;
Gestern war es soweit. OBK-Konzert im Orpheum. Von 20 Uhr bis 23 Uhr höchstes Niveau. Spitzenmäßig. Die neuesten Lieder und alle alten Hits hat er von sich gegeben. R. und P. kommen um ca. 19:30 Uhr. R. erzählt von seinem Ärger in der Firma. Fährt nicht nach Deutschland zur Messe. Vor dem Konzert kaufen wir uns noch ein paar T-Shirts. Bei dem Lied Gspenster (Blues) halte ich R. Er ist nicht ganz da. Kopfweh, müde. Einmal legt er auch den Arm um meine Schultern. Das Konzert war wirklich beeindruckend. R. und P. fahren nach Hause. Ich gehe noch kurz ins Falk auf einen schnellen Kaffee. Um ca. 00:45 bin ich zu Hause. Heute habe ich das T-Shirt schon angehabt. Gestern und heute habe ich beim Billa zwei Phönixpalmen um je ATS 89,-- erstanden. Stelle sie auf meinen Balkon. Macht sich gut. Befestige ein Brett am Balkon. Blumen eingesetzt. Aufgeräumt. R. ruft um 19:00 Uhr und 22:00 Uhr von der Firma an. Armer Junge. Muss soviel hackeln. Versuche ihn auf zu heitern. Frage ihn, ob er wieder mal in die Steiermark fährt. Außerdem möchte ich ihn irgendwie Freude machen, und irgendwas für ihn tun (Einkaufen, bügeln, Essen vorbeibringen oder sowas). S. hat auf die Mathe-Schularbeit ein Gut bekommen. Toll. Bin stolz auf ihn. Jetzt geht es ihn schon wesentlich besser, als vor ein paar Wochen. Nun ja, sollte auch schön langsam ins Bett gehen. Bin in Gedanken bei R.I.L.D.&lt;br /&gt;
Fr.06.06.1997&lt;br /&gt;
Fahre in die Firma. Die Straßenbahn pendelt vor sich hin. Gestern habe ich die Fotos von Paris bekommen. Ich glaube die Kamera gibt den Geist auf. Einige Bilder sind verschoben und übereinander fotografiert. Als würde der Transport nicht funktionieren. Aber im Großen und Ganzen sind sie ganz gut geworden. Eines davon ist besonders toll. R. im Kaffeehaus. Echt zum verlieben. Wenn ich es nicht schon wäre. Auf diesem Bild kann ich ihn immer in die Augen sehen. Mein Herz beginnt jedesmal zum galoppieren, wenn ich es anschaue. Er ist wirklich was Besonderes. Auf allen Ebenen. Gestern hat er leider nicht angerufen, aber bei dem Stress. Dafür ist ein Foto dabei, wo ich auch im Kaffeehaus zu sehn bin. Fürchterlich. Um X Jahre gealtert. Ich glaube, ich sollte mich ein wenig schonen und mehr schlafen. Vielleicht stimmt der Wetterbericht fürs Wochenende und es wird ein Badewetter. Dann radle ich auf die Insel faulenzen. &lt;br /&gt;
So.08.06.1997&lt;br /&gt;
Mit dem Sommerbad ist es doch nichts geworden. Das Wetter hat nicht ganz mitgespielt. Trotzdem war es ein lustiges Wochenende. Freitagabend habe ich R. um 23 Uhr angerufen. Er war spazieren und im Kaffeehaus. Mittags habe ich ihn kurz in der Straßenbahn bei der Unterführung in Stadlau gesehen. Mit Hut und geneigten Kopf ist er wie ein Mexikaner am Fenster gesessen. Wir telefonieren nicht lange, er ist müde und will fernsehen. Am Wochenende geht er Klettern und hat seine J. Erzähle ihm von dem tollen Foto, und das vom Verlieben. Ich glaube, er hat dann einen seufzenden Lacher von sich gegeben. Samstag, Vormittag war ich in Kagran. Nachmittag fahre ich mit S. auf die Mariahilferstraße. Wegen der Basketballsammelkarten. S. fährt nach Hause. Ich gehe noch bis 17 Uhr shoppen. Abends rufe ich T.T. an. Besuche sie im Garten. O.H., M. + M sind auch da. Es gibt gutes Essen und es wird recht lustig. M + M. kommen dann auch bis ca. 2 Uhr zu mir auf einen Kaffee. M. schläft bei S. Sonntag stehe ich um 9 Uhr auf. Frühstücke gerade, als H. anruft. Er holt mich ab, und wir fahren nach Kleinhaugsdorf. Im Duty-free-Shop kaufe ich Zigaretten und Cognac und Whisky. Wir gehen dann noch was Essen. Wir unterhalten uns ganz gut. Er will immer was von M. wissen. Auf die steht er sichs nämlich. Um 17 Uhr bin ich wieder zu Hause. Bin saumüde. Es tut mir schon weh, dass ich dieses Wochenende nicht mit R. verbringen konnte. Ich hoffe, ich sehe ihn bald wieder. Sehnsucht! Es fällt mir nicht leicht, nicht an ihn zu denken. Ich bin wirklich gespannt, wie das so weitergeht. Morgen, ist es genau sieben Monate her, dass wir eine ganze Nacht irgendwie bemerkt haben, dass wir viel gemeinsam haben. Dazwischen ist mehr passiert, als je in den letzten Jahren. Auf alle Fälle wünsche ich mir nichts mehr, als das wir zusammen sein können. Heute habe ich leider nicht Trost und Rat gehört. Dafür habe ich gestern eine Flaco Jimenez CD bei Virgin erstanden. Da ist das Titellied von Kurtis Sendung drauf. Ich zittere wie irre, weil soeben zwei Burschen beim Balkon geklopft haben, und nach B., dem Nachbarn gefragt haben. Bin so erschrocken. Jetzt bin ich wirklich schon erledigt. Nur Eines könnte mich jetzt noch aufbauen. R.I.L.D. Gute Nacht.</description>
    <dc:creator>Bluesanne</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen aus der Vergangenheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Bluesanne</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-26T22:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bluesanne.twoday.net/stories/6010830/">
    <title>Teil 9</title>
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    <description>&lt;i&gt;Was habe ich bloß damals nicht gesehen? Jedoch, ich war und bin nie &quot;böse&quot; auf IHN gewesen! Nur dankbar!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So.11.05.1997, ca. 23 Uhr; R. ruft mich an! Ich habe schon geschlafen. Das macht nichts Habe sofort Herzklopfen bekommen. Er sagt ich soll eine dritte Karte für OBK besorgen; für P. Er fragt mich wie es mir geht. Ich, wie soll es einem Mädel mit gebrochenen Herzen schon gehen. Wir reden nur kurz über unsere jetzige Beziehung. Er meint, die Zeit heilt alle Wunden. Ha; Wie soll das vergehen, dass ich ihn liebe? Er fragt auch immer, ob ich böse auf ihn bin. Wieso sollte ich. Habe ihn noch gebeten im CD-Telefonbuch was raus zu suchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mo. 12.05.1997&lt;br /&gt;
War auf der Bank. Habe erfahren, dass R. (das Arschloch) am 21.03.1997, das Prämiensparen für S. eingestellt hat. Habe das Buch aufgelöst, und zahle damit alle Rechnungen. War kurz beim Arzt. Abschreiben. Gehe morgen wieder hakeln. Dann war ich mit dem Rad beim Hofer (Koffer gekauft), Holland Blumen Mark  Balkonpflanzen kaufen. Ich find es super mit dem Fahrrad so herum zu düsen. Ein Motorrad wäre mir noch lieber. S. hat um 12:45 angerufen und einige Schultermine durch gegeben. Außerdem hat er mir gesagt, dass in der Firma niemand abgehoben hat. Heute hatte er in der Schule ein Tischtennis-Matsch mit Lehrern. Toll! Heute hat er das Buch für das Referat weiter gelesen. Ist dabei wieder eingeschlafen. Hoffentlich reich es für morgen. Habe mir noch die Adressen von den Fahrschulen im 21. Und 22. Bezirk raus gesucht. Werde morgen anrufen. Im Fitnesscenter habe ich wegen dem Fitnesscheck auch schon angerufen. Rufen mich morgen im Büro an. Wieder einmal schon spät. Werde ins Bett gehen Gute Nacht. R.I.L.D.&lt;br /&gt;
Di.13.05.1997&lt;br /&gt;
Bin wieder arbeiten. Alles beim Alten. Außer, dass der Chef immer mehr in der Firma umrührt. Fr.K. wurde vor die Alternative gestellt: Einvernehmliche Kündigung oder Versetzung in eine andere Abteilung. Hoffentlich, denkt er bald an mich. Ich habe da nichts mehr verloren. Habe am Jugendamt angerufen, weil die Alimente noch nicht auf dem Konto sind. Bin heute mit dem Fahrrad in die Firma gefahren. Brauche nur 30 Minuten. Super. Hin und zurück sind es insgesamt 16 km. Die vom Fitnesscenter haben nicht angerufen. Werde einmal selbst hingehen. Die Fahrschulen habe ich auch angerufen. Es scheint so, als würde die in Stadlau am günstigsten sein. Wäre ideal. S. ruft Nachmittag in der Firma an. Es ist ihm fad. Ich sag ihm, er soll bei der Bewegung des Schulschiffes helfen (Scherz). Samy (Kater) hat heute das Urchaos in der Wohnung verursacht. Der spinnt auch manchmal. Heute bin auch ich relativ schlecht drauf. Bin irgendwie zornig. Mache mir dauernd Gedanken über meine romanöse Infektion. Fragen, Fragen, gibt es irgendwann befriedigende Antworten? Warum kann ich das nicht alles so akzeptieren wie es ist? Wahrscheinlich, weil ich total verliebt bin, und es so weht tut. Jammer, Jammer. Aus! Er ist halt auch nur ein Mann. Aber für mich halt der Mann. Jetzt, in diesen Moment spielen sie, STS Gö, du bleibst heut´ Nacht bei mir. Ich könnte heulen. Das habe ich R. am 26.12.1997 über Radio Wien geschenkt. Ist auch eins der Musikstücke, die mir momentan das Herz zerreißen. Wird das irgendwann ein Ende haben, der Schmerz?&lt;br /&gt;
Mi.14.05.1997&lt;br /&gt;
Höre mir gerade österreichische Interpreten-CD an, Heli Deinboek singt:  Nimm Dein Korb und geh Ich glaube das Lied muss R. auch in letzter Zeit gehört haben. Sehr passend! Textmäßig. Jetzt kommt gleich Tschotscholosa  Besser. Bin heute wieder mit dem Rad in die Firma gefahren. Habe R. neues Auto beim AGM stehen gesehen. In der Firma ist es so fad. Nach dem Essen am Abend, bin ich mit dem Fahrrad zum Fitnessstudio gefahren. War im Solarium. Habe mir gleich einen 10er Block genommen. Außerdem habe ich mich für Freitag bei S. zu einem Fitnesscheck angemeldet. Freue mich schon. Vielleicht schaffe ich es dann so zu trainieren, um so einen Arsch, wie auf Seite 37 beschrieben zu kriegen. Wäre toll. Man wird sehen und daran arbeiten. Hart arbeiten. Der Theesink Hans bluest mir gerade ins Ohr und gleichzeitig ins Herz. Auch wieder mal so einer der mich mit R. verbindet. Emotionsmäßig. Bin jetzt müde. Gute Nacht. R.I.L.D.&lt;br /&gt;
Fr.16.05.1997&lt;br /&gt;
Also gestern habe ich mal schon eine Erfahrung gemacht. Trinke nie Tequila vor Sonnenuntergang. Weil, warum? Um 16:15 Uhr traf ich mich mit einer Schulfreundin aus der Berufsschule. S.P. oder B., wie sie jetzt heißt. Am Telefon, hatte sie absolut keine Ahnung wer ich bin. Aber am Stephansplatz ist ihr dann ein Lichtlein aufgegangen. Zuerst gingen wir in die Reiss-Bar auf ein Glas Wiedersehensfreudebegrüßungs-Sekt. Nachher waren wir Essen. So ein Ami-Restaurant. Dort tranken wir unseren ersten Tequila. Wir plauderten hauptsächlich über die Männer. Sie war auch schon einmal verheiratet. Lebt jetzt seit kurzer Zeit mit C. und Sohn R. (12 Jahre) zusammen. Auf 35 m²! Aber zufrieden. Nach dem Essen schlug ich vor ins Relax zu gehen. Wir hatten eine Patzengaudi. Sie sammelt Platten. Super. Alte Schulerinnerungen haben wir natürlich auch bequatscht. Gleichzeitig fragten wir uns, warum ich sie gerade jetzt wieder hervor gekramt hatte. Genau konnte ich es ihr auch nicht sagen. Aber es war wie in alten Zeiten. Ich weiß wirklich nicht mehr wie viele Tequilas ich gesoffen hatte, auf alle Fälle ist C. mit seinem Sohn auch dann gekommen und einige spendiert. Einen Obdachlosen namens R. hat er auch auf ein Bier eingeladen. Ich glaube irgendwann gegen 22 Uhr ist mir urschlecht und schwindlich geworden. Ich musste aufs Klo speiben. Draußen hat S. (das nette Mädel) gefragt, ob es mir eh gut geht. Wie ich dann rausgekommen bin, hat S. meine Tasche gepackt, und mich mit S. zum Taxi geleitet. Ich war fast total hinüber. Habe aber nichts vergessen. C. ist vorher schon gefahren, war auch nicht besonders drauf. Ist übrigends auch ein OBK-Fan. Auf alle Fälle ist mir im Taxi urschlecht gewesen und ich wollte nur ins Bett. 23 Uhr geschafft, alles im Schlafzimmer fallen gelassen und sofort eingeschlafen. Fr. 16.05.1997 um punkt 6 Uhr auf gestanden, zwar nicht voll fit, aber gut drauf. S. macht heute mit der Schule einen Ausflug ins Waldviertel. Haben sie gewonnen, bei einem Wettbewerb. Um 13:01 Uhr pünktlich von der Firma abgehauen. Mit Fr. R bis ins DZ gefahren. Die fährt demnächst mit dem Rad nach Nizza. Toll. Würde mich auch reizen. Im DZ habe ich ein paar geile Fetzen gekauft. Unter anderem auch einen Bikini. Wahnsinn. Habe schon seit ca. 13 Jahren keinen mehr getragen. Um 15 Uhr war ich dann im Fitnessstudio bei S., den Check machen. Pulsfrequenz gemessen. Fettmessung. 16,8 % !? Alle Übungen und Geräte hat sie mir auch erklärt. Na ich bin gespannt. Aber ich freue mich schon, meinen Body zu trainieren. Geplant ist zweimal in der Woche. Fahre mit dem Fahrrad hin. Gutes Aufwärmtraining. 00:00 Uhr Telefon. R. ruft an. Freue mich wahnsinnig. Viel gelacht. Baden gehen oder so. Ich hoffe, wir sehen uns. Er fragt mich, wie es mir geht. Ehrlich er ist soromanös! Ich liebe ihn. Ich sage ihm, dass ich weiß, dass ich nur ihn will und liebe. Er meint, reden wir in einem Jahr weiter. Nun ja. Ist ja schon eine kleine Chance. Auf alle Fälle bin ich urglücklich ihn als besten wirklich allerbesten Freund zu haben. Es tut so gut. Zum Abschluss des Telefonates habe ich ihm die üblichen flächendeckenden Küsse geschickt, er hat nämlich gesagt, dass er mit seinem nackten Allerwertesten am Boden sitzt. Hey, Wahnsinn. Anfassen wollen! Jetzt werde ich urgut schlafen und von ihm träumen. Von dem was ich immer wollte. Je`taime R.!&lt;br /&gt;
P.S: Wir beide wissen es.&lt;br /&gt;
Das es da ist.&lt;br /&gt;
Das Gefühl zueinander&lt;br /&gt;
Füreinander  100% Liebe&lt;br /&gt;
Er braucht halt nur etwas Zeit. Egal, habe schon Jahre vergeudet. Jetzt genieße ich nur mehr. Ehrlich.&lt;br /&gt;
S0.18.05.1997&lt;br /&gt;
Heute geht es mir gut. Weil ich habe mit R. wieder lockerer reden können. Am Samstag war ich mit dem Rad und S. mit den Rollerskatern beim Media-Markt. Ein paar CDs gekauft. Plattenspieler angesehen. Hoppla, jetzt habe ich ganz vergessen, dass ich in der Früh mit dem Rad unterwegs war. Ja, um ca. 5 Uhr bin ich aufgewacht, und konnte nicht mehr schlafen. Bin dann zum Ströck frühstücken gefahren. Um 7 Uhr habe ich bei R. ein Post it bei der Sprechanlage angeklebt. Drauf stand: Einen wunderschönen Guten Morgen S. Mittags hat R. angerufen, dass es zu heiß zum Baden ist, sein Bruder ist bei ihm. Um 19:15 Uhr treffen wir uns in Kagran und fahren in die City. Krah Krah  2 Budweiser. Karger Gesprächsaustausch. Es herrscht irgendwie gedrückte Stimmung. Keiner weiß so recht was er sagen soll. Ich hätte so viele Fragen. Aber ich trau mich nicht. Im Relax sagt R. wieder einmal: Tu was du willst Wie kann ich, wenn er es nicht zulässt? Draußen umarmen wir uns, und er meint wieder, ich solle mir das nicht antun. Was? Beim Schwedenplatz spendiert er ein Eis. In Kagran gibt es wieder Unklarheit, ob ich mit fahren soll oder nicht. Ich fahre mit. Beim ihm trinke ich Kaffee. Wollte dann gehen. Er ist saumüde. Hört zu, versucht mir wieder alles zu erklären. Ich bin irgendwie verzweifelt. Ich schlafe bei ihm. Um 7 Uhr stehen wir auf. Frühstück. Wenig geredet. 8 Uhr gefahren. Um ca. 10:30 Uhr bin ich mit dem Fahrrad auf die Donauinsel gefahren. R. liegt immer beim Wasserschilift. Die wenigen Worte, die wir wechselten waren erdrückend. Den OBK haben wir beide über Walkman angehört. Als er dann gehen will, fasse ich mir ein Herz und sage ihm, dass es schade und traurig ist, dass wir als Freunde uns so wenig zu sagen haben. Er ladet mich zu sich auf einen köstlichen Salat ein. Unser Gespräch geht wieder nur sehr schleppend voran. Auf alle Fälle ist jetzt ganz klar, dass er auch zu Anfang gedacht hatte, dass es mit uns das Richtige sein würde, und das er aber jetzt nicht mehr daran glaubt. Ich versuche ihm zu erklären, wie wichtig er mir als Freund ist. Und außerdem versuche ich ihm zu erklären, wie wichtig mir Sex mit ihm ist. Das verwirrt ihn. Er akzeptiert es. Ich glaube, ganz versteht er es nicht. Aber ich will es so. Ich weiß nicht, ob das unsere Freundschaft irgendwie stört. Er wird geil. Ich habe leider die Regel. Ihn egal, er will mich streicheln. Ich will nicht wieder eine Sauerei machen. Mein Tampon habe ich die ganze Zeit noch drinnen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich wieder mal nicht komme. Ich geniere mich. R. scheint das überhaupt nicht zu stören. Er versucht es dann auch noch zu entfernen. Das mache ich aber doch lieber selbst. Wir schlafen miteinander. Er mein nachher, dass das unfair war, dass ich ihn so geil gemacht habe. Ich glaube, er zweifelt daran, dass es gut war. Mir tut es gut. Ich mag das. Ich brauche das, von ihm. Er geht duschen, bespannt seine Gitarre neu. Um ca. 18 Uhr schmeißt er mich sozusagen raus. Heute geht er mit T. Auf Tour. Hoffentlich hat er viel Spaß. Um 19:30 Uhr ruft er kurz an, und sagt mir, dass in der Nina Hagen CD-Hülle die CD fehlt. Er sagt noch, dass T. ihn bis jetzt hängen gelassen hat. Ich wünsche ihn noch einen schönen Abend. Mir ist jetzt irgendwie ein kleiner Kieselstein von meinem gebrochenen Herz gefallen. Ich möchte wieder Spaß und Freude mit R. haben. Nicht gequält mit tausend Fragen. Einfach Lust am Leben. Ich habe ihn auch gesagt, dass ich sowieso nicht mit irgendeinen Anderen ins Bett gehen könnte. &lt;br /&gt;
Mo.19.05.1997&lt;br /&gt;
22:30 Uhr. OBK singt  Reiss die zsam. Passend wie immer. Ich zittere am ganzen Körper. Meine Gedanken sind total wirr. Mir tut alles weh. Hauptsächlich mein Herz. R. ich brauche dich so.! Heute habe ich bis fast 15 Uhr ganz tief und fest geschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück habe ich beschlossen mit S. Minigolf spielen zu gehen. Wir waren im Donaupark. S. hat gewonnen. Anschließend sind wir zum Schnitzelwirt was Essen und Trinken gegangen. Ich dachte, jetzt wäre es schön mit R. etwas zu plauschen. Habe ihn leider nicht erreicht. Um 20 Uhr haben wir dann noch miteinander telefoniert. Er hat mir die Daten für Paris durchgesagt. 8 Tage noch. Paris wir kommen. Er erzählt mir noch von seiner Nachttour und das er heute beim Hanslteich war. Schade, dass ich ihn heute nicht mehr sehen kann. Schade ist milde ausgedrückt. Unerträglich. Reiss di zsam. Es kommt der Tagx! Bis dahin, schlaflose, verheulte Nächte. Schmerzen. Ganz fest in mir drin habe ich ihn für immer in meinem Herz. Es ist wie eine Sucht. Jeden Tag ein bisschen ärger. Ich hoffe, ich verliere dabei nicht mein Hirn. Ich glaube, ich hab es schon verloren. Es reagiert nur mein Körper und meine Gefühle. Mein größtes Problem ist leider meine Eifersucht. Das hat sicher auch was mit meiner Angst zu tun. Meiner Angst, alleine zu sein. Oder mit Vertrauen. Fällt mir schwer, was in den letzten Jahren passiert ist, alles umsonst geglaubt. Jetzt hatte ich die Chance zu vertrauen. Habe alles bekommen. 150%. Und trotzdem. Bin so blöd. Muss meine Angst und mein Misstrauen abbauen. Ich kann nicht mehr schreiben. Ich zittere so. Ist eh schon 23 Uhr. Hau mich in die Hapfn. Träume und denke an R. und freue mich aufs nächste Mal. Gute Nacht. I.L.D.R.&lt;br /&gt;
Di.20.05.1997&lt;br /&gt;
Fader Tag in der Firma , wie immer. S. hat heute noch schulfrei. Er fährt ins DZ. mittags trifft er sich mit M. und D. Sie gehen in die Pizzeria. Um 16:30 Uhr treffen wir uns in Floridsdorf. Fahren zum Köck. Sony Play Station gekauft (Kompromiss für Computer) Um 18 Uhr waren wir zu Hause. Ich war ziemlich geschlaucht. Die blöde Warterei beim Köck, die Füße tun mir weh. Auf der Bank ist auch noch kein Geld von R. Außerdem hat mir M. den Kaffee und die Zigaretten übers Gewand und über mein Tagebuch geleert. R. hat um 15:30 Uhr in der Firma angerufen, und mir erzählt, dass er vom 04.06.  06.06.1997 nach Deutschland fahren muss. OBK umgebucht auf Di.03.06.1997. R. ruft um 19:30 zu Hause nochmals an. Versuche lustig zu sein, geht aber total in die Hose und bin echt ätzend. Tut mir leid. Bin schon wieder so unverschämt und frage ihn, ob wir uns sehen können. Er macht sich einen Faulenzerabend. Sollte ich auch tun. Aber ich kann so schwer abschalten. Weiß jetzt schon, dass ich die Nacht nicht durch schlafen werde. Vollmond. Falls R. auch nicht schlafen kann, sage ich ihn, kann er ruhig anrufen. Das geht echt nicht so weiter. Ich muss endlich Frieden mit mir finden. Höre mir gerade die CD, die R. mir aus Amerika mitgebracht hat, an. Wunderschön. O.k., das reicht. Ab ins Bett. Schlaf gut R.I.L.D. &lt;br /&gt;
Do.22.05.1997&lt;br /&gt;
OBK, liegt im CD Player. My Life! Gestern war ich das erste Mal im Fitnessstudio. Toll, ganz meines. Heute habe ich einen Muskelkater. Habe gestern um 22 Uhr R. angerufen, und mich für mein forsches Auftreten am Telefon entschuldigt. R. hat gesagt, dass es gut ist, dass ich selbst drauf gekommen bin. Über Firma, CD, CD, Studio, Kletterzeitung, banales geredet. Könnte stundenlang mit ihm reden. Heute bin ich so erschöpft. War in der Nacht von ca. 02:00 Uhr bis 04:00 Uhr auf. Nachtkastllade ausgemistet. Eigentlich war heute m. T.T. und M. ausgemacht in die Villa zu fahren. Fällt ins Wasser. Probieren einige CDs auf der Sony-Playstation ab zu spielen . Hört sich gut an. Mache die meisten Dinge, anscheinend nur, um mich von meinem Liebeskummer ab zu lenken. Am liebsten würde ich jetzt in R. Armen am Boden auf Polstern kuscheln. Nur fühlen, berühren, spüren in die Augen sehen und wissen, es ist gut so. Gedanken an ihn machen mich high. Abhängig von einem Unikat von einem Menschen. Hau mich jetzt ins Vollmond beleuchtete Bett. Wache und denke an R.I.L.D.</description>
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